Patente in den USA

Nintendo Switch: Beamer für unterwegs?

Foto von Michael Springer

von Michael Springer -

Vergangene Woche hat Nintendo erstmals sein neues Gaming-System 'Switch' präsentiert. Der Reveal-Trailer macht Lust auf mehr – bis jetzt sind allerdings nur wenige Fakten zum Gerät bekannt. Von Nintendo eingereichte Patente heizen nun die Gerüchteküche um mögliche Features an.

Fließender Übergang zwischen Konsolen- und Handheld-Modus, abnehmbare Wireless-Controller, modulare Kombinationsmöglichkeiten – im Vorstellungsvideo zum 'Nintendo Switch' hat das japanische Unternehmen einige Features seines neuen Produkts bereits vorgeführt. Vieles bleibt jedoch unklar: Was sind die technischen Spezifikationen des Systems, wird es andere Eingabegeräte geben, welche Funktionen wurden noch nicht gezeigt?

Im März nächsten Jahres wird das 'Switch' erscheinen. Nintendo hält sich zum jetzigen Zeitpunkt aber noch bedeckt, weitere Details will der Konzern erst 2017 preisgeben. Klar ist nur: Das war noch nicht alles. Im Internet wird wild über mögliche Features spekuliert, das Interesse an der Hybrid-Konsole ist groß.

Projektor, Bewegungserkennung, Touchscreen

Auszug aus einem Nintendo Patent

Projektor-Funktion und Bewegungssteuerung im Zusammenspiel  

Quelle:  Nintendo Patent 

Auszug aus einem Nintendo Patent

Projektor-Funktion und Bewegungssteuerung im Zusammenspiel  

Quelle:  Nintendo Patent 

Hinweise könnten aus den USA kommen: Nintendo hat dort Patente angemeldet, die in Bezug auf eine mobile Spielkonsole neben üblichen Merkmalen wie Touchscreen, GPS-Tracker und Kamera auch neuartige Features beschreiben. So soll das dargestellte Gerät Formen, Gesten und Bewegungen erkennen und verarbeiten können. Auf diese Weise ließen sich etwa Spielfiguren steuern, Fahrzeuge lenken oder Befehle eingeben. Besonders interessant ist allerdings eine integrierte Projektor-Funktion: Mit ihr soll es möglich sein, Bilder auf Flächen und Hände zu projizieren.

Am Beispiel eines Baseball-Spiels illustriert das Patent das Zusammenwirken dieser Features. Per Gestensteuerung wird ein Ball, den das Gerät auf eine Hand projiziert, geworfen oder gefangen. Die Eingaben werden verarbeitet und auf dem Bildschirm wiedergegeben – der Ball fliegt scheinbar in die Konsole hinein und wieder heraus.

Erwartungen dämpfen

Unmittelbar mit dem 'Switch' haben die Patente aber nicht zu tun, Nintendo schützt mit ihnen lediglich generelle Entwicklungen für eine mobile Spielkonsole. Nun bestätigte Features des 'Switch' wie die abnehmbaren Kontroller oder der TV-Link sind allerdings auch vorab in Patenten aufgetaucht. Daher liegt die Vermutung nahe, mit den hier beschriebenen Funktionen würde es sich ähnlich verhalten. Eine Garantie ist das jedoch nicht.

Zweifel drängen sich darüber hinaus von der technischen Seite auf. Kleine, leistungsfähige Projektoren sind vergleichsweise teuer, könnten den Preis des 'Switch' in die Höhe treiben. Bei hoher Strahlkraft würde die Funktion zudem viel Energie verbrauchen und somit die Akkulaufzeit reduzieren. Entgegenwirken ließe sich diesem Problem mit abgedunkelten Räumen und weißen Projektionsflächen – insgesamt keine guten Voraussetzungen für einen mobilen Betrieb. Auf einen praktischen Beamer für unterwegs müssen wir daher wohl noch etwas warten.

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