PlayStation VR überraschend erfolgreich

"Leute stehen Schlange": Eigener VR-Erfolg verblüfft Sony-Manager

Foto von Sebastian Hardt

von Sebastian Hardt (@hardtboiled)-

PlayStation VR, Sonys Virtual-Reality-Erweiterung für die aktuelle Konsolengeneration, verkauft sich offenbar besser als selbst die Führungsetage des Konzerns es für möglich gehalten hätte. Dass Sony das selbst gesetzte Ziel von einer Million verkauften Einheiten bis April erreicht, scheint sicher.

Virtual Reality Headsets werden trotz beeindruckender Möglichkeiten bislang nur zögerlich vom Kunden angenommen. Zu teuer ist die erforderliche Hardware, zu wenig wirklich gute Software ist bis dato erhältlich. Wie sich jetzt herausstellte, scheint Sonys Lösung für die hauseigene Konsole, die seit Oktober 2016 erhältliche und verhältnismäßig günstige PlayStation VR, auf die großen Wettbewerber HTC Vive und Oculus Rift mehr als nur eine Nasenlänge Vorsprung zu haben.

Das jedenfalls berichtete Andrew House, seines Zeichens Global CEO von Sony Interactive Entertainment, kürzlich der New York Times in einem Interview. 915.000 Stück habe Sony bisher von den VR-Brillen absetzen können. Das ist mehr als das Doppelte dessen, was Hauptkonkurrent HTC bisher von seinem Vive hat an den Mann bringen können. Das selbst gesetzte Ziel von einer Million abgesetzter Einheiten bis Mitte April scheint das Unternehmen also locker erreichen, wenn nicht sogar übertrumpfen zu können.

PlayStation VR: Engpässe an Verkaufsstellen

Dabei hat der Sony-Manager anfangs offenbar selbst nicht so recht an einen durchschlagenden Erfolg des eigenen Produkts geglaubt und sich für eine gedrosselte Produktion der neuen Hardware ausgesprochen. Die euphorischen Vertriebsleiter habe er anfangs noch zügeln müssen, verriet er in dem Gespräch. Bittere Konsequenz: Jetzt stünden die Leute teils Schlange vor Shops, wenn die leeren Regale sporadisch wieder aufgefüllt werden.

House sagt, er wäre "sehr glücklich", wenn sich die Verkaufszahlen des PlayStation VR längerfristig im hohen, einstelligen Prozentbereich der Konsole einpendeln würden. Legt man die aktuellen Verkaufszahlen bisher verkaufter PlayStation 4 zugrunde, scheint sich in dieser Hinsicht aber noch einiges tun zu müssen. Denn auf die knapp 55 Millionen verkauften Konsolen entfallen bisher nicht einmal 2 Prozent verkaufte VR-Brillen.

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