Auf den Spuren von Leonidas

E3 Enthüllung: 'Assassin's Creed: Odyssey' mit spielbarer Version und Trailer!

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Foto von Benjamin Krämer

von Benjamin Krämer -

Nur ein Jahr nach 'Assassin's Creed: Origins' steht uns schon der Nachfolger unmittelbar ins Haus. Am 5. Oktober ist es schon so weit und wir können uns als Nachfahre oder Nachfahrin von König Leonidas von Sparta durch die Ägäis metzeln - zu Wasser und zu Lande. Das Spiel will sich dabei trotz der kurzen Zeit seit dem Vorgänger deutlich weiterentwickeln. Hier sind alle Infos!

Was waren das noch für Zeiten, als König Leonidas von Sparta mit seiner Leibwache aus 300 treuen Spartiaten zu den Thermopylen zog, um den Perserkönig Xerxes I. und seine Invasionstruppen aufzuhalten. Gut, da waren auch noch über 6.000 andere Griechen von den Arkadiern, Peloponnesiern, Phokern, Lokrern, Thespiern und Thebanern dabei - geschenkt. Das kann den Ruhm seiner beiden Kinder Alexios und Alexandra in Assassin's Creed: Odyssey natürlich nichts anhaben - denkt man. Denn das neue Assassin's Creed, das bereits vor kurzem angeteasert wurde, bricht mit so einigen erwartbaren Dingen.

Die fiktiven Nachkommen des legendären Königs (in Wahrheit hatte er mit Königin Gorgo nur einen Sohn namens Pleistarchos) werden nach einem politischen Komplott verstoßen und müssen sich fortan als Söldner von ganz unten wieder nach oben kämpfen, um Rache an jenen zu nehmen, die ihnen in den Rücken gefallen sind. Kommt euch das bekannt vor? Ja, wahrscheinlich aus so ziemlich allen bisherigen Teilen der Serie. Ähnlich wie bei Black Flag wird es schon aufgrund des Schauplatzes der Ägäis viel mit dem Schiff von Insel zu Insel gehen. Das könnt ihr mit Upgrades, Mannschaftsmitgliedern und optischen Verbesserungen pimpen, angeblich noch mehr als im Piraten-Creed.

Assassin's Creed: Odyssey: Rollenspiel statt Action-Adventure?

Assassin's Creed Origins

Origins führte uns noch ins antike Ägypten und ließ uns einen Assassinen steuern, die gibt es bei Odyssey nicht mehr, ebenso wenig wie historische Genauigkeit.  

Quelle:  Ubisoft 

Assassin's Creed Origins

Origins führte uns noch ins antike Ägypten und ließ uns einen Assassinen steuern, die gibt es bei Odyssey nicht mehr, ebenso wenig wie historische Genauigkeit.  

Quelle:  Ubisoft 

Ubisoft hat auf der E3-Präsentation darauf hingewiesen, dass man mehr in Richtung Rollenspiel und weg vom klassischen Action-Adventure gehen wolle. Dafür schlüpft man anders als beim Serienteil 'Syndicate' (die 'Frye-Zwillinge') nicht wechselnd in die Rolle von Alexios oder Kassandra, sondern entscheidet sich zu Beginn des Spiels für einen von beiden Charakteren. Wer bisher gut mitgelesen hat, wird sich im oberen Absatz bei dem Wort 'Söldner' sicherlich gewundert haben: Nicht weniger als ein Bruch der Reihe ist die Tatsache, dass es gar keine Assassinen gibt!

Zur Erinnerung: Die Einführunggeschichte des Assassinenordens spielte kurz vor Jesu Geburt, also rund 400 Jahre später als die Handlung von Odyssey im Jahre 430 vor Christus. Zu dieser Zeit tobte der Peloponnesische Krieg zwischen Athen und Sparta und ihren jeweiligen Verbündeten und setzte die halbe Ägäis in Flammen. Darum bilden den Schauplatz des neuen Assassin's Creed auch die vielen Inseln des griechischen Mittelmeers und liefern gleich noch einen guten Grund dafür, wieder per Schiff unterwegs zu sein. Das war nämlich eines der beliebtesten Reihenfeatures, spätestens seit dem hochgelobten 'Black Flag'.

Open World, Entscheidungen, Verbesserungen

Ob nun Rollenspiel oder doch noch Action-Adventure, ob Assassinen oder Söldner - in den meisten Dingen bleibt die Serie ihrer typischen Formel treu: Es gibt weiterhin eine riesige Open World, die frei erkundbar ist und eine über Aussichtspunkte freischaltbare Karte wurde auch schon wieder entdeckt (die 'Ubisoft-Formel' eben). Es wird also weiterhin gesammelt was das Zeug hält. Aber man hat sich bei Ubisoft offenbar auch dazu entschlossen, sich mehr an großen Rollenspiel-Meisterwerken wie Mass Effect oder Dragon Age zu orientieren und will deutlich mehr Nebenquests und Questketten präsentieren.

Außerdem sollen wir als Spieler dieses Mal viel häufiger vor wichtige und potentiell einschneidende Entscheidungen gestellt werden, die das Potential haben, das gesamte Spiel und seinen Ausgang zu beeinflussen. Zur Spielmechanik hingegen gibt es nur eines zu sagen: alles beim Alten! Es wird weiterhin auf Rektionsschnelligkeit gesetzt - die richtige Taste zur richtigen Zeit versetzt euren Gegnern mit fiesen Kombos den Finishing-Move oder lässt euch elegant parieren.

Wenn es euch jetzt in den Assassinen- pardon, Söldnerfingern juckt, findet ihr hier den frisch veröffentlichten Trailer, der gerade auf der E3 lief:

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