VirtualBox im Netz.de Test

Die VirtualBox erzeugt eine virtuelle Maschine, in der ein Gastbetriebssystem ausgeführt werden kann. So kann ein fremdes System testweise zum Laufen gebracht werden - ideal für zukünftige Umsteiger.

  • Testen ohne Installation: Um ein Betriebssystems ausführlich testen zu können, muss dieses nicht extra installiert werden
  • Rundum-sorglos-Paket: Dank VirtualBox wird aus der virtuellen Maschine ein voll funktionsfähiges Betriebssystem
  • Praktische Sicherungspunkte: Die Software kann das simulierte System in jedem beliebigen Zustand abspeichern
Beim Starten von VirtualBox öffnet sich dieses Fenster

Beim Starten von VirtualBox öffnet sich dieses Fenster. Von hier aus lassen sich die virtuellen Maschinen erzeugen, verwalten und verändern.

VirtualBox legt Sicherungspunkte an

Mit Sicherungspunkten lässt sich die virtuelle Maschine zu einem festen Zeitpunkt speichern, auf den später wieder zurückgekehrt werden kann.

Die VirtualBox verwendet gemeinsame Ordner

Mit gemeinsamen Ordnern ermöglicht man der virtuellen Maschine den Zugriff auf einen Teil des Dateisystems. So können Dateien von beiden Betriebssystemen genutzt werden.

VirtualBox - Die Einstellungen

VirtualBox ermöglicht es einige Einstellungen an der virtuellen Maschine zu ändern. Dazu gehören unter anderem die Speichermedien.

VirtualBox und Ubuntu

Getestet wurde Ubuntu in VirtualBox. Mit den installierten Gasterweiterungen lässt sich auch ein Internetzugriff einrichten.

Die verschiedenen Bildschirmmodi von VirtualBox VM

Das Fenster der virtuellen Maschine kann in unterschiedlichen Modi dargestellt werden: Vollbild, nahtlos und skaliert.

Unsere Gesamtwertung
9,0 / 10
  • Funktion:
    9.5
  • Bedienung:
    8.0
  • Performance:
    9.5

VirtualBox downloaden

Hersteller:  Oracle Corporation
Vorteile
  • Hardware kann auch in der virtuellen Umgebung verwaltet werden
  • Mobil einsetzbar
  • Unterstützt die meisten bekannten Betriebssysteme
Nachteile
  • Man sollte sich mit der Materie auskennen, um die Software voll nutzen zu können

VirtualBox - Für alle, denen ein Betriebssystem nicht ausreicht

Eine virtuelle Maschine ist eine Laufzeitumgebung, in der die Hardware des sogenannten "Gastgeberrechners" ein fremdes Betriebssystem ausführt. Dieses Gastbetriebssystem nutzt dieselben Rechenkapazitäten, wie das Gastgebersystem, jedoch nicht dieselben Schnittstellen. Stattdessen werden Zugriffe auf das simulierende System umgeleitet, sodass der simulierte Computer im Fenster ausgeführt werden kann.

VirtualBox ist ein Beispiel für eine Software, die eine solche virtuelle Maschine erzeugt. Mit VirtualBox lassen sich im Handumdrehen verschiedene Systeme aufsetzen und nutzen. Einige Hardwareeinstellungen, wie etwa der verfügbare Arbeitsspeicher und die Festplattengröße, werden vom Nutzer beim Erstellen des simulierten Computers vorgenommen. Daraufhin wird ein Betriebssystem von einer CD, DVD, USB-Stick oder aus einer sogenannten Image-Datei installiert und eingerichtet.

So wird VirtualBox in erster Linie genutzt um Betriebssysteme, wie aktuell die Vorabversionen von Windows 10, zu testen. Darüber hinaus lässt sich eine virtuelle Maschine auch einsetzen, um Programme auszuführen, die für ein anderes Betriebssystem entwickelt wurden. So können auch alte PC-Spiele wieder ausgeführt werden, die auf neuen Betriebssystemen nicht mehr funktionieren.

VirtualBox simuliert Systeme im Rahmen der gegebenen Kapazitäten

Gut zu wissen

Praktischerweise kann der virtuelle Computer auch mobil von einem USB-Stick aus genutzt werden.

Selbstverständlich ist klar, dass zu einem Computer weitaus mehr gehört, als nur das Betriebssystem. Damit die virtuelle Maschine auch richtig funktioniert, müssen sogar noch höhere Anforderungen erfüllt werden, als für einen echten Computer, denn das Gastgebersystem und die Laufzeitumgebung verbrauchen auch Ressourcen.

Natürlich lässt sich vom Nutzer auch einstellen, wie leistungsstark die simulierte Hardware ist. Wie zu erwarten stellen die Kapazitäten des Gastgebersystems die Grenze dar. So kann man dem Gast keine 16 Gigabyte Arbeitsspeicher zur Verfügung stellen, wenn nur 8 vorhanden sind.

Virtuelle Festplatten im Handumdrehen verwalten

Was VirtualBox kann ist alles, was es rund um die virtuelle Maschine zu tun gibt: Das Ausführen unterschiedlicher Betriebssysteme, Erzeugen und Verwalten virtueller Festplatten und verschiedene Einstellungen des System vornehmen. Von VirtualBox werden unter anderem verschiedene Distributionen von Windows, Linux und Mac OS unterstützt. Virtuelle Festplatten erfüllen den Zweck einer vollständigen Virtualisierung der Schnittstellen.

Statt der SATA-Schnittstelle des physikalischen Speichers - also der realen Festplatte - wird eine simulierte Schnittstelle verwendet, die mit der virtuellen Festplatte verbunden ist. Solche virtuelle Festplatten werden von VirtualBox in den Formaten VDI, VMDK, VHD, HDD, QED und QCOW abgespeichert. Die unterschiedlichen Formate ermöglichen zum Beispiel eine dynamische Speichernutzung, sodass nicht zwangsweise "echter" Speicher belegt werden muss.

Des Weiteren lässt sich die virtuelle Maschine in VirtualBox auch nach dem Erzeugen manipulieren. So lassen sich zum Beispiel noch einige Einstellungen an Prozessor Grafikspeicher, Audio- und Netzwerkeinstellungen vornehmen. Voraussetzung ist immer, dass das Gastgebersystem mindestens dieselben Anforderungen erfüllt.

VirtualBox nutzt das volle Potenzial der virtuellen Maschine

Für den Test eines Betriebssystems benötigt man nicht viel mehr, als ein System und grundlegende Peripherie, also Ein- und Ausgabegeräte. Der volle Funktionsumfang von VirtualBox beinhaltet jedoch noch weitere Funktionen, die die Nutzererfahrung noch verbessern. Zum Beispiel können Sicherungspunkte eingerichtet werden, wodurch die virtuelle Maschine in einem bestimmten Zustand gespeichert wird. Zu diesem Sicherungspunkt kann später direkt zurückgekehrt werden.

Neben der virtuellen Festplatte kann man es der virtuellen Maschine auch ermöglichen auf Verzeichnisse der echten Festplatte zuzugreifen. Diese Funktion lässt sich nutzen, damit sowohl Gast, als auch Gastgeber auf bestimmte Dateien zugreifen können. Denselben Zweck erzielt man natürlich auch, indem man jene Dateien per Drag-and-Drop hin und her verschiebt. Handelt es sich allerdings um besonders große Datenmengen, so bietet sich erstere Möglichkeit eher an.

VirtualBox und Ubuntu

Mit den installierten Gasterweiterungen lässt sich auch ein Internetzugriff einrichten.  

VirtualBox und Ubuntu

Mit den installierten Gasterweiterungen lässt sich auch ein Internetzugriff einrichten.  

Außerdem kann man mit VirtualBox auch den direkten Zugriff auf Schnittstellen und andere Laufwerke ermöglichen, auch dahingehend, dass die virtuelle Maschine dann doch eine ganze Festplatte nutzen kann oder eine Internetverbindung besteht. Zu guter Letzt gibt VirtualBox seinen Nutzern auch die Möglichkeit virtuelle Maschinen zu portieren. Der virtuelle Rechner kann also auch bequem auf einem USB-Stick mitgenommen werden.

Vorkenntnisse erleichtern den Umgang mit der Software

Um mit VirtualBox gut arbeiten zu können, sollte man ein wenig Vorwissen oder eine gute Anleitung mitbringen, da gerne mal etwas nicht richtig funktioniert, etwa wenn man Häkchen bei den Hardwareeinstellungen falsch setzt oder der virtuellen Maschine nicht genug Arbeitsspeicher zur Verfügung stellt.

Zwar fordert das Arbeiten mit VirtualBox teilweise einiges an Geduld, wenn aktuelle Betriebssysteme ordentlich laufen sollen, allerdings bietet es eine sehr gute und nicht allzu aufwendige Möglichkeit, um diese zu testen oder Programme solcher Systeme zu nutzen.

Foto von Sven Schäfer
(@kreativfrei)
Die virtuelle Maschine als sichere Testumgebung

VirtualBox ist sehr gut dazu geeignet, um sich ein eigenes Bild von einem Betriebssystem zu schaffen - ohne dass man es installieren muss. Gerade für Open-Source-Projekte, wie die verschiedenen Linux-Distributionen, lohnt es sich, eine virtuelle Maschine zum Testen zu verwenden.

So muss das System nicht erst auf einem echten Computer installiert und womöglich das alte Betriebssystem vorher gelöscht werden. Allerdings ist dennoch eine Nutzerlizenz notwendig, wenn man kostenpflichtige Systeme ausprobieren möchte. Nichtsdestotrotz bietet VirtualBox einiges an Potenzial und ist ein ideales Programm für derartige Tests.

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Beim Starten von VirtualBox öffnet sich dieses Fenster

Beim Starten von VirtualBox öffnet sich dieses Fenster. Von hier aus lassen sich die virtuellen Maschinen erzeugen, verwalten und verändern.

VirtualBox legt Sicherungspunkte an

Mit Sicherungspunkten lässt sich die virtuelle Maschine zu einem festen Zeitpunkt speichern, auf den später wieder zurückgekehrt werden kann.

Die VirtualBox verwendet gemeinsame Ordner

Mit gemeinsamen Ordnern ermöglicht man der virtuellen Maschine den Zugriff auf einen Teil des Dateisystems. So können Dateien von beiden Betriebssystemen genutzt werden.

VirtualBox - Die Einstellungen

VirtualBox ermöglicht es einige Einstellungen an der virtuellen Maschine zu ändern. Dazu gehören unter anderem die Speichermedien.

VirtualBox und Ubuntu

Getestet wurde Ubuntu in VirtualBox. Mit den installierten Gasterweiterungen lässt sich auch ein Internetzugriff einrichten.

Die verschiedenen Bildschirmmodi von VirtualBox VM

Das Fenster der virtuellen Maschine kann in unterschiedlichen Modi dargestellt werden: Vollbild, nahtlos und skaliert.