Gerüchte bestätigt

Frisch von der E3: Microsoft bestätigt Streaming-Service und neue Xbox

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von Benjamin Krämer -

Gemunkelt wurde es schon länger, jetzt hat Microsofts Gaming-Boss Phil Spencer im Rahmen des Pressebriefings seiner Firma auf der E3 bestätigt, dass uns bald ein plattformübergreifender Streaming-Service zur Verfügung stehen wird, genau wie neue Xbox-Modelle mit deutlich verbesserter künstlicher Intelligenz.

Microsoft hat nie ein Geheimnis daraus gemacht, dass man an Cloud-Lösungen für Spiele arbeite, auch mit Blick auf eine Zeit nach der Xbox. Gestern fand Microsofts Pressebriefing in Los Angeles statt und wurde von Phil Spencer gleich dazu genutzt, einige offizielle Ankündigungen loszuwerden: Erstens wird es tatsächlich ganz sicher einen Streaming-Service für Spiele geben. Dieser wird es Spielern ermöglichen, sich mit anderen Geräten als der Xbox, also zum Beispiel PC, Tablet oder Smartphone, in die eigene Spielebibliothek einzuloggen und drauflos zu zocken.

Der Streaming-Client wird dann die Grafikleistung entsprechend der Internetverbindung und den Fähigkeiten des benutzten Endgerätes anpassen, um ein möglichst gutes Spielerlebnis zu gewährleisten. Selbstverständlich werden sämtliche Speicherstände auch in der Cloud gesichert, sodass ihr problemlos zwischen den Geräten hin und her wechseln könnt. Die nächste große Ankündigung betraf die Xbox: Es wird definitiv neue Modelle geben. Einige Beobachter hatten im Vorfeld befürchtet, dass der Game-Streaming-Client die Xbox auf Dauer ablösen könnte - diesen Spekulationen trat Spencer jetzt entgegen.

Die nächste Xbox kommt - mit besserer KI

Neben KI-Fails wie Total War machte auch 'Titanfall' Schlagzeilen durch strunzdumme KI-Gegner. Dass Games am KI-Aufschwung teilhaben wie Microsoft es für die Xbox plant, ist nur zu hoffen.

Was bei neuen Xbox-Konsolen besser werden soll, hat Spencer auch gleich verraten: die künstliche Intelligenz. Man wolle an den rasanten Fortschritten der KI-Technologie teilhaben und diese nutzen, um das Spielerlebnis der eigenen Kunden zu verbessern. Ziel sei es, die besten Gaming-KIs zu implementieren, um für höhere Immersion, bessere Herausforderungen und einen möglichst hohen Realismusgrad zu sorgen. In der Tat ist es erstaunlich, dass moderne AAA-Titel in der Spielebranche regelmäßig noch immer an schlechter KI kranken, obwohl diese bereits komplexe Titel wie Dota 2 meistern konnten.

Bestes Beispiel sind die Games der 'Total War' Reihe (unter anderem 'Warhammer: Total War' oder 'Rome 2: Total War'), für die Millionensummen in die KI gesteckt wurden, die nach dem Release aber riesige Shitstorms über sich ergehen lassen mussten, weil die Computergegner so dämlich agiert haben, dass ein Spielen teilweise gar nicht möglich war. Bei der Entwicklung der neuen Xbox ist Microsoft also nur viel Erfolg zu wünschen.

Quelle: The Verge

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