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Ist die Wut gerechtfertigt?

Mittelerde: Schatten des Krieges - Shitstorm wegen Mikrotransaktionen

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von Benjamin Krämer -

Mikrotransaktionen sind ein Dorn im Auge vieler Gamer und sorgen regelmäßig für Unmut in der Spielerschaft. Bereits als Publisher Warner Bros. Mikrotransaktionen im Vorfeld des Release ankündigte, war der Frust groß. Mit den ersten Verkäufen und Rezensionen ist allerdings ein Shitstorm über die Entwickler hereingebrochen, der einige Fragen aufwirft.

Mittelpunkt des Streits zwischen Entwickler Monolith und den Fans ist das Endgame des Spiels, in dem sich eifrige Recken nach der Hauptkampagne noch durch circa 15 Stunden Belagerungsmodus schnetzeln können, um ein Epilog-Video freizuschalten. Allerdings besteht dieser Zwist nur zwischen besagten Fans und dem Entwickler und nicht zwischen Fachzeitschriften und Monolith. Das liegt nicht etwa daran, dass die Spielezeitschriften nicht kritisch gegenüber Mikrotransaktionen wären – ganz im Gegenteil. Vielmehr haben die Fans das Spiel noch gar nicht gespielt (es erscheint morgen, an 10. Oktober) und kommen zu einer anderen Bewertung der Gerüchte.

Mikrotransaktion ist nicht gleich Mikrotransaktion

Mikrotransaktionen nerven und schädigen das Spielerlebnis. Die Wut richtet sich aber nicht immer auf die richtigen Beispiele

Die Redakteure der Gamestar kommen beispielsweise zu einem anderen Fazit. Sie sagen, dass das Hauptspiel von den umstrittenen "Lootboxen", die gegen Echtgeld Gegenstände freischalten, die man sich sonst mühsam erspielen muss, um zu gewinnen, kaum betroffen ist. Lediglich das freie Spiel nach der Kampagne bietet entsprechende Kauflösungen an, die keinerlei Einfluss auf das Hauptspiel selbst haben. Fest steht jedenfalls: Schon das Wort Mikrotransaktionen selbst ruft bei Spielern offensichtlich Frust und den Drang zu wütenden Kommentaren hervor. Selbst wenn das nicht in jedem Fall in jeder Form angebracht ist, bleibt doch festzuhalten, dass dieser Reflex gut und wichtig ist, damit diese Geschäftsmodelle die Spieleindustrie nicht weiter in Verruf bringen.

Den schicken CGI-Trailer zum Spiel, das morgen erscheint, siehst du hier:

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