Windows Tweaker im Netz.de Test

Windows Tweaker kann, neben kleinen kosmetischen Anpassungen, die Sicherheit des Systems erhöhen, Dateien ver- und entschlüsseln, den PC gegen falsche Handgriffe absichern, den Speicherplatz optimieren und einiges mehr.

  • Verschiedene Versionen: Freeware kann bei Bedarf auch auf portablen Speichermedien installiert werden
  • Erhöhte Sicherheit: Verschlüsselt im Handumdrehen einzelne Dateien und schützt zudem auch die sensible Registry
  • Individualisiertes System: Mit dem Gratis-Tool lässt sich Windows nach Belieben an die eigenen Bedürfnisse anpassen
Der Bereich Einschränkungen des Windows Tweakers

Mit einem einfachen Haken einstellen, dass Kennwörter in Windows und IE nicht mehr angezeigt werden können oder das der Bildschirmschoner verändert werden kann.

Der Schnellzugriff für die Systemsteuerung

Hier kann ohne Probleme das Rechts-Klick-Menü deiner Maus bearbeitet werden. So kann ein Schnellzugriff für die Systemsteuerung in das Kontext-Menü des Desktops eingebettet werden.

Das Reiter-System in den Dienstprogrammen von Windows Tweaker

Hier hat man Zugriff auf verschiedene Windows-Funktionen. Neben dem Geräte-Manager und Registry-Editor kann man sich einen Ratgeber zu DirectX angucken.

Die Programmoberfläche von Windows Tweaker nach dem Start

Von hier aus kann man nach dem Start über die Navigation in die verschiedenen Tuning-Bereiche vordringen und Windows Tweaker kennenlernen und befehligen.

Der Windows Tweaker erlaubt verschiedenste Einstellungen

Im Bereich Einschränkungen kann man unter dem Reiter Forscher alle Windows-Tastenkombinationen deaktivieren.

Unsere Gesamtwertung
7,5 / 10
  • Funktion:
    7.5
  • Bedienung:
    7.0
  • Performance:
    8.0

Windows Tweaker downloaden

Hersteller:  Siddharth Srivastava
Vorteile
  • Hilft dabei den PC aufzuräumen und zu strukturieren
  • Legt Wiederherstellungspunkte an
  • Bietet viele Möglichkeiten, um das eigene System zu schützen
  • Steht auch als portable Version zur Verfügung
Nachteile
  • Einige Funktionen können auch ohne das Programm verändert werden
  • Übersetzung teilweise nicht gut durchgeführt

Windows Tweaker - Schnell und einfach zum personalisierten Betriebssystem

Das Kontextmenü verfügt nicht über die Optionen, die ihr für einen Schnellzugriff benötigt, eine eingelegte Disc öffnet einen Mediaplayer nach dem Schließen des Laufwerks ohne nachzufragen von selbst und Windows startet mal - und scheinbar ohne triftigen Grund - den Computer neu. Wem das über kurz oder lang gegen den Strich geht, der kann sich mit Windows Tweaker behelfen.

Wir stellen euch den Download des Tools sowohl in einer installierbaren, als auch in einer portablen Version zum kostenlosen Download bereit. Eine Version der Software kann also ohne Probleme auf einem USB-Stick gespeichert und auf jedem beliebigen System gestartet werden. Auf der Benutzeroberfläche stehen am linken Rand verschiedene Kategorien über die Navigationsleiste zur Auswahl. Diese beinhalten Einstellungsmöglichkeiten für das System selbst, das Kontextmenü, die Wartung und noch viele weitere.

Nach dem Programmstart scheint Windows Tweaker auf den ersten Blick nicht viel herzumachen, da die einzige Auswahl darin besteht, die Bibliotheken ein- oder auszublenden. Aber lasst euch davon nicht abschrecken. Im weiteren Verlauf dieses Reviews wird euch auffallen, dass die Freeware noch einiges mehr zu bieten hat.

Bevor jedoch irgendwelche Änderungen vorgenommen werden, können wir an dieser Stelle nur anraten einen Sicherungspunkt zu erstellen, um im schlimmsten Fall auf eine funktionierende Version zurückgreifen zu können. Praktischerweise lässt sich dieses Backup direkt über die Software erstellen: Einfach in der unteren linken Ecke auf "Optionen" klicken und ''Systemwiederherstellungspunkt erstellen'' anwählen - das spart den umständlichen Umweg über die Systemsteuerung.

Windows herunterfahren und Dateien verschlüsseln

Über die Navigationsleiste auf der linken Seite des Programmfensters kann man ganz einfach auf die verschiedenen Menüpunkte von Windows Tweaker zugreifen. Den Anfang macht der Punkt ''System'' in dem ihr beispielsweise einstellen könnt, ob der PC zukünftig sofort herunterfährt, oder ob er sich erst komplett verabschiedet, wenn alle noch laufenden Programme geschlossen wurden. Dem Installationsassistenten können hier auch gleich noch Administratorrechte zugewiesen werden, um zukünftige Installationen zu vereinfachen oder zu beschleunigen.

Im ''Kontextmenü'' hingegen lassen sich die einzelnen Funktionen des ''Rechtsklick-Menüs'' anpassen. Hier kann beispielsweise eingestellt werden, dass bei Laufwerken direkt die Möglichkeit erscheint sie zu defragmentieren. Auch das Ver- und Entschlüsseln von Dateien kann so deutlich schneller erledigt werden. Ist euch das Kontextmenü zu überladen oder fehlen euch diverse Menüoptionen, könnt ihr über den Unterpunkt "Senden an" kurzerhand entscheiden, das Menü zu erweitern oder gegebenenfalls von unnötigen Befehlen zu befreien.

Designs und Autostartfunktionen mit Windows Tweaker anpassen

Das Aussehen des Windows Explorers ist funktional gehalten und richtet den Blick auf die wichtigen Aufgaben eines Dateimanagers. Diesem eher zweckmäßigen Design fehlt jedoch eine ansprechende Optik. Der Unterpunkt "Anzeige" hat deshalb ein paar Design-Anpassungen in petto, um den Explorer aufzuwerten. Neben einfachen Farbänderungen lässt sich das Explorer-Fenster anpassen, die Rahmengröße wird mit wenig Mühe schmaler, Windows Animationen verschwinden und der Abstand zwischen den Desktop-Symbolen kann im Handumdrehen verändert werden.

Unter dem Menüpunkt ''Orte'' könnt ihr hingegen das ''Öffnen mit''-Menü modifizieren. Dateien mit unbekannten Endungen werden sofort mit einem Programm eigener Wahl geöffnet. Die Autostartfunktion zu verwalten und unwichtige Programme davon auszuschließen, führt zu einem schnelleren Systemstart. Je weniger Programme beim Hochfahren ausgeführt werden, desto schneller ist Windows betriebsbereit.

Spezialordner erstellen und Auto-Neustart unterbinden

Ordner mit irreführenden Ordnernamen (beispielsweise COM1 oder LPT3) können normalerweise unter Windows nicht angelegt werden. Das Betriebssystem reserviert sich diese Bezeichnungen für seine eigenen Belange. Dennoch müssen diese Ordner ab und zu angelegt werden um etwa Freigaben für Programme oder Mods erstellen zu können. Windows Tweaker hat jedoch auch für dieses Problem die passende Antwort parat.

Im Unterpunkt ''Spezialordnernamen'' der Kategorie ''Aufgaben'' kann über ein Drop-Down-Menü die Art des Ordners festgelegt werden, um dann über die angrenzende Schaltfläche den Pfad für die Neuerstellung auszuwählen. Neben dem Anlegen von Spezialordnern kann man das System zu einem selbstgesetzten Zeitpunkt automatisch herunterfahren oder neu starten - nützlich, wenn Updates ausgeführt werden, die einen Neustart des Betriebssystems erfordern.

Darüber hinaus lassen sich die Autostart-Optionen für angeschlossene oder eingelegte Medien ohne viel Vorwissen unter dem Menüpunkt ''Eigenschaften'' einstellen. Ein Beispiel dafür ist der unterbundene Autostart für das DVD-Laufwerk, nachdem ein neuer Medienträger eingelegt wurde. Besonders ärgerlich ist der erzwungene Neustart von Windows, um seine eigenen Updates durchzuführen. Dies kann in den Einstellungen ebenfalls verhindert werden - was beispielsweise bei größeren Downloads sehr hilfreich ist, die über Nacht heruntergeladen werden.

Erhöhte Sicherheit für das System und Schutz gegen falsche Handgriffe

Sowohl im privaten als auch im beruflichen Alltag entstehen nicht selten unangenehme Situationen, die eure Privatsphäre betreffen. Im Bereich ''Anmelden'' finden sich daher die erweiterten Möglichkeiten, um mit relativ einfach gehaltenen Mitteln den Schutz eures Systems und eurer Privatsphäre zu stärken. Ohne großen Aufwand könnt ihr zum Beispiel Passwörter für den Bildschirmschoner erstellen, um Unbefugten den Zugriff zu verweigern.

Ein schnelleres Hochfahren des Systems kann mit dem automatischen Anmelden erreicht werden. Wenn der PC vollständig hochgefahren ist, wird ein persönlicher Sound abgespielt, der über Windows Tweaker in das System integriert wurde.

Falsche oder versehentlich getätigte Handgriffe gehören dank der Freeware ebenso der Vergangenheit an, denn das Tool ermöglicht unter dem Menüpunkt ''Einschränkungen'' die Deaktivierung von Funktionen. So lässt sich unter anderem vermeiden, dass Windows automatische Updates erlaubt oder Einstellungen in der Registry vorgenommen werden können – hier nehmen besser nur Fachkundige Zugriff drauf. Um das System schneller zu machen, lassen sich hier auch die Animationen der Taskbar abschalten.

Speicherplatzsicherung beim Start und Verwaltung der Festplatten

Die ''Wartung'' ist der Bereich, in dem die Windows Fehlerberichte unterbunden werden können. Eine Performance-Steigerung des PCs durch eine Boot-Defragmentierung hier übrigens gleich mit eingestellt werden. Dies macht das Hochfahren zwar ein wenig langsamer, steigert auf lange Sicht jedoch die Leistung des Computers und verringert zudem die Wahrscheinlichkeit, dass sich das System aufhängt. Falls wider Erwarten doch mal ein Bluescreen auftritt, kann man hier ebenso einstellen, wie der PC darauf reagieren soll.

Im Bereich ''Dienstprogramme'' könnt ihr - natürlich auch während der Computer läuft - eine Defragmentierung durchführen und die Laufwerke so von unnötigem Ballast befreien. Hier findet man, neben der eigentlichen Defragmentierung, auch die vollständige Festplattenbereinigung, um HDDs radikal zu säubern. Nach der gründlichen Säuberung kümmert sich Windows Tweaker anschließend um die Partitionierung, was für ein deutlich übersichtlicheres Datenmanagement sorgt.

Foto von Eike Betsch
(@bulltosh)
Windows frisieren leicht gemacht

Windows Tweaker verbraucht fast keine Systemressourcen und man kann vorgenommene Änderungen immer wieder mit nur einem Klick auf die Standardeinstellungen zurücksetzen. Trotz sehr einfacher Handhabung hätten wir uns trotzdem eine Hilfe-Option gewünscht.

Auch wenn die Übersetzung in die deutsche Sprache teilweise nicht ganz ausgereift ist, kann man Windows Tweaker trotzdem jedem Benutzer ans Herz legen, da es im Test ohne Probleme lief und mit einer breiten Funktionspalette daherkommt. Von einer einfachen Logoänderung bis hin zur Einschränkung von Nutzungsrechten – dieses Tuning-Tool kann helfen!

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Mit einem einfachen Haken einstellen, dass Kennwörter in Windows und IE nicht mehr angezeigt werden können oder das der Bildschirmschoner verändert werden kann.

Der Schnellzugriff für die Systemsteuerung

Hier kann ohne Probleme das Rechts-Klick-Menü deiner Maus bearbeitet werden. So kann ein Schnellzugriff für die Systemsteuerung in das Kontext-Menü des Desktops eingebettet werden.

Das Reiter-System in den Dienstprogrammen von Windows Tweaker

Hier hat man Zugriff auf verschiedene Windows-Funktionen. Neben dem Geräte-Manager und Registry-Editor kann man sich einen Ratgeber zu DirectX angucken.

Die Programmoberfläche von Windows Tweaker nach dem Start

Von hier aus kann man nach dem Start über die Navigation in die verschiedenen Tuning-Bereiche vordringen und Windows Tweaker kennenlernen und befehligen.

Der Windows Tweaker erlaubt verschiedenste Einstellungen

Im Bereich Einschränkungen kann man unter dem Reiter Forscher alle Windows-Tastenkombinationen deaktivieren.