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Kommt bald ein weißer Darth Vader?

Battlefront 2 kehrt mit Mikrotransaktionen zurück, die Shitstorm-Potenzial haben

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von Benjamin Krämer -

Battlefront 2 hat seit seinem Release (und bereits davor) mit Shitstorms in der Gamer-Community und darüber hinaus zu kämpfen. Der Grund: Mikrotransaktionen mit Pay-to-Win-Charakter. EA zog als Reaktion sämtliche Kauf-Features auf unbestimmte Zeit zurück. Jetzt kommen sie wieder und die Art und Weise wie, dürfte erneut für Kontroversen sorgen.

Die Zeit vor dem Release von Battlefront 2, als einem der meist erwarteten Spiele des vergangenen Jahres, war ein gefundenes Fressen für YouTuber und Game-Blogger: Zuerst aufgrund vermeintlich positiver Nachrichten, wie der Einführung einer Story-Kampagne, die mehr Tiefgang bieten sollte, als der viel kritisierte Vorgänger. Electronic Arts gab sich Mühe, möglichst auf Star Wars Fans zuzugehen und den geläuterten Publisher zu geben, auch wenn es unter Gamern bereits Zweifel gab - immerhin gehört EA jährlich zu den unbeliebtesten Unternehmen der USA. Dann kam der Release und einer der größten Shitstorms der Spielegeschichte gleich dazu. Der am häufigsten negativ bewertete Kommentar aller Zeiten auf Reddit entstand (von EA geschrieben) und unter anderem Belgien erklärte das Loot-Box-System von Battlefront 2 zu Glücksspielund somit als illegal. Als schnelle Reaktion kippte man in Kalifornien kurzerhand sämtliche Mikrotransaktionen, um die eingebrochenen Verkaufszahlen wieder in die Höhe schießen zu lassen.

Mikrotransaktionen sind zurück, aber nur kosmetischer Natur

EA widerspricht sich erneut selbst und führt etwas ein, was zuvor als 'No Go' festgelegt worden war.

Viel der Kritik richtete sich darauf, dass man gegen Geld handfeste Spielvorteile erhielt und sich nicht durch normales Spielen mit Mitspielern messen könnte, die das Portemonnaie zücken. Jetzt sind Loot-Boxen und Mikrotransaktionen zurück, sollen aber auf kosmetische Veränderungen wie neue Skins beschränkt bleiben. Allerdings: Es wurde bereits bekannt, dass es möglich sein wird, einen rodianischen Freheitskämpfer als Skin zu bekommen - ein klarer Bruch mit dem Kanon, sind Rodianer doch düstere Kopfgeldjäger im Dienst des Imperiums. Außerdem widerspricht die Einführung einer früheren Aussage von EAs CFO Blake Jorgensen, der vor etwa einem Jahr meinte, dass man generell gegen kosmetische Veränderungen sei, weil sie das Potenzial hätten, mit dem Kanon zu brechen ...

Fortschrittssystem geändert

Im Zuge der wiederkehrenden Mikrotransaktionen, die in etwa vier Wochen in den In-Game-Store zurückkehren werden, wird vorher, nämlich in zwei Tagen, auch das Fortschrittssystem angepasst: 'Star Cards' konnten bisher in den besagten Loot-Boxen gefunden (oder eben gekauft) werden. Mit dem Update am 21. März hingegen werden sie nur noch im normalen Spielverlauf über Levelaufstiege zu bekommen sein. Pro Levelaufstieg gibt es einen Punkt, mit dem man sich eine Star Card kaufen kann. Star Cards, die ihr bereits besitzt, bleiben euch übrigens auch nach dem Update noch erhalten - gleiches gilt für Helden und Waffen in eurem Inventar. Loot-Boxen werden freischaltbar sein durch das Lösen täglicher Challenges, die mit einem Timer versehen sind und Credits, kosmetische Veränderungen und/oder neue Emoticons enthalten.

Populäre Gamer-Kanäle auf YouTube stürzen sich übrigens schon jetzt auf die vermeintlich erneute "EA-Lüge":

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