Vom Benchmark bis zum Voice-Chat

Auf die Werkbank mit dem Prozessor

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Bei dem derzeitigen Hype um immer leistungsfähigere Grafikkarten wird häufig übersehen, dass der Prozessor eine fast genauso wichtige Rolle bei modernen Games spielt, in denen komplexe, offene, belebte Welten immer mehr zum Standard werden. Wie verhält sich die KI in welchem Szenario? Wie interagieren und bewegen sich Objekte innerhalb dieser Spielwelt? Wo werden Partikel-Effekte generiert und nach welchen Regeln verhalten sie sich?

Cinebench: Ein Hoch auf das Handwerk

Stark vereinfacht formuliert: Das, was auf dem Bildschirm passiert, muss Sinn ergeben oder zumindest gemäß einer gewissen Logik geschehen, damit sich die Grafikkarte auf eben dieser Grundlage austoben kann - und genau dafür ist der Prozessor, die 'CPU', zuständig. Ist sie dazu nicht imstande, nützt euch die teuerste Grafikhardware nur wenig. Eine halbwegs akkurate Faustregel zum Angeben in der Kneipe wäre etwa: Die CPU ist der Handwerker, die Grafikkarte der Künstler. Bastelt der Handwerker keine ausreichend stabile Leinwand, kann der Künstler auch nichts Gescheites malen.

Nach diesem kleinen Exkurs ist hoffentlich deutlich geworden: Ihr werdet wissen wollen, wozu euer Prozessor fähig ist. Um das herauszufinden, gibt es eine ganze Reihe an sogenannten 'Benchmark'-Programmen, die eure Hardware so richtig auf Trapp bringen, um die Leistung im Anschluss, meist in Form einer Punktzahl, zu bewerten. Eine der meist genutzten Softwares für diesen Zweck ist 'Cinebench'.

Die fertige Szene aus einem Benchmark mit Cinebench. Sieht unspektakulär aus, die Berechnung der 2.000 Objekte aus insgesamt 300.000 Polygonen, komplizierten Reflexionen und mehr bringt Prozessoren aber an ihre Grenzen.

Quelle: (Maxon)  Cinebench 

Die fertige Szene aus einem Benchmark mit Cinebench. Sieht unspektakulär aus, die Berechnung der 2.000 Objekte aus insgesamt 300.000 Polygonen, komplizierten Reflexionen und mehr bringt Prozessoren aber an ihre Grenzen.  

Quelle: (Maxon)  Cinebench 

Cinebench stellt euren Hauptprozessor vor eine Aufgabe, für die er alle Reserven mobilisieren und sich so richtig ins Zeug legen muss: Das Berechnen einer komplexen 3D-Szene inklusive Licht- und Schatteneffekten, Kantenglättung und weiteren rechenaufwendigen Operationen. Am Ende erhaltet ihr eine Punktzahl - ist diese vierstellig, müsst ihr euch in absehbarer Zeit definitiv keine Gedanken um einen neuen Prozessor machen. Auch CPUs im oberen dreistelligen Bereich kommen mit den meisten modernen Games noch mühelos zurecht.

Liegt ihr darunter und wollt auch in Zukunft aktuelle Spiele flüssig zocken, werdet ihr euren Prozessor wohl demnächst übertakten oder gleich einen neuen besorgen müssen. Zum Beispiel diesen Intel i7-7700K aus der gehobenen Mittelklasse. Eine ausführliche Liste sämtlicher derzeit erhältlicher Prozessoren inklusive Cinebench-Punktzahl findet ihr beispielsweise auf dem Vergleichsportal 'CPU-Monkey'. Das Benchmark-Programm Cinebench gibts zum kostenlosen Download auf der Seite des Herstellers Maxon.

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