Snagit im Netz.de Test

Snagit ist der kostenpflichtige Bruder des Snapshot-Tools Jing inklusive erweiterter Funktionen bei der Aufnahme von Screenshots und Videos. Mit dem soliden Bildeditor verleiht ihr euren Aufnahmen den letzten Schliff.

  • Erweiterte Formatunterstützung: Neben PNG und SWF unterstützt Snagit auch SNAG, JPG, GIF, PDF und einige weitere Dateiformate
  • Einfach zeitlos: Screencasts werden ohne Aufnahmelimit in der gewünschten Länge produziert
  • Kreativ editieren: Snagit verfügt über eine umfangreiche Werkzeugpalette an Zeichen-Tools und Bildoptionen
  • Aufnahme in Echtzeit: Videos werden in Echtzeit kodiert und stehen direkt nach der Aufnahme zur Wiedergabe bereit
Capture-Fenster von Snagit heftet sich an den oberen Bildschirmrand

Nach der Installation heftet sich das Snagit Capture-Fenster an den oberen Bildrand des Desktops. Bewegt man den Cursor über das Tool, erscheint der Aufnahme-Button

Offenes Capture Fenster von Snagit nach dem Mausschwung

Mit einer Mausbewegung über das Snagit-Tool kommt das Capture-Fenster zum Vorschein. Ein Klick auf den Aufnahme-Button genügt, um eine Bildschirmaufnahme zu starten.

Das Pixel-Fadenkreuz zielt auf einen Bildschirmausschnitt

Ein weiteres hervorzuhebendes Merkmal ist das integrierte Pixel-Fadenkreuz von Snagit, mit dem man Screenshots - wie es der Name bereits vermuten lässt - auf den Pixel genau positionieren kann. Diese Funktion ist vor allem zu dem Zeitpunkt interessant, wenn Ihr Desktop-Aufnahmen nicht in dem definierten Rahmen eines offenen Programmfensters ausrichten möchtet.

Scrollbare Bereiche werden in Snagit mit einem Kästchen markiert

Diese Problematik lässt Snagit kalt: Das Screencast-Tool positioniert an den dafür vorgesehenen Rändern die möglichen Aufnahmebereiche einzustellen und nimmt das Image komplett auf.Oft stehen Nutzer von Screenshot-Tools vor der Problematik, dass ein Image auf einer Webseite, in einem Dokument oder in einem Programmfenster zu groß ist, um es komplett darzustellen. In den meisten Fällen entsteht ein scrollbarer Bereich, mit dem man das Motiv hin und her schieben kann - für einen Screenshot allerdings gänzlich ungeeignet.

Der Snagit Grafik-Editor

Nach dem Beenden einer Aufnahme wechselt Snagit in die Vorschauansicht. Über die Ribbon-Menüführung können Bilder anschließend mithilfe verschiedener Zeichenwerkzeuge bearbeitet werden.

Zeichenwerkzeuge in Snagit ergänzen den Editor

Der Snagit-Editor stellt eine ganze Reihe an Zeichenwerkzeugen bereit, mit denen sich relevante Bildinhalte hervorheben lassen. Zahlreiche Grafikelemente wie Pfeile, Stempel, Callouts, Schatten oder Umrandungen lenken den Blick des Betrachters auf die Motive oder Informationen, die ihr vermitteln wollt.

Zahlreiche Dateiformate werden von Snagit unterstützt

Im Gegensatz zu seinem kleinen Bruder Jing unterstützt Snagit zahlreiche Dateiformate. Neben bekannten Dateiendungen wie .PNG, .TIFF oder .JPEG arbeitet das Screencast-Tool darüber hinaus mit seinem hauseigenen SNAG-Format. Dieses Vektor-basierte Format lässt sich ausschließlich über die TechSmith-Software öffnen und erlaubt die Bearbeitung der Aufnahmen mit dem dazugehörigen Editor. Offene Projekte können in diesem Format zunächst abgespeichert werden, um diese zu einem späteren Zeitpunkt zu finalisieren.

Unsere Gesamtwertung
8,7 / 10
  • Funktion:
    9.0
  • Bedienung:
    8.0
  • Performance:
    9.0

Snagit downloaden

Hersteller:  TechSmith Corporation
Vorteile
  • Zahlreiche Exportfunktionen
  • Uneingeschränkte Videoaufnahme mit Audiounterstützung
  • Scrollbarer Bereich wird vertikal, horizontal oder komplett aufgenommen
  • Pixel-Fadenkreuz legt Aufnahmefenster punktgenau fest
Nachteile
  • Keine Bearbeitungsoptionen für Videos

Snagit Bildschirmaufnahmen - wo Worte nicht mehr ausreichen ...

Neben Camtasia Studio und Jing ist Snagit der dritte Abkömmling im Bunde der TechSmith-Familie. Das Screencapture-Tool bewegt sich in Preis und Umfang zwischen beiden erstgenannten Produkten. Die Strategie dahinter ist offensichtlich: Wer mehr bezahlt, bekommt mehr Features.

Snagit wird, im Gegensatz zu Jing, nach einer 15-tägigen Testversion kostenpflichtig, ist aber immer noch um Längen günstiger als der große Bruder Camtasia Studio. Ebenso verhält es sich mit dem Funktionsumfang: Während Snagit funktionell vor dem kostenfreien Jing rangiert, sieht es neben Camtasia Studios Werkzeugkasten aus, als würde man mit einem Fuchsschwanz versuchen gegen eine Kettensäge zu gewinnen.

Um mit Jing zu arbeiten ist eine Registrierung bei Screencast.com erste Voraussetzung. Diesem Zwang ist man mit Snagit ebenso unterlegen, allerdings hat dieser Schritt auch Vorteile: TechSmith verhilft euch zu einem 2 GB kostenlosen Cloud-Speicher, um aufgenommene Medien auf unkomplizierte Art und Weise weiterzuleiten.

Snagit besitzt einen Bildeditor mit einer umfassenden Palette an Zeichenwerkzeugen, Leinwand- und Output-Optionen. Leider lassen sich die Bearbeitungsoptionen nicht auf Videoaufnahmen anwenden - dafür gibt es keine Zeitbegrenzung wie das 5 Minuten Limit bei Jing. Snagit nimmt seine Videos in Echtzeit auf - ein Rendering der Aufnahmen entfällt und Videos können direkt nach der Aufnahme in Gebrauch genommen werden. Außerdem unterstützt die Screencast-Software mehrere Dateiformate, darunter PNG, JPEG und SWF.

Snagit - Aufnahmebereiche zielgenau mit dem Fadenkreuz erfassen

Das Pixel-Fadenkreuz zielt auf einen Bildschirmausschnitt

Mit dem Fadenkreutz von Snagit kann man Bereiche pixelgenau auswählen.  

Das Pixel-Fadenkreuz zielt auf einen Bildschirmausschnitt

Mit dem Fadenkreutz von Snagit kann man Bereiche pixelgenau auswählen.  

Ein kurzes Feedback oder eine gängige Erläuterung des Sachverhalts helfen oft weiter, wenn Kollegen oder Freunde einen Rat benötigen. Nur reichen Worte teilweise nicht aus, um eine komplexe Problematik eingängig zu beschreiben - es fehlt einfach ein anschauliches Beispiel, das die Fakten ergänzt.

Nicht umsonst zählt das Sprichwort "Ein Bild sagt mehr als tausend Worte" als gängiger Leitsatz für Anleitungen aller Art. Die TechSmith Tools - also auch Snagit - nehmen sich dieser Problematik an. Nach der Installation heftet sich die Software an den oberen Rand des Desktops und wartet auf seinen Einsatz. Ist der Zeitpunkt gekommen, genügt ein Mausschwung über das Tool, um ein neues "Capture" zu beginnen.

Im Anschluss erscheint ein Fadenkreuz, mit dem man pixelgenau das Aufnahmefenster bestimmt. Diese Zielvorrichtung wird mit einer Lupe versehen, die zudem noch die Fenstergröße in Pixel als Ausgabeinformation bereitstellt. Bewegt man den Zielpunkt in ein Programmfenster, erkennt Snagit sehr zuverlässig den Aufnahmebereich und legt mit einem Klick die erforderliche Fläche an.

Snagit nimmt Bereiche auf, die nicht aktiv auf dem Desktop sichtbar sind. Neben dem vertikalen Scrollbereich können sowohl horizontal versteckte Inhalte als auch der gesamte Scrollbereich erfasst werden. Nach der Positionierung des Aufnahmefensters entscheidet ihr euch zwischen einem Screenshot oder der Aufnahme eines Bildschirmvideos.

Zwischen Screenshots und Videoaufnahmen wechseln

Entscheidet ihr euch für die Aufnahme eines Bildschirmvideos, wählt ihr nach der Feldbestimmung die Option "Video-Capture". Anschließend startet die Aufnahme mit einem kurzen Countdown, der von 3 abwärts zählt - danach nimmt Snagit alles auf, was im Fenster geschieht. Die Aufnahme lässt sich pausieren, angeschlossene Mikrofone können mit einem Klick stumm geschaltet werden und mit dem Stopp-Button beendet man die Aufnahme sekundengenau.

Anschließend wechselt Snagit in den Editor, um die Vorschaufunktion der Screencast-Software zu nutzen - äußerst hilfreich, um bereits im Vorfeld zu entscheiden, ob die Aufnahme verwendbares Material enthält. Der Editor ist für die Videoaufnahme prinzipiell nicht vorgesehen. Mit der Ausschneiden-Funktion können zwar Aufnahmen von unbrauchbaren Passagen befreit werden - sie ist jedoch die einzige Funktion des Editors, die man auf Videos anwenden kann.

Mit dem Bildeditor Callouts einfügen und Outputs wählen

Der Bildeditor von Snagit ist für Screenshots konzipiert. Nach erfolgreicher Aufnahme eines Bildschirminhalts wechselt die Software auch hier in den Editor, der gleichzeitig als Vorschaufenster und Grafikbearbeitung fungiert.

Im Handumdrehen editiert man mit dem prall gefüllten Werkzeugkasten Callouts, Pfeile, Stempelvorlagen oder Nummerierungen in ein Bild hinein und ändert mit Fülleffekten den Stil der implementierten Grafiken. Rahmen, Effekte, Ränder - der Snagit Editor lässt diesbezüglich kaum Wünsche offen und ist dabei noch spielend einfach zu bedienen.

Nach dem Speichern finden sich sowohl Screenshots als auch Screencasts in der Snagit-Bibliothek wieder. Die umfangreichen Indexierungsfunktionen verleihen selbst großen Mediensammlungen Struktur. Snagit fungiert also gleichzeitig als Medienverwaltung, lässt sich einfach durchsuchen und ordnet die Medien nach Datum, Größe, Name, Typ und weiteren Kriterien.

Direkte Medienweiterleitung mithilfe der Output-Optionen im Snagit-Editor

Cloud-Speicher, soziale Medien oder E-Mail - Output-Optionen im Überblick

Über die Registerkarte "Output" können bearbeitete Screenshots und Videos auf unterschiedlichste Weise an Freunde und Kollegen weitergeleitet werden. Alle TechSmith-Produkte stellen via Screencast.com einen 2 GB großen, kostenlosen Cloud-Speicher für aufgenommene Projekte bereit. Nach der Registrierung werden aufgenommene Medien im Screencast-Account gespeichert und über einen Direkt-Link verteilt.

Neben den hauseigenen Cloud-Funktionen stellt Snagit direkte Weiterleitung über E-Mail, einen FTP-Server oder über soziale Medien in Aussicht. Video-Tutorials werden auf dem größten Videoportal YouTube mittels Account-Anmeldung in Kürze hochgeladen und stehen direkt zum Abruf bereit. Sowohl Camtasia Studio, Google Drive als auch Dropbox sind standardmäßig in Snagit integriert - weitere Programme oder Anwendungen wie Twitter, Facebook und Co. werden über die Snagit-Seite von TechSmith über "Zusatzanwendungen" mit dem Screencast-Tool verknüpft.

Foto von Dennie Beneke
(@deBeneke)
Erstklassiger Screencaster - leider ohne Video-Editor

Wer sich die Dienste von Snagit sichert, erhält einen erstklassigen Screenshot- und Screencast-Assistenten aus der TechSmith-Schmiede. Schnappschüsse vom Desktop gelingen durch das Fadenkreuz pixelgenau, sodass euch keine Bildinhalte mehr durch die Tasten rutschen. Mit dem Editor dahinter können Callouts, Umrandungen oder Pfeile an markante Positionen geheftet werden, um die relevanten Bildinhalte hervorzuheben.

Leider lassen sich die Zeichenwerkzeuge nicht auf Screencasts anwenden - dafür ist der Editor durch seine Echtzeit-Aufnahme ohne Render-Funktionen nicht ausgelegt.

Snagit führt euch selbsterklärend durch die diversen Output-Funktionen, um die aufgenommenen Medien direkt weiterzuleiten. Soziale Medien wie YouTube und Facebook sind ebenso integriert wie Office-Programme oder die Dropbox-Nutzung.

Sag uns deine Meinung!

Um einen Kommentar zu verfassen, melde Dich an oder registriere Dich jetzt auf Netz.de!

Capture-Fenster von Snagit heftet sich an den oberen Bildschirmrand

Nach der Installation heftet sich das Snagit Capture-Fenster an den oberen Bildrand des Desktops. Bewegt man den Cursor über das Tool, erscheint der Aufnahme-Button

Offenes Capture Fenster von Snagit nach dem Mausschwung

Mit einer Mausbewegung über das Snagit-Tool kommt das Capture-Fenster zum Vorschein. Ein Klick auf den Aufnahme-Button genügt, um eine Bildschirmaufnahme zu starten.

Das Pixel-Fadenkreuz zielt auf einen Bildschirmausschnitt

Ein weiteres hervorzuhebendes Merkmal ist das integrierte Pixel-Fadenkreuz von Snagit, mit dem man Screenshots - wie es der Name bereits vermuten lässt - auf den Pixel genau positionieren kann. Diese Funktion ist vor allem zu dem Zeitpunkt interessant, wenn Ihr Desktop-Aufnahmen nicht in dem definierten Rahmen eines offenen Programmfensters ausrichten möchtet.

Scrollbare Bereiche werden in Snagit mit einem Kästchen markiert

Diese Problematik lässt Snagit kalt: Das Screencast-Tool positioniert an den dafür vorgesehenen Rändern die möglichen Aufnahmebereiche einzustellen und nimmt das Image komplett auf.Oft stehen Nutzer von Screenshot-Tools vor der Problematik, dass ein Image auf einer Webseite, in einem Dokument oder in einem Programmfenster zu groß ist, um es komplett darzustellen. In den meisten Fällen entsteht ein scrollbarer Bereich, mit dem man das Motiv hin und her schieben kann - für einen Screenshot allerdings gänzlich ungeeignet.

Der Snagit Grafik-Editor

Nach dem Beenden einer Aufnahme wechselt Snagit in die Vorschauansicht. Über die Ribbon-Menüführung können Bilder anschließend mithilfe verschiedener Zeichenwerkzeuge bearbeitet werden.

Zeichenwerkzeuge in Snagit ergänzen den Editor

Der Snagit-Editor stellt eine ganze Reihe an Zeichenwerkzeugen bereit, mit denen sich relevante Bildinhalte hervorheben lassen. Zahlreiche Grafikelemente wie Pfeile, Stempel, Callouts, Schatten oder Umrandungen lenken den Blick des Betrachters auf die Motive oder Informationen, die ihr vermitteln wollt.

Zahlreiche Dateiformate werden von Snagit unterstützt

Im Gegensatz zu seinem kleinen Bruder Jing unterstützt Snagit zahlreiche Dateiformate. Neben bekannten Dateiendungen wie .PNG, .TIFF oder .JPEG arbeitet das Screencast-Tool darüber hinaus mit seinem hauseigenen SNAG-Format. Dieses Vektor-basierte Format lässt sich ausschließlich über die TechSmith-Software öffnen und erlaubt die Bearbeitung der Aufnahmen mit dem dazugehörigen Editor. Offene Projekte können in diesem Format zunächst abgespeichert werden, um diese zu einem späteren Zeitpunkt zu finalisieren.