Esports immer bekannter

Bei Zeus! Rettet Esports die Olympischen Spiele?

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von Sebastian Hardt (@hardtboiled)-

Olympia wäre viel beliebter, wenn Esports eine olympische Disziplin wäre. Zu diesem Schluss kommt der Branchenverband 'game' angesichts einer aktuellen Studie. Insbesondere die junge Zielgruppe würde dann wohl öfter einschalten: Fast zwei Drittel der 16- bis 24-Jährigen glauben, dass die Veranstaltung durch digitalen Sport aufgewertet würde.

Wenn es nach dem Präsidenten des Internationalen Olympischen Komitees Thomas Bach geht, wird Esports niemals olympisch. Diese "egames", die seien ja viel zu brutal und überhaupt ganz und gar nicht mit dem olympischen Gedanken in Einklang zu bringen. Warum genau, das weiß wohl nur er selbst. Klar scheint aber zu sein: Das schwindende Interesse an der traditionsreichen Sportveranstaltung könnte der elektronische Sport wieder entfachen. Davon überzeugt ist jedenfalls der Branchenverband 'game'.

Esports: Bekanntheitsgrad wächst rapide

In einer Umfrage hat die Interessenvertretung der deutschen Spielebranche nämlich herausgefunden, dass die Bekanntheit des elektronischen Sports in der hiesigen Bevölkerung offenbar stark wächst. Etwa zwei Drittel der Befragten hätten demnach bereits "vom digitalen Sport gehört". Hochgerechnet entspreche das rund 45 Millionen Menschen. Vor einem Jahr hätten nur etwas mehr als die Hälfte etwas mit dem Begriff anfangen können.

Für das Olympische Komitee sollten diese Zahlen ein Weckruf sein. Denn in einer anderen Untersuchung hat der Verband herausgefunden, dass insbesondere Jugendliche öfter einschalten würden, wenn Esports Teil des olympischen Programms wäre: 63 Prozent der 16- bis 24-Jährigen glauben demnach, dass der digitale Sport helfen kann, das Interesse an den Olympischen Spielen bei den Jüngeren zu steigern.

Gerade für Jugendliche wären die Olympischen Spiele interessanter, wenn Esports Teil des Programms wäre.

Quelle: (YouGov-Umfrage)  game 

Gerade für Jugendliche wären die Olympischen Spiele interessanter, wenn Esports Teil des Programms wäre.  

Quelle: (YouGov-Umfrage)  game 

"Esports ist auch in Deutschland längst ein Massenphänomen, das weit über die Kernzielgruppe hinaus bekannt ist", sagt dazu game-Geschäftsführer Felix Falk. Der digitale Sport biete auch fernab professioneller Esports-Teams und internationaler Turniere große Chancen für Deutschland. Bereits heute trainierten täglich Millionen von eSports-Amateuren und messen sich online miteinander. Das unterstreiche, warum die Anerkennung der Gemeinnützigkeit für Esports-Vereine durch die Bundesregierung so wichtig sei. "Durch diese kann eSports auch in dem gesellschaftspolitisch wichtigen Feld der Vereinsarbeit einen Platz finden", so der Verbandschef weiter.

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