Nur Skizze oder echt?

Googles Project Stream: So könnte der Controller für den Gaming-Service aussehen

Geschätzte Lesezeit: ca. 2 Minuten

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von Sebastian Hardt (@hardtboiled)-

Googles Project Stream nimmt Form an, denn offenbar macht sich der Konzern bereits Gedanken um die Peripherie: In einem jetzt veröffentlichten Patent sind verblüffend detaillierte Zeichnungen des vermeintlichen Controllers für den Game-Streaming-Dienst aufgetaucht. PlayStation-Besitzer dürften sich sofort heimisch fühlen.

In naher Zukunft muss sich vielleicht niemand mehr teure Konsolen oder PCs kaufen, um aktuelle Games flüssig spielen zu können - Game-Streaming sei Dank. Die Rechnerlast wird dabei auf Servern in der Cloud erledigt, der Nutzer braucht "nur" eine pfeilschnelle Internetleitung. Ob Microsoft, Apple oder sogar Amazon: Unter den ganz großen Tech-Unternehmen gibt es quasi keines, das nicht an einer derartigen Technologie arbeitet. Immer wieder kommen neue, mal mehr mal weniger konkrete Informationen ans Licht. Und was ist mit Google? Der Konzern befindet sich mit seinem 'Project Stream' (ehemals Yeti) offenbar auf der Zielgeraden, wie ein nun aufgetauchtes Patent vermuten lässt.

Google-Patent könnte Controller-Design verraten

Google sichert sich darin eigentlich die Rechte an einem Chat- und Benachrichtigungssystem. Dieses soll offenbar - und das ist das Interessante - über einen ebenfalls in dem Dokument skizzierten Controller funktionieren. Dieser erinnert optisch stark an einen PlayStation-Controller: Die gekrümmten Griffflächen für die Hände, die innenliegenden Analogsticks sowie die Bumper- und Trigger-Buttons erinnern eher an Sonys als an Microsofts Eingabegerät beziehungsweise den Nintendo Switch Pro Controller. Ein Touchpad wie beim PS4-Joypad scheint jedoch nicht vorgesehen zu sein.

Auch über Bumper- und Triggertasten soll Googles Controller laut der Zeichnung verfügen.

Quelle:  United States Patent and Trademark Office 

Auch über Bumper- und Triggertasten soll Googles Controller laut der Zeichnung verfügen.  

Quelle:  United States Patent and Trademark Office 

Eine Spieleinladung kann durch langes Drücken des Action-Buttons angenommen werden.

Vom Benachrichtigungssystem abgesehen, beschreibt das Patent noch weitere interessante mögliche Funktionen des Controllers. Eine per Notification erhaltene Spieleinladung könne beispielsweise durch ein längeres Drücken des "Action-Buttons" (Nr. 410 im Aufmacherbild) angenommen werden.

Controller-Zeichnung für Project Stream: Nur ein Platzhalter?

Trotz der vielen Details: Wie bei vielen Patenten ist auch in Bezug auf die Skizzen in diesem Dokument Skepsis angesagt. Die Zeichnungen könnten durchaus nur Platzhalter sein - auf Seite 2 im schriftlichen Teil des Patents wird die Skizze lediglich als "Beispiel für einen Controller" beschrieben. Auch wird verdächtig oft der Konjunktiv verwendet: "Der Controller könnte einen Action-Button haben", et cetera.

Dennoch macht Googles vermeintliches Eingabegerät auch in skizzierter Form einen gut durchdachten Eindruck, die auffällig flache Oberfläche mit den abgerundeten Ecken erinnert schon deutlich an Googles Material Design. Schaut man sich dann noch an, was die Designer von Yankodesign aus den Skizzen geholt haben, möchte man fast von beinahe fertig entwickelten Controllern ausgehen. Glücklicherweise können wir annähernd sicher sein, dass wir schon nächste Woche mehr wissen, wenn Google-Abgesandte ihre Präsentation auf der Game Developers Conference abhalten.

Hier erfährst du mehr über: Google

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1 Kommentar
ist egal

ich will das für youtube machen