Forza und Co. bald auf Valves Vertriebsplattform?

Microsoft vertreibt Spiele demnächst über Steam

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von Sebastian Hardt (@hardtboiled)-

Games aus dem Windows Store sollen in naher Zukunft auch über die beliebte Vertriebsplattform Steam erhältlich sein. Xbox-Chef Phil Spencer begründete diesen Schritt unter anderem mit den wenig zufriedenstellenden Verkaufszahlen des hauseigenen Dienstes.

"There's going to be areas where we cooperate and there's going to be areas where we compete. The end result is better for gamers."

Phil Spencer, Microsoft

Windows Store gegenüber Steam klar im Hintertreffen

Microsoft-Games werden in der Folge des eher schleppenden Geschäfts über den Windows Store künftig auch auf Steam zum Kauf bereitstehen. Gegenüber GameSpot hat Xbox-Chef Phli Spencer jetzt Probleme mit der hauseigenen Vertriebsplattform eingeräumt. Hier liefen einige Verkäufe zwar gut, aber andere, an sich vielversprechende Titel blieben hinter den Erwartungen zurück. "Quantum Break war nicht gerade unser bester PC-Release", sagte Spencer. Die Zahlen von Gears of War Ultimate Edition seien zudem gerade einmal "OK."

Packshot von Rise of the Tomb Raider

Rise of the Tomb Raider fehlen im Windows Store einige wichtige Features.  

Quelle: (Square Enix)  Square Enix 

Packshot von Rise of the Tomb Raider

Rise of the Tomb Raider fehlen im Windows Store einige wichtige Features.  

Quelle: (Square Enix)  Square Enix 

Eine Ursache für die geringe Akzeptanz des Windows Store, gerade bei Gamern, sieht arstechnica in gewissen technischen Restriktionen bezüglich der angebotenen Spiele begründet: Games aus dem Windows Store werden für gewöhnlich auf der Universal Windows Platform entwickelt und bieten deshalb in einigen Fällen weniger Features. Aktuellstes Negativbeispiel ist Rise of the Tomb Raider: Hier klagten Spieler unter anderem über fehlenden Support von AMDs CrossFire-Technologie und die nicht deaktivierbare V-Sync-Funktion. Beides ist aber in der Steam-Version enthalten.

Details zur Kooperation stehen noch aus

Zudem würden hier einige weitere wichtige Systemprozesse blockiert. Benutzerdefinierte Maus-Makros funktionieren beispielsweise nicht. Auch Modding ist bei Spielen aus dem Windows Store nicht möglich - gerade für Entwickler von Triple-A-Titeln, die sich häufig einer stattlichen Modder-Community erfreuen können, ist das ein riesen Nachteil.

Welche Games künftig über Valves Online-Vertriebsplattform angeboten werden, oder ob dies gar für sämtliche Microsoft-Spiele gelten soll, ist bislang aber noch ebenso unklar, wie zu welchem Zeitpunkt es losgehen soll. Über den Spagat, den Microsoft in dieser Sache meistern muss, äußerte sich Spencer gegenüber GameSpot wie folgt: "Es wird Bereiche geben, in denen wir zusammenarbeiten und Bereiche, in denen wir konkurrieren. Am Ende profitiert der Spieler.""

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