Nase vorn beim Gewinn

Mobile Games 2018 erstmals mit höchstem Marktanteil

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von Benjamin Krämer -

Mobile Games haben den Gaming-Markt rasant wachsen lassen. Bisher hatte der PC beim Gewinn noch die Nase vorn, während Mobile ein paar Schritte in den Spielerzahlen vorweg ging. Für 2018 melden erste Prognosen Veränderungen: Auch beim Gewinn wird es nun einen knappen Vorsprung für Spiele geben, die auf Smartphone und Tablet gezockt werden.

"Videospiele sind etwas für Nerds" - solche Sprüche oder ähnliche, konnte man problemlos noch vor zehn Jahren hören. Heute sind diese Stimmen verstummt. Der Gaming-Markt ist aus schlecht beleuchteten und nach Junkfood riechenden Kellerräumen in die Mitte der Gesellschaft, quasi ans Tageslicht gewachsen und kennt mittlerweile kaum noch Grenzen. Jung und Alt spielen begeistert auf Smartphones, Tablets, PCs, Handhelds und Konsolen.

Das liegt auch am Siegeszug des Smartphones, das den Weg freigemacht hat für simple Spieleumsetzungen für jedermann. Es hat sich quasi das Fastfood durchgesetzt. Zumindest bei den absoluten Spielerzahlen war das bisher der Fall, während der PC beim Gewinn die Nase vorn hatte. Für 2018 melden erste Analysten allerdings auch hier eine Veränderung: 51 Prozent des weltweiten Gewinns entfallen ihnen zufolge 2018 auf mobile Titel, die auf Smartphone und Tablet gespielt werden.

Betrübliche Zahlen für PC- und Konsolenspieler

Der PC- und Konsolenmarkt gilt als gesättigt. Er ist nicht etwa auf dem Absteigenden Ast, sondern verharrt, während Mobile-Games rasant vorbeiziehen.

Neben den 51 Prozent teilen sich PC und Konsole die andere Hälfte des Kuchens: 25 Prozent Gewinnanteile für die Konsole und 24 für den PC. Die Analysen zeigen auch, dass es um ein Vielfaches mehr Spiele für Mobilgeräte gibt und immer neue Produkte auf den Markt kommen. Der Grund dafür sind deutlich simplere Mechaniken, weniger grafischer Aufwand und damit geringere Produktionskosten. Die Einstiegshürde für Entwickler ist niedriger und das bedeutet auch, dass die Spiele oft weniger Anspruch haben und damit zugänglicher sind für den breiten (Massen-)Markt.

Die Analysten von 'Newzoo' sagen außerdem voraus, dass sich dieser Trend fortsetzen wird und in drei Jahren rund 60 Prozent auf Mobile-Games entfallen werden. Größter Wachstumsmarkt für sie ist übrigens Asien, wo 52 Prozent aller Games für Smartphone und Co. gekauft und gespielt werden, davon 28 Prozent in China. Für PC-Titel sagt man bei Newzoo nur noch magere 1,8 Prozent Wachstum voraus. Der Markt ist gesättigt.

Quelle: arstechnica.com

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