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Ready to rumble: Europäische Publisher vereinen sich gegen AdBlocker

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von Sven Schäfer (@kreativfrei)-

Der virtuelle Krieg gegen die AdBlocker geht in die nächste Runde. Bereits seit Anfang des Jahres forcieren diverse europäische Medienunternehmen eine Kampagne gegen die beliebten Werbeblocker. In Frankreich haben sich nun weitere Publisher dazu entschieden, geschlossen gegen die AdBlocker und deren Nutzer vorzugehen.

Die verschiedenen Browser-Erweiterungen - wie zum Beispiel AdBlock Plus - mit denen man die oftmals nervige Online-Werbung ganz einfach ausblenden kann, erfreuen sich auch weiterhin größter Beliebtheit - zumindest bei den Nutzern. Den werbetreibenden Unternehmen, die laut eigener Aussage auf die Einnahmen aus der Online-Werbung angewiesen sind, sind diese AdBlocker hingegen mehr und mehr ein Dorn im Auge. Aus diesem Grund haben sich jetzt weitere Firmen der Kampagne angeschlossen, um die User dazu zu bewegen, die Erweiterung zumindest zeitweise zu deaktivieren.

Frankreich ist federführend im Kampf gegen AdBlocker

In Frankreich haben sich nun weitere große Medienunternehmen, wie unter anderem L’Équipe, L’Express, Altice Media und M6 dazu entschieden, ihre Inhalte zu sperren, sobald man die Webseiten mit einem aktivierten AdBlocker ansurft. In diesem Fall sehen die User nur den Hinweis, dass man den Werbeblocker abschalten muss, um auf die Inhalte zugreifen zu können. Dieser Umstand sorgte jedoch in erster Linie dafür, dass sich die Nutzer in den sozialen Medien darüber echauffierten und nun befürchten, dass die Bewegungsfreiheit im Internet weiter eingeschränkt wird.

Auch hierzulande versuchen Medienunternehmen wie Spiegel Online, Die Zeit oder die FAZ gegen die AdBlocker vorzugehen - bislang jedoch eher mit mäßigem Erfolg. Außerdem sorgten die Bemühungen sogar dafür, dass die Download-Zahlen der verschiedenen AdBlocker zum Teil deutlich angestiegen sind.

Ein deutsches Boulevardmagazin hat sich hingegen dazu entschlossen, die Inhalte komplett zu sperren, falls man die Seite mit einem aktivierten AdBlocker aufruft. Es bleibt allerdings abzuwarten, ob sich die User tatsächlich mit dieser Entscheidung abfinden werden oder sich stattdessen lieber andere Informationsquellen suchen, als sich in ihrer virtuellen Bewegungsfreiheit einschränken zu lassen.

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