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Lootboxen sind Glücksspiel: Belgien urteilt über Battlefront 2 und Overwatch

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von Benjamin Krämer -

Sind Overwatch und Battlefront 2 als Glücksspiele zu kennzeichnen? Dieser Frage ging die belgische Spielekommission in den letzten Tagen nach. Jetzt hat der Justizminister selbst das Urteil gegen EA verkündet und fordert eine EU-weite Kennzeichnungspflicht für die genannten Games.

Nachdem die Ermittlungen der belgischen Spielekommission bekannt geworden waren, nahmen die Gamingseiten weltweit diesen Schritt zum Anlass einer ausgedehnten Berichterstattung (wir berichteten). Sie passte einfach perfekt zu dem aktuellen Shitstorm rund um Mikrotransaktionen und Lootboxen im neuen Star Wars Battlefront 2 des umstrittenen Publishers EA. Der belgische Justizminister verkündete jetzt die Entscheidung gegen den Gaming-Riesen mit den Worten: "Glücksspiel mit Videospielen zu verknüpfen, besonders für eine junge Zielgruppe, ist eine Gefahr für die geistige Gesundheit eines Kindes."

Lootboxen: Ein Fall für die EU?

Justizminister Koen Geens verkündete außerdem, dass man den Fall vor die EU bringen wolle, da es sich um ein Problem für ganz Europa handle. Falls dieses Anliegen durchkommt, wäre das ein herber Rückschlag für Electronic Arts, da die EU einer der Hauptabsatzmärkte der Spieleindustrie ist. Die Konsequenz wäre: EU-weite Entfernung aus den normalen Verkäufsräumen, Kennzeichnungspflicht als Glücksspiel und eine FSK ab 18 Jahren. Die Verluste würden in die Millionen gehen. Ob die europäischen Entscheider Belgiens Vorbild folgen werden, bleibt allerdings abzuwarten.

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