Battle-Royale-Hype geht weiter

Europa: Chinesischer PUBG-Klon mit zerstörbarer Umgebung und Tropen-Setting

Geschätzte Lesezeit: ca. 2 Minuten

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von Michael Springer -

Während 'Playerunknown's Battlegrounds' (PUBG) weiterhin Verkaufsrekorde jagt, bereiten sich die Konkurrenten zum Gegenschlag vor. Der chinesische Tech-Riese 'Tencent' hat nun seine Variante des Battle-Royale-Modus vorgestellt: In 'Europa' kämpfen die Spieler in der Luft, im Wasser und an Land ums Überleben, während sie die Spielwelt in ihre Einzelteile zerlegen.

Am grundlegenden Battle-Royale-Prinzip rüttelt 'Europa' kein bisschen: 100 Spieler landen kreuz und quer verteilt auf einer tropischen Insel (offenbar per Paraglider) und bekämpfen sich anschließend mit einem bunten Waffenarsenal. Wer als letzter Überlebender übrig bleibt, gewinnt die Runde. Spätestens mit PUBG ist diese Variante des Multiplayer-Shooters im Mainstream angekommen. Um sich vom dominierenden Konkurrenten abzuheben, will 'Europa' deshalb offenbar einige Dinge anders machen.

Battle-Royale-Shooter Europa: Chaos in der Sonne

Der größte Unterschied scheint in der Spielwelt selbst zu liegen. Anders als in PUBG, wo die Kontrahenten nur kleinere Holzschuppen und Zäune zerlegen können, lässt sich in 'Europa' deutlich mehr Chaos anrichten. Ein Jeep rammt im Trailer ein Loch in eine Wand, Ziegel zerbröseln unter Sturmgewehrfeuer und ein Motorboot bringt einen Holzsteg zum Splittern, bevor explodierende Gasflaschen die ganze Konstruktion auseinanderreißen. Die furiose Zerstörung kann auch taktisch genutzt werden: Herabstürzende Rohre begraben in der Vorschau einen gegnerischen Spieler unter sich.

Einstürzende Mauern, splitterndes Holz und Explosionen: Die chaotische Zerstörung kann auch taktisch genutzt werden

Optisch wirkt das Ganze auf den ersten Blick lebhafter als die Sowjet-Tristesse von PUBG. Das tropische Setting und die Zerstörungslust von 'Europa' erinnern an die Just-Cause-Reihe – für ein spaßiges Multiplayer-Gefecht sicher nicht verkehrt. Dynamische Wettereffekte sollen für weitere Überraschungen sorgen. Noch wirkt die Grafik an einigen Stellen allerdings unausgereift: Animationen sehen klobig aus, Texturen sind zum Teil verwaschen, viele Schatten fehlen ganz, insgesamt gibt es deutlich Luft nach oben. Wie die Entwickler die Ecken und Kanten feinschleifen können, wird sich spätestens in der Beta zeigen, die im Dezember 2017 beginnen soll. Der Spagat zwischen Optik und Performance bereitet jedenfalls auch PUBG noch Schwierigkeiten.

Kommt Europa nach Europa?

Völlig offen ist hingegen, ob 'Europa' überhaupt den Weg nach Europa findet. Hinter dem Spiel steht zwar der chinesische Tech-Riese 'Tencent', dem über 90 Prozent von 'Riot Games' ('League of Legends') und Anteile an 'Epic Games' und 'Activision Blizzard' gehören. Noch wird das Spiel auf Steam allerdings nur in chinesischer Sprache vorgestellt. Auch bei weiteren Details tappen wir im Dunkeln: Wird nur aus der Third-Person-Perspektive gespielt oder soll es auch eine First-Person-Perspektive geben? Wie wird sich das Spiel finanzieren? Wird es Mikrotransaktionen bieten? Alles unklar. Fest steht: Ein wenig Konkurrenz kann dem Battle-Royale-Markt auf keinen Fall schaden.

Quelle: PCGamer

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1 Kommentar
Dennis

Sieht interessant aus und ich denke es wird PUBG gut tuen, wenn es eine weitere Alternative gibt. Aber ich weiß nicht ob "Europa" zu viele Elemente bietet. Das stört mich an den meisten Spielen, dass man einfach zu viel machen kann.