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Nach der PS5 ist Schluss

Nur noch eine Generation? Ubisoft-Chef prophezeit Ende der Konsolen

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von Sebastian Hardt (@hardtboiled)-

Gibt es bald keine Spielekonsolen mehr? Geht es nach Yves Guillemot, Chef des Spieleherstellers Ubisoft, ist nach der nächsten Generation Schicht im Schacht. Gezockt werde dann stattdessen nur noch über Dienste wie 'Geforce Now', die Games in bester Qualität an jedes denkbare Endgerät streamen.

Erinnert ihr euch noch an Geforce Now? Mit dem Dienst des Grafikkarten-Herstellers Nvidia lassen sich theoretisch sehr fordernde Spiele auf Uralt-Rechnern spielen. Die eigentliche Rechenleistung vollbringen leistungsstarke Maschinen in der Cloud und das Ergebnis wird dann über eure Internetleitung zu euch gestreamt. So richtig im Mainstream ankommen will die Technik, die sich gerade in der kostenlosen Beta befindet, zwar noch nicht. Für den Chef des Gaming-Riesen Ubisoft Yves Guillemot ist dieses Prinzip aber offenbar die Zukunft. In einem Gespräch mit 'Variety' orakelte er jüngst: Es gibt noch eine Konsolengeneration, danach wird nur noch gestreamt.

Ubisoft: Noch eine Konsole, dann war’s das

Yves Guillemot von Ubisoft

Für Ubisoft CEO Yves Guillemot sind Spielekonsolen ein Auslaufmodell.  

Quelle:  Ubisoft 

Yves Guillemot von Ubisoft

Für Ubisoft CEO Yves Guillemot sind Spielekonsolen ein Auslaufmodell.  

Quelle:  Ubisoft 

Nach der PlayStation 5 und der nächsten Xbox-Iteration (und nach dem, was auch immer Nintendo aus dem Hut zaubert) wäre demnach also Schluss in Sachen Konsolen. Und tatsächlich wäre die Vorstellung verlockend: Einfach den Fernseher oder das Tablet einschalten und den neuesten Spiele-Blockbuster zocken, ohne alle vier oder fünf Jahre neue Hardware kaufen zu müssen.

Auch PC-Spieler dürften sich darüber freuen: Systemvoraussetzungen prüfen? Nicht nötig. In den Grafikeinstellungen so lange Regler verschieben, bis die Wohlfühlzone erreicht ist? Überflüssig, es läuft ja schon alles flüssig und mit maximalen Details - im Idealfall jedenfalls.

Bemerkenswert ist, dass sich mit Guillemot jemand in dieser Sache äußert, der selbst weder einen solchen Dienst anbietet, noch im Hardware-Geschäft tätig ist. Allerdings hat er als einer der größten Spielehersteller natürlich ein gesteigertes Interesse daran, dass seine Games für jeden verfügbar sind. Und Games-Streaming könnte genau das möglich machen: "Unser Potenzial im PC- und Mobilmarkt ist massiv, vor allem in China. Langfristig werden neue Formen des Spielens, ermöglicht insbesondere durch Streaming, unseren Games ein viel größeres Publikum eröffnen", sagt er.

Quelle: Variety

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