Riot, Blizzard und andere gegen Online-Rüpel

Fair Play Alliance: Games-Industrie verbündet sich gegen unhöfliche Spieler

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von Sebastian Hardt (@hardtboiled)-

Der Umgangston in Online-Games ist mitunter nicht der freundlichste. Ein Umstand, den viele Entwickler auf eigene Faust leider immer seltener wirklich in den Griff bekommen. 'League of Legends'-Entwickler Riot Games hat sich deshalb jetzt mit anderen Branchengrößen zusammengetan und die Initiative 'Fair Play Alliance' gegründet - eine Art Dachorganisation für den Gaming-Knigge.

Wer viel spielt, der ist noch lange kein gewaltbereiter Asozialer. Es kann aber durchaus vorkommen, dass sich viele zu sehr in ihr Hobby hineinsteigern und sich in der Kommunikation mit Mitspielern, gelinde gesagt, im Ton vergreifen. Gerade bei kompetitiven Games, wie zum Beispiel 'League of Legends', ist dieses Verhalten jüngst verstärkt zum Problem geworden, weshalb sich Entwickler Riot Games mit anderen namhaften Unternehmen aus der Spielebranche wie Blizzard, Twitch, Rovio und Microsofts Xbox-Team in der 'Fair Play Alliance' zusammengeschlossen hat.

Wir haben viele dumme Dinge getan.

Kimberly Voll, Riot Games, via Kotaku

In der neu gegründeten Gemeinschaft wollen sich die Entwickler untereinander austauschen und eine einheitliche Vorgehensweise gegen toxische Verhaltensweisen in Spiele-Communities erarbeiten.

Denn Entwickler wie Riot Games haben offenbar gemerkt, dass sie der immer schlimmer werdenden Problematik allein nicht mehr Herr werden können. "Wir haben viele dumme Dinge getan. Wir haben viel gelernt", gibt Kimberly Voll von Riot Games, eine der Initiatorinnen der Initiative, gegenüber Kotaku unumwunden zu.

Ist das noch harmlos oder is das schon Online-Mobbing?

Spieler seien immer öfter auf sie zugekommen und hätten geäußert, dass sie unglücklich mit dem Verhalten anderer Spieler seien. Daher hätten sie nun die Ärmel hochgekrempelt. Wie genau die neu geschmiedete Allianz vorgehen will, steht allerdings noch in den Sternen. Voll sagt, man habe gerade erst angefangen, sich zu unterhalten und arbeite jetzt gemeinsame Vorgehensweisen aus. Immerhin eine Webseite gebe es schon.

Auch wenn es auf den ersten Blick vielleicht so aussieht, eine triviale Aufgabe ist das Finden eines gemeinsamen Nenners keinesfalls. Schon allein das Aufspüren einer allgemeingültigen Definition von "respektvollem Verhalten", die auch als Grundlage für eventuelle Sanktionen gelten kann, ist diffizil. Gespielt wird schließlich global, Kommunikationskulturen unterscheiden sich teils erheblich: Was in Luxemburg als unangebracht gilt, gehört in Russland vielleicht einfach zum Umgangston und umgekehrt. Wer viel gemeinsam mit engen Freunden spielt, der weiß zudem, wie ruppig es mitunter im Chat zugehen kann. Unter Freunden nimmt einem aber niemand einen deftigen Spruch übel - man weiß schließlich, wie es gemeint ist, und dass man sich ja eigentlich ganz doll lieb hat.

Quelle: Kotaku

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