Steam

Steam - Unverzichtbar für Gamer oder am Ende doch nur heißer Dampf?

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von Sven Schäfer (@kreativfrei)-

Die bekannte Spiele- & Multiplayer-Plattform der Valve Corporation gilt für zahlreiche Gamer als das absolute Nonplusultra - aber warum eigentlich? Wir nehmen Steam im folgenden Artikel etwas genauer unter die Lupe und zeigen Euch, was das Portal so alles zu bieten hat.

Für viele Gamer gehört die Spiele-Plattform Steam schon seit langem zur Grundausstattung - was sich nicht zuletzt auch in den beeindruckenden Userzahlen widerspiegelt. Laut den offiziellen Angaben des Entwicklers Valve sind weltweit mittlerweile über 125 Millionen Nutzer registriert, Tendenz steigend.

Steam bietet aber nicht nur eine große und aktive Community, sondern natürlich auch zahlreiche Spiele aus den verschiedensten Genres, die zum Teil sogar vollkommen kostenlos zu haben sind. Aktuell stehen dem Nutzer über 3.500 Games zur Verfügung, die direkt über die Plattform heruntergeladen werden können.

Plattformübergreifender Client und detailreiches Benutzerkonto

Die verschiedenen Genres bei Steam

Steam hat zahlreiche Games und Anwendungen aus den verschiedensten Genres im Angebot.  

Quelle: (Screenshot)  SteamDB 

Die verschiedenen Genres bei Steam

Steam hat zahlreiche Games und Anwendungen aus den verschiedensten Genres im Angebot.  

Quelle: (Screenshot)  SteamDB 

Seit der Veröffentlichung im September 2003 wurde der Steam-Client immer weiter ausgebaut, optimiert und sowohl für Mac- als auch für Linux-User angepasst. Darüber hinaus funktioniert das Ganze übrigens auch auf sämtlichen Mobilgeräten und diversen TV-Geräten. Ohne diesen Client läuft allerdings nichts, da sich die Games nur über eben diese Software herunterladen und spielen lassen. Der integrierte Shop und die verschiedenen Community-Elemente können darüber hinaus über einen herkömmlichen Browser genutzt werden.

Bevor man sich dem Spielvergnügen uneingeschränkt hingeben kann, muss man sich also zum einen den kostenlosen Steam-Client herunterladen und zum anderen ein Benutzerkonto anlegen. Dank der übersichtlichen Benutzerführung ist beides jedoch recht schnell erledigt. Über den eigenen Account hat man dann unter anderem die Möglichkeit ein persönliches Profil anzulegen, mit der Community zu chatten und das Guthaben aufzuladen. Außerdem können hier Screenshots, InGame-Videos und verdiente Trophäen verwaltet und mit Freunden geteilt werden. Für Einsteiger wirkt das Ganze zu Beginn jedoch etwas unübersichtlich.

Eine Plattform für (fast) alle Lebenslagen

Eine Übersicht der beliebtesten Spiele bei Steam

Dota 2 und CS:Go dominieren derzeit klar die Nutzerstatistiken (Stand: März 2016)  

Quelle: (Screenshot)  SteamDB 

Eine Übersicht der beliebtesten Spiele bei Steam

Dota 2 und CS:Go dominieren derzeit klar die Nutzerstatistiken (Stand: März 2016)  

Quelle: (Screenshot)  SteamDB 

Wenn man den Steam-Client nach der Installation zum ersten Mal startet, wird sich der eine oder andere User aufgrund der facettenreichen Optionsvielfalt möglicherweise etwas verloren fühlen. Über die obere Navigationsleiste kann man unter anderem die Einstellungen aufrufen, die Freundesliste anzeigen lassen und das Support-Team erreichen. Die Hauptnavigation besteht aus dem Shop, der Bibliothek, der Community-Zentrale und dem persönlichen Profil. Auf der linken Seite befindet sich ein weiteres Untermenü, über das man beispielsweise durch die verschiedenen Genres und die bereits heruntergeladenen Spiele navigieren kann.

Wer seine favorisierten Titel schnell und einfach finden möchte, nutzt dazu am besten die praktische Suchfunktion. Hat man das gewünschte Spiel gefunden, reicht ein Klick aus, um direkt auf die dazugehörige Übersichtsseite weitergeleitet zu werden. Dort findet man dann sämtliche Informationen, Trailer-Videos, Screenshots, die Systemanforderungen und natürlich auch die oftmals hilfreichen Nutzerbewertungen. Außerdem kann man sich das Spiel selbst - und alle verfügbaren Erweiterungen - direkt kaufen und ohne weitere Umwege herunterladen.

So macht Shopping Spaß

Der Shop ist sicherlich das Herzstück der Steam-Plattform, denn hier findet Ihr alle verfügbaren Spiele und Programme - übersichtlich nach Kategorien sortiert und in den meisten Fällen auch ausführlich beschrieben. So könnt Ihr entweder direkt nach dem gewünschten Game suchen oder Euch von den Vorschlägen und Angeboten inspirieren lassen.

Neben den momentan absoluten Top-Games wie zum Beispiel Farcry, Homefront, Grand Theft Auto V oder Counter-Strike: Global Offensive, bietet Steam auch zahlreiche Indie-Titel an, die häufig für wenig Geld zu haben sind. Ein kleiner Tipp am Rande: in der Rubrik "Early Access" findet Ihr einige spannende neue Spiele, die Ihr bereits vor dem offiziellen Release ausprobieren könnt.

Die Bibliothek: Alles auf einen Blick

Eine aktuelle Übersicht der Steam-Nutzerzahlen

Die täglichen Nutzer- und Zugriffszahlen zeigen recht deutlich, dass man als Steam-Gamer nicht allein auf weiter Flur ist.  

Quelle:  SteamDB 

Eine aktuelle Übersicht der Steam-Nutzerzahlen

Die täglichen Nutzer- und Zugriffszahlen zeigen recht deutlich, dass man als Steam-Gamer nicht allein auf weiter Flur ist.  

Quelle:  SteamDB 

In der Bibliothek werden alle Spiele aufgelistet, die man sich über die Steam-Plattform heruntergeladen hat. Hier hat man dann unter anderem die Möglichkeit das Spiel direkt über den Client zu starten, sich über die erreichten Errungenschaften und verdienten Trophäen zu informieren oder auch die aktuellen News abzurufen. Praktischerweise finden sich hier auch hilfreiche Guides und Komplettlösungen, die über schwierige Passagen im Spiel hinweghelfen.

Falls Ihr euren Rechner neu aufsetzen müsst, braucht Ihr euch übrigens keine Sorgen um Eure Spiele zu machen. Einmal erworben, lassen sich diese nämlich ohne Probleme immer wieder aufs Neue über den Client herunterladen. Und wenn Ihr den anderen Usern etwas Gutes tun wollt, könnt Ihr zu jeder Zeit eigene Tipps, Lösungen oder Reviews verfassen und den anderen Gamern zur Verfügung stellen.

Mehr als nur heißer Dampf

Mit Steam hat Valve sicherlich etwas geschaffen, was in dieser Form nahezu ungeschlagen ist. Tausende Games, eine riesige Community, zahlreiche nützliche Features und akzeptable Preise machen Steam faktisch konkurrenzlos. Darüber hinaus findet man fast immer Mitspieler und hilfsbereite User, die selten eine Frage unbeantwortet lassen. Ebenfalls erwähnenswert: dank den automatischen Updates bleiben alle Spiele stets auf dem neusten Stand.

Die Möglichkeit, bereits erworbene Spiele an andere Nutzer verkaufen zu können und die aktive Modding-Community runden das Gesamtbild weiter ab. Dem gegenüber stehen allerdings auch Eigenschaften, die Steam negativ ausgelegt werden. Zum einen sollte man sich im Klaren darüber sein, dass zahlreiche Nutzerdaten gesammelt und - wenn auch anonymisiert - an Dritte weitergegeben werden. Zum anderen berichten einige Nutzer immer wieder von teils deutlich spürbaren Performance-Einbußen und erhöhten Installationszeiten.

Darüber hinaus besteht eine gewisse Abhängigkeit vom Steam-Account. Sollte dieser gesperrt werden, beispielsweise bei Zahlungsproblemen, lässt sich keines der vorher erworbenen Games mehr starten. Ebenso muss man leider immer wieder mit Serverausfällen rechnen. Diese halten sich zwar meist in Grenzen, allerdings können sich selbst kurze Störungen beträchtlich auf den Spielspaß auswirken, wenn man ohne vorherige Ankündigung aus dem Spiel geworfen wird.

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