Vom Benchmark bis zum Voice-Chat

5 kostenlose Tools, die jeder PC-Gamer braucht

Geschätzte Lesezeit: ca. 7 Minuten

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von Sebastian Hardt (@hardtboiled)-

Tools, die versprechen das Gaming-Erlebnis am PC entscheidend zu verbessern, gibt es wie Sand am Meer. Und tatsächlich existieren eine Handvoll Programme, die fürs Zocken am Windows-Rechner essentiell sind. Hier sind 5 kostenlose Tools, die auf keinem Gaming-Rechner fehlen sollten.

'Discord' hat gerade mal drei Jahre auf dem Buckel, die Gaming-Welt mit heute fast 100 Millionen Nutzern weltweit aber schon längst erobert - und das nicht zu Unrecht. Die kostenlose Software ist quasi ein Muss für jeden Gamer, der sich via Voice-Chat mit seinen Mitspielern koordinieren oder beim Zocken einfach ein wenig in Gesellschaft sein möchte.

Discord lässt sich problemlos dort installieren, wo man es braucht - auch auf dem Smartphone.

Quelle:  Discord 

Discord lässt sich problemlos dort installieren, wo man es braucht - auch auf dem Smartphone.  

Quelle:  Discord 

Discord: Einfacher kommt ihr nicht ins Gespräch

Das Kommunikationstool ist insbesondere wegen der völlig unkomplizierten Benutzerführung so beliebt. Gleichzeitig trumpft Discord quasi mit allen Funktionen auf, die Konkurrenten wie 'Skype' und insbesondere 'Teamspeak' so erfolgreich gemacht haben - ohne euch Gebühren für einen Server löhnen zu lassen.

Praktisch ist ferner, dass sich Discord nicht nur wie gewohnt als Client-Software auf dem PC installieren lässt. Wem es lieber ist, der lässt beim Spielen einfach ein Browser-Fenster mit der Webanwendung geöffnet. Sogar an eine Smartphone-App für iOS- und Android-Geräte haben die Entwickler gedacht. Herunterladen könnt ihr dieses Must-Have für Gamer auf der Webseite von Discord.

Nie wieder Unordnung in der Spielesammlung

Je nach Hersteller und/oder Publisher werden PC-Spiele heute über die verschiedensten Spieledienste gestartet und sind entsprechend nur darüber erreichbar. 'Steam' ist die wohl bekannteste herstellerübergreifende Plattform. Aber auch Publisher wie Electronic Arts, Blizzard oder Ubisoft vertreiben ihre Games mitunter über eigene Dienste, was schnell zu Verwirrung führen kann: Worüber starte ich noch mal das Game? War es 'Origin' oder habe ich es doch in meiner Steam-Bibliothek? Mit der 'Launchbox' ist das ein Problem von gestern.

Launchbox bringt Ordnung in die Spielesammlung

Der Launcher vereint alle auf dem System gespeicherten Spiele unter einem Dach, unabhängig von der Spieleplattform, mit der ihr es installiert habt. Retro-Fans dürfte besonders freuen, dass Launchbox außerdem Emulatoren für unzählige Retro-Konsolen unterstützt. Damit ihr bei der Fülle an Games dann nicht den Überblick verliert, lassen sich sämtliche Games außerdem nach Genres, Hersteller und einer Handvoll weiterer Kategorien sortieren - das Spiel eurer Wahl ist also in null Komma nichts startbereit.

Ein weiteres Plus von Launchbox ist die riesige, hingebungsvolle Community: Ihr findet zu fast jedem erdenklichen Spiel Screenshots, Beschreibungen und Fan-Zeichnungen, die sich sogar als Hintergrundbild festlegen lassen. PC-Spieler, die Ordnung in ihre Sammlung bringen wollen, laden sich den Launcher auf der Webseite von Launchbox herunter.

Von schärferen Texturen bis zum Kothaufen am Stock

Mods sind für viele PC-Spieler das Salz in der Suppe. Gerade Fan-Lieblinge wie 'The Elder Scrolls V: Skyrim' von 'Bethesda', das knüppelharte 'Dark Souls' oder Taktikgeschacher wie 'XCOM 2' machen vielen Gamern erst dann richtig Spaß, wenn sie sie mit 'Mods' ganz nach ihren Wünschen anpassen können. Zum Glück gibt es zahllose Modder, die die Spieleerweiterungen kostenlos für alle Welt zur Verfügung stellen - seien es neue Benutzeroberflächen für das Inventar, hochauflösende Texturpakete oder mächtige Waffen für den Dovahkiin - wie zum Beispiel den Kothaufen am Stock.

Für Skyrim gibt es unzählige Mods. Viele davon sind nützlicher, andere wiederum - wie die hier abgebildete - eher kosmetischer Natur.

Quelle: (user619)  Deviant Art 

Für Skyrim gibt es unzählige Mods. Viele davon sind nützlicher, andere wiederum - wie die hier abgebildete - eher kosmetischer Natur.  

Quelle: (user619)  Deviant Art 

Modden ohne Stress mit dem Nexus Mod Manager

Sich die passenden Mods herauszusuchen, sie korrekt zu installieren, zu verwalten und auf dem neusten Stand zu halten - das allerdings überfordert zuweilen auch fortgeschrittene PCler. Zum Glück gibt es Programme wie die Open-Source-Software 'Nexus Mod Manager', die das alles fast automatisch für euch erledigt.

Leider unterstützt Nexus Mod Manager nur eine verhältnismäßig kleine Auswahl an Games, die beliebtesten, Mod-intensiven Spiele aber sind vertreten - die oben genannten zum Beispiel sind dabei, Fallout 3 und 4, The Witcher 3 ebenso sowie einige andere mehr. Zum Download besucht ihr die Webseite von Nexusmods.

Alles rausholen aus der Grafikkarte

Es sind ja nicht nur kommende Titel wie 'Cyberpunk 2077', die die heimische Hardware mit gepfefferten Systemanforderungen ganz schön ins Schwitzen bringen werden. Auch Spiele, die schon mehrere Jahre auf dem Buckel haben, fordern halbwegs moderne Grafikkarten mitunter heute noch heraus. Schließlich lassen sich Spiele wie 'The Witcher 3' oder 'Doom' immer noch ein bisschen hübscher, ein klein wenig flüssiger darstellen - wenn man denn weiß wie.

MSI Afterburner quetscht mehr Leistung aus der GPU

Bevor ihr also mit viel Geld neue Grafik-Hardware kauft und damit euren PC aufrüstet, kitzelt doch lieber noch das letzte Quäntchen Leistung aus eurer alten Rechenmühle heraus - zum Beispiel mit einem Programm wie dem 'MSI Afterburner'.

Die kostenlose Tuning-Software gehört zur besten ihrer Art und lässt im Grunde kaum Wünsche offen. Nicht nur zeigt euch die Software sämtliche wichtigen Kennzahlen wie Temperatur, Takt und Ausnutzung an. Vielmehr könnt ihr mit MSI Afterburner an einigen Schrauben drehen, wodurch ihr teils deutlich mehr Leistung aus eurer Hardware holen könnt. Erhöht ihr etwa Takt und Spannung, variiert die Lüftergeschwindigkeit und legt sogar unterschiedliche Profile an - je nachdem, wie anspruchsvoll das Game ist, das eure Grafikkarte gerade schultern muss. Die mit sämtlichen Herstellern kompatible Gratis-Software gibt's als kostenlosen Download bei MSI.

Auf die Werkbank mit dem Prozessor

Bei dem derzeitigen Hype um immer leistungsfähigere Grafikkarten wird häufig übersehen, dass der Prozessor eine fast genauso wichtige Rolle bei modernen Games spielt, in denen komplexe, offene, belebte Welten immer mehr zum Standard werden. Wie verhält sich die KI in welchem Szenario? Wie interagieren und bewegen sich Objekte innerhalb dieser Spielwelt? Wo werden Partikel-Effekte generiert und nach welchen Regeln verhalten sie sich?

Cinebench: Ein Hoch auf das Handwerk

Stark vereinfacht formuliert: Das, was auf dem Bildschirm passiert, muss Sinn ergeben oder zumindest gemäß einer gewissen Logik geschehen, damit sich die Grafikkarte auf eben dieser Grundlage austoben kann - und genau dafür ist der Prozessor, die 'CPU', zuständig. Ist sie dazu nicht imstande, nützt euch die teuerste Grafikhardware nur wenig. Eine halbwegs akkurate Faustregel zum Angeben in der Kneipe wäre etwa: Die CPU ist der Handwerker, die Grafikkarte der Künstler. Bastelt der Handwerker keine ausreichend stabile Leinwand, kann der Künstler auch nichts Gescheites malen.

Nach diesem kleinen Exkurs ist hoffentlich deutlich geworden: Ihr werdet wissen wollen, wozu euer Prozessor fähig ist. Um das herauszufinden, gibt es eine ganze Reihe an sogenannten 'Benchmark'-Programmen, die eure Hardware so richtig auf Trapp bringen, um die Leistung im Anschluss, meist in Form einer Punktzahl, zu bewerten. Eine der meist genutzten Softwares für diesen Zweck ist 'Cinebench'.

Die fertige Szene aus einem Benchmark mit Cinebench. Sieht unspektakulär aus, die Berechnung der 2.000 Objekte aus insgesamt 300.000 Polygonen, komplizierten Reflexionen und mehr bringt Prozessoren aber an ihre Grenzen.

Quelle: (Maxon)  Cinebench 

Die fertige Szene aus einem Benchmark mit Cinebench. Sieht unspektakulär aus, die Berechnung der 2.000 Objekte aus insgesamt 300.000 Polygonen, komplizierten Reflexionen und mehr bringt Prozessoren aber an ihre Grenzen.  

Quelle: (Maxon)  Cinebench 

Cinebench stellt euren Hauptprozessor vor eine Aufgabe, für die er alle Reserven mobilisieren und sich so richtig ins Zeug legen muss: Das Berechnen einer komplexen 3D-Szene inklusive Licht- und Schatteneffekten, Kantenglättung und weiteren rechenaufwendigen Operationen. Am Ende erhaltet ihr eine Punktzahl - ist diese vierstellig, müsst ihr euch in absehbarer Zeit definitiv keine Gedanken um einen neuen Prozessor machen. Auch CPUs im oberen dreistelligen Bereich kommen mit den meisten modernen Games noch mühelos zurecht.

Liegt ihr darunter und wollt auch in Zukunft aktuelle Spiele flüssig zocken, werdet ihr euren Prozessor wohl demnächst übertakten oder gleich einen neuen besorgen müssen. Zum Beispiel diesen Intel i7-7700K aus der gehobenen Mittelklasse. Eine ausführliche Liste sämtlicher derzeit erhältlicher Prozessoren inklusive Cinebench-Punktzahl findet ihr beispielsweise auf dem Vergleichsportal 'CPU-Monkey'. Das Benchmark-Programm Cinebench gibts zum kostenlosen Download auf der Seite des Herstellers Maxon.

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