Tor Browser im Netz.de Test

Der Tor Browser ermöglicht identitätsloses Surfen im Netz, sodass eine Nachverfolgung praktisch ausgeschlossen ist. Zudem bietet die Freeware noch viele weitere Features, welche die eigene Sicherheit deutlich erhöhen.

  • Ab in den Tunnel: Dank dem praktischen Tor Browser kann man über verschiedene Knotenpunkte anonym im Netz surfen
  • Effektiver Tracking-Schutz: Drittanbieter haben keine Möglichkeit mehr Rückschlüsse auf das persönliche Surfverhalten zu ziehen
  • Stets griffbereit: Der Tor Browser kann bei Bedarf auch auf portablen Speichern wie USB-Sticks installiert werden
Das Interface des Tor Browsers

Nach der unkomplizierten Installation des kostenlosen Tor Browsers erscheint die hier zu sehende Benachrichtigung. Praktischerweise findet sich hier auch ein Link, der den Nutzer auf die Informationsseite des Herstellers weiterleitet.

Die Einwahl in das Tor Netzwerk

Bevor man anonym lossurfen kann, muss sich der Browser erst mit dem Tor-Netzwerk verbinden. Nur so kann sichergestellt werden, dass die eigenen digitalen Spuren nicht zurückverfolgt werden können.

Der Tor Browser - Optionen und Einstellungen

Praktischerweise lässt sich der kostenlose Tor Browser individuell an die eigenen Bedürfnisse anpassen.

Der Tor Browser kann auch konfiguriert werden

Über die Einstellungen kann man den Tor Browser konfigurieren oder sich einfach direkt in das Tor-Netzwerk einwählen.

Unsere Gesamtwertung
6,7 / 10
  • Funktion:
    6.5
  • Bedienung:
    7.0
  • Performance:
    6.5

Tor Browser downloaden

Hersteller:  Free Haven Project
Vorteile
  • Jeder Server kennt nur den Vorgänger und Nachfolger
  • Anonymes Surfen dank dynamischer Routenwahl
  • Schützt vor Tracking
  • Dank einfacher Handhabung auch von Einsteigern ohne Probleme zu nutzen
  • Sowohl auf dem eigenen Rechner als auch mobil einsetzbar
  • Kostenlos und innerhalb weniger Augenblicke installiert
Nachteile
  • Onion-Routing verlangsamt die Surf-Geschwindigkeit zum Teil deutlich spürbar
  • Einige Einschränkungen, die man zugunsten der Anonymisierung hinnehmen muss

Der Tor Browser - So bleibt die eigene Identität geschützt

Das Persönlichkeitsrecht ist hierzulande als Grundrecht zum Schutz der Privatsphäre festgehalten und soll den Bürger demnach vor beliebigen Eingriffen in die eigene Wohlfühlzone beschützten. Dies gilt grundsätzlich auch im Internet, was allerdings nicht wirklich der Realität entspricht - zum einen weil wir teilweise wissentlich sehr freizügig mit privaten Informationen im sozialen Netz hausieren gehen.

Zum anderen weil Unternehmen und Drittanbieter über verschiedenste Tracking-Dienste immer wieder hinterrücks versuchen, den sogenannten gläsernen User ohne sein Wissen zu analysieren. Wem dieses Treiben zu bunt wird, für den bietet der Tor Browser einen soliden Weg, um anonym im Netz zu surfen und seine Fußspuren hinter sich zu verwischen. Praktischerweise funktioniert das Ganze auch von bequem von unterwegs aus, ohne dabei die Software auf fremden System neu installieren zu müssen.

Zu diesem Zweck ist Tor in eine portable Version des Firefox Browsers integriert, um von jedem beliebigen Ort aus anonymes Surfen zu ermöglichen - ganz ohne erneute Installation. Dabei steht Tor als Abkürzung für "The Onion Router" und geht, wie der Name vermuten lässt, nach dem Zwiebelprinzip vor - erst pellt man sich durch die Schalen des Tor-Netzwerks, dann kommt der gewünschte Inhalt. Dadurch kann sich der Seitenaufbau zwar ab und an etwas verzögern, jedoch muss man sich dann keine Gedanken mehr um die Sicherheit der Privatsphäre machen.

Anonym surfen über den USB-Stick

Was kann man selber dafür tun, um die eigenen Interessen im Netz zu wahren, sodass die Privatsphäre nicht hinter dem Monitor endet und auch auf fremden Computern oder in offenen WLAN-Netzwerken Anonymität kein Fremdwort mehr ist? Der Tor Browser liefert genau für diese Frage die passende Antwort.

Nach dem kostenlosen Download installiert man die mobile Version des Browsers auf einem USB-Stick und surft damit auf jedem beliebigen Rechner im Tor-Netzwerk, ohne die Software dabei auf dem jeweiligen Gerät installieren zu müssen. Natürlich kann der Tor Browser auch auf dem eigenen Rechner installiert werden, allerdings ist dieses Bundle nicht vorrangig dafür vorgesehen.

Alternativ stellen die Herausgeber das sogenannte Tor-Vidalia-Bundle zur Verfügung, das man ebenfalls kostenlos herunterladen kann. Als Speicherort gibt man dazu - im Unterschied zu einer Installation auf der internen Festplatte - einfach den angeschlossenen USB-Stick an und extrahiert das Programm im Anschluss daran über die Zielpfadbestimmung ordnungsgemäß und standardmäßig.

Der Funktionsumfang des Tor Browsers

Ist der Tor Browser auf dem USB-Stick eingerichtet, steht dem anonymen Surfen nichts mehr im Weg. Mit einem Doppelklick auf den Start-Button erscheinen zunächst die Tor-Netzwerkeinstellungen, um sich mit dem Onion-Proxy verbinden zu können. Dabei wird abgefragt, ob eine direkte Verbindung oder eine zu konfigurierende Verbindung hergestellt werden soll.

Im Anschluss daran öffnet sich der auf dem Open-Source Firefox basierende Tor Browser mit einem Suchfeld und einem Link zu einem Verbindungs-Check, um sicherzustellen, dass der Browser auch tatsächlich ordnungsgemäß konfiguriert ist. Dafür zeigt die Webseite die IP-Adresse an, mit welcher man sich zurzeit im Netzwerk des anonymen Browsers aufhält.

Der Tor Browser erhöht die eigene Sicherheit und schützt die Privatsphäre

Neben dem Tor-Client verfügt Firefox bereits über vorinstallierte Add-ons für den erweiterten Schutz. Neben dem beliebten NoScript Plug-in, welches das Ausführen von JavaScripts und anderen Java-Anwendungen nur von vertrauenswürdigen Webseiten zulässt, verfügt der Browser zusätzlich noch über die HTTPS-Everywhere-Erweiterung, die Webseiten zu einer verschlüsselten Datenübertragung via HTTPS auszuführen - sofern die Seite diesen Dienst anbietet.

Was steckt hinter Tor und dem Prinzip Onion-Routing?

Um eine gewisse Anonymität im Netz zu erreichen, surft man im Tor-Netzwerk unter einer stetig veränderten IP-Adresse von Rechner-Knoten zu Rechner-Knoten, bevor man letztendlich die Zielseite ansteuert. Das sogenannte Onion-Routing ist ein Verschlüsselungsprinzip, bei dem jeder Server auf dem Weg nur die Adresse seines Vorgängers und des Nachfolgers kennt. Dabei lässt sich die Technik dahinter anschaulich anhand einer Zwiebel erklären: Man muss sich vorher durch mehrere Schalen arbeiten, bevor man zum eigentlichen Inhalt gelangt.

Somit wird eine Rückverfolgung zu einer echten Herausforderung für alle, die einen Nutzer ausspionieren wollen. Entschließt man sich im weiteren Verlauf eine andere Internetseite anzusurfen, wird eine komplett neue Route gewählt, um zum Ziel zu kommen. Vor dem Gebrauch des Tor Browsers lohnt sich ein erster Blick auf die eigene Grundeinstellung zu dieser Thematik, denn wer sowieso recht freizügig im Netz unterwegs ist und keine anonyme Vorgehensweise mit dem Tor Browser praktiziert, der surft zum Teil nur äußerst langsam ohne nachhaltigen Effekt.

Foto von Dennie Beneke
(@deBeneke)
Für alle, die sicher im Netz unterwegs sein möchten

Vorab lässt sich sagen: Wer den Tor Browser nutzt, surft deutlich anonymer durch das Netz als ein Nutzer der gängigen Webbrowser. Die schlanke Freeware lässt sich zudem einfach auf einem portablen Speicher installieren und darüber hinaus auch intuitiv bedienen. Die innovative Zwiebeltechnik führt den User auf der Reise durch das Netz über gesicherte und verschlüsselte Knotenpunkte von Gleichgesinnten, bevor man zum eigentlichen Suchergebnis gelangt.

Allerdings muss man mit zum Teil deutlich spürbaren Einbußen bei der Surf-Geschwindigkeit rechnen. Dennoch macht der kostenlose Tor Browser einen guten Job und erschwert Dritten das Ausspionieren und Tracken der eigenen Gewohnheiten ungemein. Wer die eigene Privatsphäre schützen möchte, sollte sich das praktische Add-on also definitiv etwas genauer anschauen.

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Das Interface des Tor Browsers

Nach der unkomplizierten Installation des kostenlosen Tor Browsers erscheint die hier zu sehende Benachrichtigung. Praktischerweise findet sich hier auch ein Link, der den Nutzer auf die Informationsseite des Herstellers weiterleitet.

Die Einwahl in das Tor Netzwerk

Bevor man anonym lossurfen kann, muss sich der Browser erst mit dem Tor-Netzwerk verbinden. Nur so kann sichergestellt werden, dass die eigenen digitalen Spuren nicht zurückverfolgt werden können.

Der Tor Browser - Optionen und Einstellungen

Praktischerweise lässt sich der kostenlose Tor Browser individuell an die eigenen Bedürfnisse anpassen.

Der Tor Browser kann auch konfiguriert werden

Über die Einstellungen kann man den Tor Browser konfigurieren oder sich einfach direkt in das Tor-Netzwerk einwählen.