Erklärt: Die Boss-Formel

Lektion gelernt? Lass sehen!

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Weil er euch zeigt, was ihr schon könnt

Bosse sind dann am besten, wenn der Spieler etwas von ihnen lernen kann. Das können ganz neue Taktiken sein. Oder es sind Gameplay-Bestandteile, die ihr zwar schon kennt, aber noch nicht so recht einzusetzen wisst. Beispiel: Wenn ihr nicht parieren könnt, werdet ihr es in 'Blood Borne' spätestens nach 'Father Gascoigne' ziemlich schwer haben, weshalb euch der Boss diesen Spielstil quasi aufzwingt. Diese sogenannten 'Skill Gates' (abschätzig auch 'Noob Bridge' genannt) gibt es recht häufig in guten Games. Als einen absoluten Klassiker führt Keren 'Ken Oh' an, den ersten Boss von Segas Oldtimer'Shinobi'.

Einige Bosse in Bloodborne warten mit sogenannten 'Skill Gates' auf.

Quelle: (From Software)  PlayStation 

Einige Bosse in Bloodborne warten mit sogenannten 'Skill Gates' auf.  

Quelle: (From Software)  PlayStation 

Hin und wieder gibt es aber auch Bosse, die euch im Gedächtnis bleiben, weil ihr gelernte Fähigkeiten plötzlich modifizieren müsst. So zum Beispiel bei 'Malus' von - schon wieder - 'Shadow of the Colossus'. Nach dem Verlust eures treuen Gauls müsst ihr nun erstmals umdenken und auf Schleichen und Ausweichen setzen, um Malus zu besiegen.

Richtig gute Bosse fragen aber auch Skills ab, die ihr vermeintlich schon bis zur Perfektion gemeistert habt. Wer 'Portal 2' bis zum Ende gespielt hat, wird wohl kaum um die Erkenntnis herum kommen, dass 'Wheatley' eine der besten Bossbegegnungen aller Zeiten ist. Warum? Weil ihr, um ihn besiegen zu können, alles einsetzen müsst, was euch das Spiel bis dahin gelehrt hat. Das Gefühl des Triumphs im Anschluss (und natürlich 'Want You Gone' während der Credits) ist dadurch umso schöner.

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