Plex Media Server im Netz.de Test

Plex ist eine umfangreiche Media-Streaming-Software für die Heimanwendung. Es basiert auf der Grundlage des Xbox Media Centers, mittlerweile bekannt als Kodi, und bietet geräteübergreifenden Zugang zu den eigenen Medien.

  • Effektive Verwaltung: Plex sortiert Medien automatisch in Unterkategorien ein und fügt ihnen ein Cover nebst Beschreibung hinzu.
  • Genau mein Geschmack: Plex schlägt Filme, Serien oder Musik vor, die man entweder noch gar nicht oder schon lange nicht mehr genossen hat.
  • Reichlich Abwechslung: Durch die Möglichkeit, zusätzliche Kanäle zu installieren, hat man immer neue Medien zur Verfügung.
Der Home-Screen von Plex Media server

Dies ist der Home-Screen. Hier sieht man beim Starten des Programms bereits alle Medien, die eingepflegt wurden. Als oberstes werden immer die kürzlich hinzugefügten und zu letzt abgespielten Medien angezeigt.

Die Beschreibung eines Videos im Plex Media Server.

Die Beschreibung der einzelnen Medien geschieht automatisch und variiert in der Länge, je nachdem, wie viel Plex über ein bestimmtes Medium weiß oder im Internet findet.

Der Status-Bericht von Plex Media Server

Im Status erkennt man, welche Aufgaben zuletzt erledigt wurden. Ob zum Beispiel Medien hinzugefügt oder Updates gemacht wurden.

Die Einstellungen von Plex Media Server

In den Einstellungen wird das Profil, die Mediatheken und die Netzwerke unter anderem bearbeitet. Zusätzlich werden hier die geplanten Aufgaben verwaltet und die Spracheinstellungen angepasst.

Unsere Gesamtwertung
8,0 / 10
  • Funktion:
    8.0
  • Bedienung:
    8.5
  • Performance:
    7.5

Plex Media Server downloaden

Hersteller:  Plex, Inc.
Vorteile
  • Setzt Cover und Beschreibungen automatisch
  • Großer Geräte-Support
  • Die kostenlose Version ist sehr umfangreich
Nachteile
  • Setzt gelegentlich falsche Cover oder Beschreibungen
  • Geringer Content-Support

Plex Media Server - Der heimische Streaming-Dienst

Um einen Server zu erstellen, bietet Plex drei verschiedene Möglichkeiten. Den Standard-Plex-Server, das Plex-Home-Theatre und den Plex-NAS-Server. Ein Großteil der User nutzt den Standard-Server, da viele Anwender die meisten medialen Inhalte auf ihrem Heim-Computer haben. Die Home-Theatre-Version ist für alle, die ihren Computer an einen Fernseher anschließen und die NAS-Version für alle, die einen NAS (Network Attached Server) besitzen. Wer zusätzlich vom Smartphone oder Tablet streamen möchte, benötigt die Plex-App.

Während der Installation werden die Ordner bestimmt, in denen Plex nach Medien suchen soll. Sobald das Programm die Inhalte gefunden hat, unterteilt es Filme, Musik, Bilder und TV-Serien selbstständig in eigene Kategorien. Um das Ganze noch etwas professioneller und vollkommener wirken zu lassen, fügt Plex zusätzlich ein Cover und eine Kurzbeschreibung zu jeder Mediendatei hinzu.

Die Benutzeroberfläche von Plex

Die einfache Gestaltung der Oberfläche erleichtert es sehr, sich zurechtzufinden. Von Plex strukturiert aufgelistete Medien werden direkt auf der Startseite angezeigt, sodass sie bei jedem Programmstart sofort erscheinen und man gar nicht erst in Versuchung gerät, irgendetwas Falsches anzuklicken. Plex verfügt zudem über eine praktische Auswahlhilfe, die sehr nützlich ist, wenn man sich einmal nicht für einen Film oder einen Song entscheiden kann.

Darüber hinaus besitzt Plex eine so genannte "On-Deck"-Funktion. Diese befindet sich auf der linken Seite des Programmfensters und zeigt beim Start der Software, welcher Film oder welche Episode einer Serie gerade gesehen wurde, sodass man direkt dort fortsetzen kann, wo man aufgehört hat. "On Deck" zeigt außerdem immer die nächste Episode einer Serie. Die Funktion agiert quasi wie eine Playlist. Über die "kürzlich geaddet"-Schaltfläche, ebenfalls am linken Rand, ist zudem sichtbar, welche Medien gerade neu zu Plex hinzugefügt wurden.

Zusätzlich ist es möglich, seine eigenen Playlists zu erstellen und mit entsprechenden Inhalten zu füllen. Dafür klickt man unter dem Punkt "Bibliotheken" in der linken Seitenleiste auf "Mediathek hinzufügen". Alle selbst erstellten Mediatheken stehen ebenfalls alphabetisch sortiert unter dem Punkt Bibliotheken. Falls die alphabetische Reihenfolge nicht zusagen sollte, ist es kein Problem, eine eigene Anordnung festzulegen.

Ein weiteres Feature von Plex kümmert sich um die effektive Verwaltung bei einer großen Sammlung von Filmen oder Serien. Es erinnert einen beispielsweise daran, welche Serie angefangen, aber nicht beendet wurde, welchen Film man vielleicht schon gesehen hat, aber gern nochmal sehen würde oder dass sich Filme und Serien in der Bibliothek befinden, die noch gar nicht angeschaut wurden.

Kanäle installieren und Medienfortschritte speichern

Mit dem kostenpflichtigen Plex Pass können Kanalinhalte auch offline angeschaut werden.

Falls die vorhandenen Medien auf dem PC nicht ausreichen sollten, bietet Plex die Möglichkeit, eine Vielzahl an zusätzlichen Kanälen zu installieren - wie zum Beispiel den BBC iPlayer, YouTube, den History Channel und viele weitere. Das Installieren von Kanälen funktioniert über den Reiter "Kanäle" unter dem Punkt "Online-Inhalte" in der linken Seitenleiste. Ein Klick auf "Kanäle installieren" genügt, um eine Auswahl an verschiedenen Kanälen zu erhalten.

Wer keine Zeit hat, sich ein Video komplett anzusehen, für den hat Plex ebenfalls ein nützliches Feature. Es merkt sich nämlich selbst beim Schließen des Programms die letzte Stelle eines Videos und setzt genau dort wieder zu einem späteren Zeitpunkt an. Theoretisch ginge das bei Musik auch, aber vermutlich genießt man ein angefangenes Lied eher wieder von vorn, statt es später weiterzuhören.

Content- und Geräte-Support

Ein weiterer, wichtiger Punkt ist die Unterstützung von Formaten. Plex unterstützt nicht grundsätzlich jedes Medienformat, sondern reduziert sich auf einige ausgewählte. Als Bildformate werden JPG und RAW unterstützt. Der Support von Musikformaten beschränkt sich auf MP3, M4A, FLAC, ALAC und ACC. Die unterstützten Videoformate sind MKV, AVI, MPEG und MP4. Besonders empfohlen wird im Übrigen die Kombination MP4 und ACC, da diese Formate am flüssigsten wiedergegeben werden.

Plex unterstützt darüber hinaus eine große Anzahl an Geräten, auf die untereinander zugegriffen werden kann. Dazu zählen die Betriebssysteme Windows, Mac, Android und iOS. Außerdem Streaming-Dienste, wie Chromecast, Roku, Amazon Fire TV, Samsungs Smart TVs und GoogleTV. Und auch die folgenden Konsolen werden von Plex supportet: Xbox 360, Xbox One, PS3 und PS4.

Freunde zu Plex einladen

Falls Ihr jemanden kennt, der ebenfalls Plex benutzt, könnt Ihr diese Person zu Eurer Freundesliste in Plex hinzufügen. Durch das Hinzufügen von Freunden ist es möglich, Inhalte zu teilen oder Empfehlungen auszusprechen. Freunde können ebenfalls die Bibliothek des jeweils anderen einsehen und dabei vielleicht etwas Neues entdecken, dass auch für sie selbst interessant ist.

Freunde werden über den Reiter "Benutzer" in der Menüleiste hinzugefügt. Im Untermenü "Benutzer" ist links in der Seitenleiste der Punkt "Freunde" zu erkennen. Über dieses Menü ist es möglich, bestehende Freunde zu verwalten, neue einzuladen oder vorhandene zu löschen. Ein neuer Freund wird eingeladen, indem man seinen Plex-Namen oder seine E-Mail-Adresse in das Suchfenster eingibt. Daraufhin bekommt der Angefragte eine Benachrichtigung, über die er die Freundschaftsanfrage bestätigen muss.

Die Vorteile der kostenpflichtigen Version

Achtung

Die Preise des Plex Pass erhöhen sich gelegentlich. Mit dem Lifetime-Angebot spart man hierbei bares Geld, sofern man die zusätzlichen Funktionen haben möchte.

Wem die erläuterten Standardfunktionen des Plex Media Servers nicht ausreichen, dem wird mit dem so genannten Plex Pass noch ein zusätzliches Füllhorn an Funktionen bereitgestellt. Der Plex Pass ermöglicht unter anderem das Herunterladen von Inhalten zur Offline-Ansicht, das Synchronisieren der Medien in einem Cloud-Speicher und das Testen der neusten Funktionen. Außerdem bekommen Abonnenten des Plex Pass-Zugang zu Filmextras, exklusiven Musikvideos, und einer zusätzlichen Musikerkennungs-Software namens Gracenote Music Magic.

Des Weiteren steht den Plex Pass-Besitzern frei, die Plex App kostenlos auf allen Geräten zu installieren, mehrere Accounts im eigenen Netzwerk zu erstellen und zu bestimmen, wer was auf welchem Account sehen kann. Diese Funktion eignet sich zum Beispiel gut, wenn man Kinder hat. Das Plex-Pass-Abo kostet 4,99 US-Dollar pro Monat, 39,99 US-Dollar pro Jahr oder einmalig 149,99 US-Dollar für die lebenslange Nutzung.

Foto von Sven Schäfer
(@kreativfrei)
Ein Streaming-Dienst für eigene Medien

Der Plex Media Server überzeugt mit seiner simplen Benutzeroberfläche und der strukturierten Medienverwaltung. Serien, Filme und Musik werden eigenständig in Kategorien einsortiert und mit einem Cover und einer Beschreibung bestückt. Dadurch entsteht ein sehr professioneller und gehaltvoller Eindruck. Der Server kann individuell mit zusätzlichen Kanälen wie YouTube oder BBC erweitert werden.

Inhalte der Medienbibliothek können mit Freunden geteilt oder als Vorschläge versendet werden. Besonders gefallen hat uns die Vielzahl an Geräten, auf denen Plex synchron abgerufen werden kann. Die Anzahl reduziert sich nicht nur auf Betriebssysteme, sondern beinhaltet zum Beispiel auch Konsolen wie die Xbox One oder die PS4.

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Der Home-Screen von Plex Media server

Dies ist der Home-Screen. Hier sieht man beim Starten des Programms bereits alle Medien, die eingepflegt wurden. Als oberstes werden immer die kürzlich hinzugefügten und zu letzt abgespielten Medien angezeigt.

Die Beschreibung eines Videos im Plex Media Server.

Die Beschreibung der einzelnen Medien geschieht automatisch und variiert in der Länge, je nachdem, wie viel Plex über ein bestimmtes Medium weiß oder im Internet findet.

Der Status-Bericht von Plex Media Server

Im Status erkennt man, welche Aufgaben zuletzt erledigt wurden. Ob zum Beispiel Medien hinzugefügt oder Updates gemacht wurden.

Die Einstellungen von Plex Media Server

In den Einstellungen wird das Profil, die Mediatheken und die Netzwerke unter anderem bearbeitet. Zusätzlich werden hier die geplanten Aufgaben verwaltet und die Spracheinstellungen angepasst.