Fast wie echte Haustiere

Project Porg: Tamagotchi trifft Star Wars und Mixed Reality

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von Michael Springer -

Chewbacca nimmt euch in die Pflicht: Im neuen Mixed-Reality-Spiel 'Project Porg' dürft ihr eure eigene kleine Porg-Familie hegen und pflegen, mit ihnen spielen, ihre Charakterzüge und Eigenarten entdecken.

Dass nicht alle Fans mit der Richtung einverstanden sind, die Disney mit dem Star-Wars-Universum eingeschlagen hat, ist ein Understatement: Im Netz stapeln sich die aufgeheizten Diskussionen um 'Das Erwachen der Macht' und 'Die letzten Jedi', es gibt minutiöse Kritik-Videos, die länger sind als die Filme selbst. Man mag von den neuen Episoden halten, was man möchte - aber, ganz ehrlich, die kleinen 'Porgs' findet wohl jeder niedlich. Das weiß natürlich auch Disney und deswegen bekommen die kleinen Seevögel bald ihr eigenes Mixed-Reality-Spiel.

Project Porg: In der Mixed Reality die eigene Porg-Familie aufziehen

'Project Porg' heißt das mit Mixed Reality aufgemöbelte Tamagotchi-Spiel, welches Lucasfilm (das mittlerweile zu Disney gehörende Filmstudio hinter den Star-Wars-Filmen) entwickelt. Ein Wermutstropfen vorweg: 'Project Porg' soll vorerst nur für 'Magic Leap One Headsets' erscheinen und dort kostenlos zum Download bereitgestellt werden. Wer keine solche Brille hat, guckt in die Röhre, denn eine App-Auskopplung etwa für Smartphones ist momentan nicht geplant.

Den Pflegeauftrag für die kleine Porg-Horde bekommt ihr in Project Porg von einem alten Bekannten: Chewbacca ist auf wichtiger Mission unterwegs und kann sich nicht selbst um die Star-Wars-Pinguine kümmern. Deshalb macht C3PO euch mit der Hintergrundgeschichte vertraut und erklärt die Details der Porg-Pflege.

Im Kern funktioniert das Spiel wie die guten, alten Tamagotchis. Damit die Porgs glücklich sind und hoffentlich kleine Porg-Eier legen, müsst ihr sie füttern, sie pflegen, mit ihnen spielen. Dank Mixed Reality kommen die Porgs dabei wie waschechte Haustiere daher: Man kann ihnen Bälle zuwerfen, die sie freudig und brav zurückbringen, sie den Punkt eines Laserpointers jagen lassen oder sie von Hand füttern - gesteuert wird das Ganze über den Controller der Magic-Leap-One-Brillen. "Es kommt wirklich der Beziehung sehr nahe, die man zu seinem Hund oder seiner Katze aufbaut", sagt Matt Martin, einer der Entwickler.

Jeder Porg soll dabei seine eigene Persönlichkeit, spezielle Eigenarten und Vorlieben mitbringen. Das Spiel bindet euch diese Charaktereigenschaften allerdings nicht auf die Nase, sondern ihr müsst sie Stück für Stück selbst entdecken. Das soll die Bindung an die virtuellen Federtiere stärken: "Du baust über die Zeit tatsächlich eine Beziehung zu diesen Charakteren auf", erklärt die Projektverantwortliche Vicki Dobbs Beck. Sie seien wie Begleiter.

Wer alles richtig macht, darf sich über niedlichen Porg-Nachwuchs freuen, der das Herz der Testerin im Video sichtlich erwärmte: "Man kann sie nicht nicht lieben." Na dann.

Ausblick in die Zukunft von Mixed Reality

Damit die Porgs authentisch herüberkommen, haben die Entwickler des Spiels eng mit den Künstlern zusammengearbeitet, die die Tierchen auch in den Filmen zum Leben erweckt haben. Trotzdem wirkt der Tamagotchi-Verschnitt im Vorführvideo noch etwas unausgegoren: Animationen und Übergänge kommen etwas hakelig daher, die Framerate könnte besser sein (offenbar ein generelles Problem der Hardware, heißt es in Reviews).

Noch haben die Entwickler jedenfalls genügend Zeit zur Verbesserung, denn ein Release-Termin steht bis dato nicht fest. Zeitdruck gibt es offenbar keinen, da die Verantwortlichen Project Porg eher als zukunftsweisend betrachten: "[Es] ist ein ehrgeiziges Experiment und ein wichtiges, weil es die Fantasie der Menschen darüber anregt, was in Zukunft mit Mixed Reality möglich sein wird. Du kannst denselben Begleiter mit dir nehmen, an öffentliche Orte, vielleicht sogar in einen Freizeitpark." Bis dahin ist es allerdings noch ein weiter Weg.

via Mashable

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