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Spieler bleiben auf Items sitzen

CS:GO - Valve macht plötzlich Schluss mit Item-Handel in den Niederlanden

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von Sebastian Hardt (@hardtboiled)-

Der Handel auf Steam mit Items aus den Spielen 'Counter Strike: Global Offensive' sowie 'Dota 2' ist für niederländische Spieler völlig unerwartet von Hersteller Valve untersagt worden. Hintergrund ist ein Ultimatum der niederländischen Glücksspiel-Behörde. Ob und wann der Handel wieder freigegeben wird, ist unklar.

'Counter Strike: Global Offensive' und 'Dota 2' erfreuen sich nicht nur unter professionellen E-Sportlern großer Beliebtheit. Gerade auch Spieler, die sich quasi ganz nebenbei bares Geld dazuverdienen möchten, starten regelmäßig genannte Games. Wie man damit Geld verdienen kann? Mit dem Erwerb von Beutetruhen oder 'Lootboxen'. Oder besser gesagt: Mit den darin enthaltenen, zufällig generierten meist kosmetischen Gegenständen. Denn diese lassen sich auf dem Marktplatz der Spieleplattform 'Steam' prima verkaufen, mitunter sogar für vierstellige Beträge. Für Spieler aus den Niederlanden ist damit aber jetzt Schluss.

CS:GO und Dota 2: Kein Handel mehr auf Steam für Niederländer

Valve, das Spiele-Unternehmen hinter Steam, hat den Handel und Tausch virtueller Gegenstände am 20. Juni plötzlich deaktiviert. Und zwar ohne die vielen niederländischen Nutzer vorher darüber in Kenntnis zu setzen. Im Vorfeld war die für Glücksspiele in den Niederlanden verantwortliche Behörde, die 'Kansspelautoriteit', mit einem Ultimatum an Valve herangetreten: Die in CS:GO und Dota 2 implementierten Lootboxen verstießen gegen den 'Dutch Betting and Gaming Act'.

Bis auf Weiteres ist unsere einzige praktikable Lösung, den Handel und den Transfer für Gegenstände aus CS:GO und Dota 2 zu deaktivieren.

Valve

Wenn Valve in dieser Sache bis zum 20. Juni keine "Abhilfe schaffe", würde die Behörde strafrechtlich gegen Valve vorgehen. In letzter Konsequenz, so Valve in einem Statement, habe man sich dazu entschlossen, den Marktplatz kurzerhand einzufrieren. Für die verdutzten Spieler bedeutet das leider, dass sie auf ihrer teils teuer erkauften Handelsware zunächst sitzen bleiben.

Handels-Stopp auf Steam könnte länger andauern

Warum der Spiele-Hersteller diesen radikalen Schritt nicht im Vorfeld kommuniziert hatte, ist unklar. Auch, ob dies nur eine provisorische Lösung ist, wissen die Spieler nicht. Niederländische User, die einen Handel dennoch durchführen wollen, bekommen derzeit jedenfalls einen Hinweis präsentiert, dass Handel mit Gegenständen nicht möglich sei. Mit etwas Pech bleiben sie also auf absehbare Zeit auf ihren virtuellen Gegenständen sitzen.

Der Vorfall Ist der neueste Höhepunkt in der um die umstrittenen Lootboxen geführten Debatte. Nicht nur die Behörden werfen neuerdings zunehmend ein Auge auf die bei Entwicklern recht beliebte Möglichkeit, mit solchen InGame-Käufen ihr Spiel zu refinanzieren. Auch die Spielerschaft ist aufgebracht, wittert Abzocke und zettelt hin und wieder regelrechte Shitstorms an.

Quelle: Motherboard

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