Bockschwere Konzentrations-App

Linia: In diesem Puzzle-Game ziehen nur Genies die richtigen Linien

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von Sebastian Hardt (@hardtboiled)-

Linia ist nichts für Ungeschickte - und schon gar nichts für Ungeduldige: Sind die ersten Rätsel dieses Puzzlers für Android und iOS noch kinderleicht, strapazieren die späteren euer Nervenkostüm teils enorm. Ein motivierender Zeitvertreib ist Linia trotzdem - und dazu diese Woche noch völlig kostenlos im Google Play Store.

Manche Apps schaffen es, euch mit denkbar einfachen Mitteln gehörig ins Schwitzen zu bringen. Das Puzzle-Game 'Linia' ist definitiv eines davon. Die gesamte Woche noch gibt es das bockschwere Grübel-Spiel gratis für Android im Google Play Store - Grund genug für uns, es einmal genauer unter Lupe zu nehmen.

Die späteren Spielstufen nötigen dem Spieler einiges an Geschick und Geduld ab.

Linias Spielprinzip ist, wie bei vielen Puzzle-Games üblich, ziemlich simpel und schnell erklärt: Jedes der gut 80 Level lässt sich lösen, indem ihr mit einer Wischbewegung farblich hervorgehobene Bereiche mittels einer geraden (!) Linie in der vorgegebenen Abfolge verbindet.

Ohne Timing kommt ihr nicht weit

Das klingt leicht, und das sind die ersten Levels auch durchaus noch. Gerade die späteren Spielstufen nötigen dem Spieler aber einiges an Geschick und Geduld ab: Die bunten Objekte rotieren, pulsieren, verschwinden und erscheinen wieder. Oft scheinen sich die Flächen zufällig zu bewegen, das wiederkehrende Muster zu erkennen, ist mitunter kniffelig.

Zu Beginn besitzen die Rätsel nur wenige sich bewegende Elemente, der Schwierigkeitsgrad ist in diesem Stadium noch moderat.

(Screenshot) Linia 

Mit zunehmendem Spielverlauf werden die Rätsel kniffeliger. Die Elemente dieser Figur bewegen sich in drei Dimensionen und müssen im exakt richtigen Moment durch eine Linie verbunden werden.

(Screenshot) Linia 

Gut 80 Levels, die in mit griechischen Buchstaben benannten Gruppen sortiert sind, gibt es in Linia.

(Screenshot) Linia 

Einige Rätsel, wie dieses aus 27 sich bewegenden Elementen bestehende Ungetüm, sind fast unmenschlich schwer.

(Screenshot) Linia 

Linia wird mit eurem Google Play Spiele Konto verknüpft, wo ihr auch die insgesamt 23 erreichbaren Erfolge des Spiels einsehen könnt.

(Screenshot) Linia 

Zu Beginn besitzen die Rätsel nur wenige sich bewegende Elemente, der Schwierigkeitsgrad ist in diesem Stadium noch moderat.

(Screenshot) Linia 

Mit zunehmendem Spielverlauf werden die Rätsel kniffeliger. Die Elemente dieser Figur bewegen sich in drei Dimensionen und müssen im exakt richtigen Moment durch eine Linie verbunden werden.

(Screenshot) Linia 

Gut 80 Levels, die in mit griechischen Buchstaben benannten Gruppen sortiert sind, gibt es in Linia.

(Screenshot) Linia 

Einige Rätsel, wie dieses aus 27 sich bewegenden Elementen bestehende Ungetüm, sind fast unmenschlich schwer.

(Screenshot) Linia 

Linia wird mit eurem Google Play Spiele Konto verknüpft, wo ihr auch die insgesamt 23 erreichbaren Erfolge des Spiels einsehen könnt.

(Screenshot) Linia 

Habt ihr besagtes Muster erkannt, heißt es, das passende Zeitfenster abzupassen und im richtigen Moment die Linie zu ziehen. Erwischt ihr eine Farbe zu viel oder eine zu wenig, gilt der Versuch als misslungen. Das Erkennen und Antizipieren von Bewegungen ist also nur eine Seite der Medaille, ihr braucht auch eine gehörige Portion Timing und Geschick, um die immer schwieriger werdenden Aufgaben zu lösen.

Linia: Besser ohne Wurstfinger

Kaum Berechtigungen

Linia kommt fast völlig ohne Berechtigungen aus, und Werbung gibt es auch keine. Lediglich Zugriff auf Netzwerk und Verbindungen benötigt die App - löblich.

Technisch macht das auf Basis der renommierten Unity-Engine entwickelte Mobile-Game auch trotz der minimalistischen Präsentation einen soliden Eindruck. Die Objekte bewegen sich flüssig und vermitteln ein plastisches Äußeres. Auf unserem Test-Smartphone (Samsung Galaxy S7) reagierte auch die Steuerung per Touch-Screen präzise und ohne Verzögerung.

Gelegentlich aufkommenden Frust besänftigt Linia zudem mit dem relaxten, sphärischen Soundtrack. Apropos Frust: Gerade auf kompakteren Bildschirmen kann es in einigen Levels mit vielen, kleinen Objekten vorkommen, dass die Steuerung per Touch-Screen fast zur Glückssache verkommt. Wer Linia auf einem Tablet oder einem Smartphone mit Eingabestift spielt, macht sich die Grübelei erheblich einfacher.

(@hardtboiled)
Motivierender Puzzler für Spieler mit Stahlnerven

In Sachen Mobile-Gaming hatten Puzzle-Games für mich schon immer eine höhere Daseinsberechtigung als viele andere Genres. Die allermeisten Vertreter dieser Zunft erfordern wenig Einarbeitungszeit, bieten kurze Levels und erscheinen für die Touch-Steuerung auf dem Smartphone wie gemacht - Ideal für zwischendurch also.

Linia schlägt genau in diese Kerbe, fordert euch gleichzeitig aber einiges an Konzentration ab: Erfolge stellen sich keinesfalls wie von selbst ein, Siege wollen vielmehr durch Scharfsinn und gute Reflexe verdient werden. Ich persönlich finde so etwas motivierend, Zeitgenossen mit wenig Frustrationstoleranz sehen das womöglich anders.

Zum Glück gibt es Linia diese Woche zumindest für Android noch zum Nulltarif, so dass sich jeder ein Bild von diesem gut durchdachten Puzzler machen kann, ohne es hinterher vielleicht bereuen zu müssen.

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