Vivaldi im Netz.de Test

Bei dem Webbrowser Vivaldi wird der Fokus insbesondere auf eine optimierte Navigation gelegt - und auch in Bezug auf die Performance will die Software den Platzhirschen Firefox und Chrome gehörig Konkurrenz machen.

  • Quick Command: Sämtliche Funktionen des innovativen Browsers sind bei Bedarf auch direkt über Kurzbefehle anwählbar
  • Notizen gegen Vergesslichkeit: Webseiten können mit Notizzetteln versehen werden, die sogar Screenshots aufnehmen
  • Rasches Anwählen von Favoriten: Über die Speed-Dial-Funktion werden Favoritenseiten mit nur einem Klick aufgerufen
Die Ansicht der Programmoberfläche von Vivaldi mit Speed-Dial

Vivaldi glänzt vor allem optisch, beeindruckt aber auch in Sachen Navigation. Auch wenn der Browser derzeit noch nicht fertiggestellt ist, lässt sich bereits erahnen, dass Firefox und Co bald Konkurrenz vom Opera-Nachfolger bekommen könnten.

Die Favoritenliste von Vivaldi

Natürlich bietet Vivaldi auch einige Standardfunktionen an, so zum Beispiel die Möglichkeit, Lesezeichen anzulegen. Der Browser bringt hierfür bereits einige festgelegte Kategorien mit.

Die Einstellungsoptionen für Webseiten in Vivaldi

Für jede Webseite, die über Vivaldi aufgerufen wird, dürfen unterschiedliche Einstellungen vorgenommen werden. So kann man beispielsweise vermeiden, dass Bilder geladen werden oder man lässt sich eine Website in Schwarz-Weiß anzeigen.

Vivaldi bietet eine eigene Notizfunktion für Facebook

Jede Webseite kann über die Notizfunktion mit wichtigen Informationen ergänzt werden. Auch Dateien oder Screenshots dürfen hier hinterlegt werden. So lassen sich ganze Webseiten mit Vivaldi effektiv verwalten.

Die Einstellungen für Tabs in Vivaldi

In den Optionen sind jede Menge Einstellungsmöglichkeiten vorhanden, insbesondere was das Erscheinungsbild von Vivaldi und die Anordnung von Tabs anbelangt.

Die Importfunktion für Firefox-Daten in Vivaldi

Über die Importfunktion können Lesezeichen, Verlauf, Passwörter und favorisierte Suchmaschinen zu den Einstellungen für Vivaldi hinzugefügt werden.

Unsere Gesamtwertung
8,0 / 10
  • Funktion:
    7.5
  • Bedienung:
    8.5
  • Performance:
    8.0

Vivaldi downloaden

Hersteller:  Vivaldi Technologies
Vorteile
  • Schickes und klares Design
  • Steuerung komplett über Tastatur möglich
  • Zahlreiche Darstellungsmöglichkeiten
  • Ermöglicht Kacheldarstellung von Webseiten
  • Integrierte Importfunktion
  • Hervorragende Navigation
Nachteile
  • Einige Funktionen sind noch nicht verfügbar

Vivaldi - Der durchorganisierte Webbrowser

An Webbrowsern gibt es wahrlich keinen Mangel. Da mag man sich vielleicht fragen, warum immer wieder neue Alternativen auf den Markt kommen, um den Marktführern Firefox und Chrome Konkurrenz zu machen. Einer dieser alternativen Browser nennt sich Vivaldi, der ab sofort als finale Version zum kostenlosen Download bereitsteht.

Bei Vivaldi handelt es sich um ein neues und innovatives Projekt des ehemaligen Opera-CEO Jon von Tetzchner und seinem erfahrenen Entwicklerteam. Der alternative Webbrowser besticht auf den ersten Blick vor allem durch die ansprechende und aufgeräumte Optik, sowie durch die fortschrittliche und intuitive Navigation.

Technisch basiert Vivaldi auf dem Chromium-Projekt, verbirgt Blink- und V8-Engine unter der Haube und weiß daher auch in Sachen Performance zu überzeugen. Mittlerweile gibt es den modernen Webbrowser sogar mit einem deutschen und vielen weiteren Sprachpaketen.

Vivaldi punktet mit einem ansprechenden und klaren Design, zahlreichen Optionen zur individuellen Anpassung und zudem mit einer optimierten Navigationsstruktur. Tabs können auf Wunsch nun als Spalten nebeneinander angeordnet werden, es gibt nutzerfreundliche Schnellsprungoptionen für favorisierte Webseiten, eine optimierte Bedienung per Tastatur und einige weitere Extras, wie die Möglichkeit, die Anzeige von Bildern auf Webseiten abzuschalten.

Vivaldi ist optisch ein echter Hingucker

Seit dem ersten Vivaldi-Preview hat sich mittlerweile viel getan und der Browser lief bereits in der Beta-Phase sehr stabil. Darüber hinaus soll in naher Zukunft sowohl die Sync-Funktion als auch Vivaldi Mail (bekannt unter dem Kürzel "M3") an den Start gehen, ein Browser-integrierter E-Mail-Client, mit welchem man dann direkt aus dem geöffneten Webfenster E-Mails verschicken kann.

Vivaldi bietet eine eigene Notizfunktion für Facebook

Im Notizbereich können Texte, Dateien oder Screenshots für Webseiten hinterlegt werden.  

Quelle: (Screenshot) Vivaldi 

Vivaldi bietet eine eigene Notizfunktion für Facebook

Im Notizbereich können Texte, Dateien oder Screenshots für Webseiten hinterlegt werden.  

Quelle: (Screenshot) Vivaldi 

Während der Installation ist es auf jeden Fall ratsam, den benutzerdefinierten Weg zu beschreiten, da man nur so die Möglichkeit hat, das deutsche Sprachpaket zu aktivieren. Nach der Installation erstrahlt das Menü dann komplett in deutscher Sprache. Optisch macht Vivaldi wie bereits erwähnt einiges her, auch wenn der Name ja eigentlich eher akustischen Hochgenuss garantiert. In der aktuellen Version wird der Browser zudem um eine optimierte Lesezeichenleiste ergänzt.

Hier werden favorisierte und gespeicherte Webseiten aufgelistet, die praktischerweise direkt per Kurzwahl erreichbar sind. Ins Auge sticht zudem die Aktionsleiste, die Vivaldi ganz künstlerisch als Paneele betitelt. Natürlich handelt es sich hierbei nicht um eine Holzverkleidung, viel mehr verstecken sich hinter der vertikal am Programmrand angesiedelten Leiste verschiedene Funktionen, wie unter anderem das Adressbuch oder auch der praktische Notizzettel.

Alles ist auf den Nutzer ausgerichtet

Auf eben jenem Notizblock kann man allerlei Informationen über die besuchten Webseiten sammeln, Notizen dazu erstellen, die gewünschte Seite taggen und sogar Screenshots anheften oder auch Dateien von der eigenen Festplatte mit einer Website in Relation setzen. Diese nutzerfreundliche Ausrichtung lässt Vivaldi auch in anderen Bereichen, vornehmlich der Navigation, nicht missen. Öffnet man einen neuen Tab, präsentiert der Browser in der Kachelansicht eine bunte Auswahl von Webseiten, wie beispielsweise YouTube oder Facebook. Natürlich dürfen die Vorgaben auch durch persönliche Vorlieben ergänzt oder ersetzt werden - Vivaldi setzt hier klar erkennbar auf individualisierbare Funktionen.

Beispielsweise lässt sich hier auch die Favoritenliste darstellen oder man erhält bei Bedarf eine Übersicht über den bisherigen Verlauf. Werden neue Tabs geladen, so ist auf den transparenten Balken der Ladefortschritt zu sehen - das sorgt für mehr Übersicht. Besonderes Augenmerk verdient zudem die Möglichkeit der Kachelansicht von ganzen Webseiten. Sind mehrere Unterfenster zu einer Gruppe sortiert, so findet sich in der ganz unten gelegenen Statusleiste ein Symbol, mit welchem man die Kachelansicht aktivieren kann.

Die Importfunktion für Firefox-Daten in Vivaldi

Verläufe, Lesezeichen, Passwörter und favorisierte Suchmaschinen lassen sich im Handumdrehen importieren.  

Die Importfunktion für Firefox-Daten in Vivaldi

Verläufe, Lesezeichen, Passwörter und favorisierte Suchmaschinen lassen sich im Handumdrehen importieren.  

Daraufhin werden die Seiten entweder vertikal oder horizontal nebeneinander angeordnet. Dies ist besonders praktisch, wenn man Seiten miteinander vergleichen möchte. Die Tabs können darüber hinaus auch angeheftet werden. Wer viele Tabs geöffnet hat, büßt an Übersicht ein. Mit dieser Funktion werden die einzelnen Tabs noch weiter minimiert und an den Rand verschoben, können aber trotzdem jederzeit aufgerufen werden - auf Wunsch übrigens auch per Kurzbefehl.

Vivaldi bietet allerlei Spielereien für Profis mit flinken Fingern

Besonders freuen werden sich diejenigen, die ihren Browser gerne über die Tastatur steuern. Die Tastatursteuerung wurde komplett überarbeitet und User können sämtliche Funktionen von nun an auch bequem über das Keyboard ausführen. Ob nun Tab-Gruppen im Raster gekachelt oder der Zoom halbiert werden soll, die Maus kann man getrost liegenlassen. Alternativ lässt sich Vivaldi - wie bereits aus Opera bekannt - bei Bedarf aber auch über Mausgesten steuern.

Gut zu wissen

Vivaldi kann unter Linux, OS X und Windows genutzt werden.

So lassen sich unter anderem Hyperlinks über nur eine Mausgeste in einem neuen Tabulator öffnen. Gefundene URLs können ganz einfach per Drag-and-Drop in die Leiste gezogen und geöffnet werden. Ist man unterwegs und kann lediglich auf eine verlangsamte Internetverbindung zurückgreifen, bietet Vivaldi eine sehr interessante Option an: man kann für jeden einzelnen Tab festlegen, ob Bilder geladen werden sollen oder nicht. Dies kann bei der Ladegeschwindigkeit der Seite zum Teil enorm helfen. Falls man nicht gänzlich auf visuelles Material verzichten möchte, kann Vivaldi auf die im Cache gespeicherten Daten zurückgreifen und diese darstellen - ein wirklich praktisches Feature.

Ansonsten bietet Vivaldi den Vorteil, dass sich der Browser auf Wunsch automatisch aktualisiert, ohne das sich der User darum kümmern muss. Der Webbrowser steht übrigens nicht nur Windows-Nutzern offen, sondern kann auch auf Linux-Systemen und unter OS X genutzt werden - ab der Version 1.1 jedoch nicht mehr unter Windows XP, Vista oder einer MacOS-Version unterhalb von 10.9, da der Browser nun auf Chromium 50 basiert. Wer sich für einen Umstieg von anderen Browsern zu Vivaldi entschließt, hat außerdem die Möglichkeit des Datenimports. Zumindest der Import aus Firefox klappte während des Tests reibungslos, allerdings sollte es auch mit dem Internet Explorer, Chrome und anderen häufiger verbreiteten Browsern keinerlei Schwierigkeiten geben.

Foto von Sven Schäfer
(@kreativfrei)
Der smarte Alternativ-Browser für Individualisten

Wer gerne und häufig mit vielen Tabs arbeitet, wird mit Vivaldi wahrlich seine Freude haben. Die vielen verschiedenen Möglichkeiten, die Lesezeichen und Tabs zu organisieren sind nicht nur beeindruckend, sondern erweisen sich auch als effizientes Werkzeug in Sachen verbesserter Navigation.

Bis zum nächsten größeren Update muss man noch auf die Sync-Funktion und den integrierten E-Mail-Client verzichten. Einige Codecs besitzt der Browser ebenfalls noch nicht, was mitunter zu Abspielproblemen von Videos führen kann. Insgesamt gesehen wirkt der Webbrowser sehr gelungen, hat aber auch noch etwas Spiel nach oben. Es bleibt mit Spannung abzuwarten, was die Entwickler von Vivaldi noch aus dem Hut zaubern werden.

Sag uns deine Meinung!

Um einen Kommentar zu verfassen, melde Dich an oder registriere Dich jetzt auf Netz.de!

Die Ansicht der Programmoberfläche von Vivaldi mit Speed-Dial

Vivaldi glänzt vor allem optisch, beeindruckt aber auch in Sachen Navigation. Auch wenn der Browser derzeit noch nicht fertiggestellt ist, lässt sich bereits erahnen, dass Firefox und Co bald Konkurrenz vom Opera-Nachfolger bekommen könnten.

Die Favoritenliste von Vivaldi

Natürlich bietet Vivaldi auch einige Standardfunktionen an, so zum Beispiel die Möglichkeit, Lesezeichen anzulegen. Der Browser bringt hierfür bereits einige festgelegte Kategorien mit.

Die Einstellungsoptionen für Webseiten in Vivaldi

Für jede Webseite, die über Vivaldi aufgerufen wird, dürfen unterschiedliche Einstellungen vorgenommen werden. So kann man beispielsweise vermeiden, dass Bilder geladen werden oder man lässt sich eine Website in Schwarz-Weiß anzeigen.

Vivaldi bietet eine eigene Notizfunktion für Facebook

Jede Webseite kann über die Notizfunktion mit wichtigen Informationen ergänzt werden. Auch Dateien oder Screenshots dürfen hier hinterlegt werden. So lassen sich ganze Webseiten mit Vivaldi effektiv verwalten.

Die Einstellungen für Tabs in Vivaldi

In den Optionen sind jede Menge Einstellungsmöglichkeiten vorhanden, insbesondere was das Erscheinungsbild von Vivaldi und die Anordnung von Tabs anbelangt.

Die Importfunktion für Firefox-Daten in Vivaldi

Über die Importfunktion können Lesezeichen, Verlauf, Passwörter und favorisierte Suchmaschinen zu den Einstellungen für Vivaldi hinzugefügt werden.