Im Westen nichts Gutes

Red Dead Online enttäuscht mit neuem Update

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von Julius Zunker -

Red Dead Online wurde als der Nachfolger von GTA Online gehandelt. Doch aller Hype kam schnell zum Erliegen, als sich abzeichnete, dass sich die Spielmechaniken des Western-Epos schlecht vom Singleplayer-Modus auf den Multiplayer-Modus übertragen ließen. Finale Abhilfe sollte am 26.02. ein großes Update bringen. Doch das Gegenteil scheint der Fall zu sein.

Das Leben in den Badlands und in den Grenzlanden des Wilden Westens ist hart. Wilde Tiere, andere Spieler, Ladezeiten und nie Patte in der Tasche für Munition oder coole Outfits. Als wäre dies nicht schon hart genug, wollen Rockstar Games jetzt einige Inhalte in Red Dead Online plötzlich auch noch klingende Münzen sehen. Obendrein sind einige der im Update angekündigten Inhalte noch gar nicht verfügbar - obwohl sie bereits im Spiel integriert sind und für tägliche Herausforderung gefordert werden. Die Stimmung zwischen Prärie und Saloon schien nie schlechter gewesen zu sein.

Geladene Prärieluft auf Reddit

Auf Reddit machen sich nun einige User Luft und führen an, was es im Westen so an schlechtem Neuen gibt. Ein Thread zu dem Thema hat bereits mehr 12.000 Upvotes. Der Titel spricht Bände: "Red Dead Online's first major update pushes microtransactions while cutting major sources of player income in half" (zu Deutsch: Das erste große Update für Red Dead Online setzt auf Mikrotransaktionen und halbiert gleichzeitig die wichtigsten Einkommensquellen der Spieler). Der User "AFatBlackMan" listet hier genau auf, was die Patchnotes versprachen und was nun tatsächlich in Red Dead Online existiert.

Red Dead Online: Fürs Jagen streichen Spieler jetzt nur noch die Hälfte an Geld ein.  

Quelle:  Rockstar Games 

Red Dead Online: Fürs Jagen streichen Spieler jetzt nur noch die Hälfte an Geld ein.  

Quelle:  Rockstar Games 

So ist eine der beiden neuen Waffen, der 'Evans Repeater', im Spiel bisher als "Bald verfügbar" aufgelistet. Mit ihm will aber schon eine der neuen Tages-Quests abgearbeitet werden. Ohne kaufbare Flinte ist dies nun schlicht nicht möglich. Zudem findet sich von der neuen Bleispritze keine Spur im Offline-Game. Verfügbar ist hingegen die neue "Seltene Schrotflinte", diese ist aber schlechter als die normale doppelläufige Flinte mit allen Updates (was allerdings bei anderen Waffen auch schon so war).

Das Update hat des Weiteren urplötzlich die Garderobe eingeschränkt. Einige der Kleidungsstücke sind nun nicht mehr verfügbar. Darüber hinaus sind nun zwar neue Emotes vorhanden, die allerdings wollen bezahlt werden. Alles nicht so wild, würde der tapfere Pionier im digitalen Westen sagen, man kann sich das ja im Spiel erarbeiten. Pustekuchen sagen Rockstar und Take Two. Mit dem neuen Update nämlich wurden die finanziellen Belohnungen der Jagd halbiert. So kosten neue Waffen und Klamotten unterm Strich plötzlich doppelt so viel wie vorher. Wer nicht fürs Equipment jagen will, muss nun eben in die Offline-Tasche greifen und tatsächlich bezahlen – Hallo, Microtransactions!

PvP plötzlich Spielbestand

Auch Reddit-User 'desmondao' beklagt die Halbierung der Jagderträge und die hohen Preise der neuen Emotes. Er lässt sich aber noch über eine weitere Neuerung aus: Eine der Tages-Herausforderung verlangt es, drei andere Spieler mit Headshots umzulegen. Red Dead Online hat allerdings schon genug Probleme mit Griefern. Wer so beispielsweise von einem anderen Spieler im Game attackiert wird und sich wehrt, in Notwehr also den Angreifer erledigt, findet sich plötzlich mit schlechtem Ruf und Kopfgeld abgestraft. Mit derlei Updates und zerplatzten Spielerträumen im Genick wird sich Rockstar auf Dauer wenig Freunde machen.

Quelle: Reddit

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