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Zurück in die Vergangenheit

Anno 1800 angekündigt: Erlebt die industrielle Revolution in eurer Stadt

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von Michael Springer -

Gestern hat Ubisoft auf der Gamescom 2017 den siebten Teil der beliebten Aufbausimulations-Reihe 'Anno' offiziell vorgestellt. Nachdem die beiden Vorgänger in der Zukunft spielten, springen die Entwickler mit 'Anno 1800' wieder zurück in die Vergangenheit. Sie setzen im neuen Teil verstärkt auf die Tugenden, die die Reihe erfolgreich gemacht haben.

Das neue Anno 1800 wird im 19. Jahrhundert spielen, einer Zeit, in der mit weitreichenden Umwälzungen und technischem Fortschritt der Grundstein für das Leben gelegt wurde, wie wir es heute kennen. Die industrielle Revolution, die Neuordnung der Wirtschaft, die "Verkleinerung" der Welt durch Eisenbahnen und Dampfschiffe, soziale Reformen, die entstehende Arbeiterbewegung samt ihrer Streiks, die Schattenseiten des Imperialismus und Kolonialismus – all das sollen die Spieler hautnah erleben dürfen.

Anno 1800: Zurück zu den erfolgreichen Wurzeln

'Anno 2205', der bisher letzte Eintrag in der Serie, war grafisch zwar ein Hingucker – spielerisch hat es einen beträchtlichen Teil der Fans jedoch weniger überzeugt. Der Tenor ist in vielen persönlichen Reviews und Kommentaren ähnlich: Ganz nett, aber das richtige Anno-Feeling fehlt. Dieses Feedback haben sich die Entwickler von Blue Byte offenbar zu Herzen genommen. Anno 1800 soll den Spirit der Reihe wieder besser einfangen und den Fans von Aufbaustrategie ein komplettes Paket liefern:

  • Neben einer Story-Kampagne soll es in Anno 1800 einen Endlos-Modus und pünktlich zum Release einen vollwertigen Multiplayer-Modus geben. Um den Wiederspielwert zu erhöhen, setzen die Entwickler auf zufällig generierte Spielkarten.
  • Anders als bei Anno 2205 müssen Produktions- und Lieferwege wieder komplett angelegt und geplant werden: Das Getreide wird vom Bauern zur Mühle geschafft, das Mehl zum Bäcker und die fertigen Brote schließlich zum Marktplatz. Nur wer seine Produktionsketten effizient anlegt, hat Erfolg. Welche Rolle die Eisenbahn dabei spielen wird, ist noch unklar.
  • Gegen Kontrahenten wird wieder auf derselben Spielkarte gekämpft – die separaten Schlachtfelder des Vorgängers gehören der Vergangenheit an. Es wird mehrere Inseln anstatt einer großen Landmasse geben. Die Computer-KI soll fordernd sein, auch Diplomatie ist möglich.
  • Holzfäller, Sägewerke, Erzminen, Schmiede, Ärzte, Schulen, Getreidefarmen, Bäcker, Krankenhäuser, Kasernen – alle "klassischen" Anno-Einheiten sind mit von der Partie. Auch die riesigen Monumente kehren zurück, im Trailer ist etwa eine Weltausstellung zu sehen. Sie sollen die Motivation im Endgame steigern.

All das lässt darauf hoffen, dass Blue Byte und Ubisoft an einem wahren Aufbaustrategie-Kracher werkeln. Dass sich die Reihe nach zwei Ausflügen in die Zukunft wieder der Vergangenheit widmet, wird von den Fans im Netz einhellig begrüßt. Allerdings müssen wir uns bis zum Release des Spiels noch eine ganze Weile gedulden: Anno 1800 soll erst im Winter 2018 für den PC erscheinen.

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