Kampf gegen 'Asset Flippers'

Steam macht Ankündigung wahr: 173 Fake-Titel entfernt

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von Benjamin Krämer -

Im Kampf gegen Fake-Spiele hat Steam jetzt Fakten geschaffen: 173 Spiele, die einfache Kopien der Originale sind, wurden in einer großangelegten Löschaktion aus dem Sortiment entfernt.

Schwierig kann die Fahndung nach den dreisten Kopien nicht gewesen sein, denn sie stammen alle aus den beiden zusammengehörigen Entwicklerstudios 'Silicon Echo' und 'Zonitron'. Sie sind sogenannte 'Asset Flippers', Entwickler, die Charaktermodelle, Effekte und Animationen von anderen Entwicklern kaufen und dann als Grundlage für eigene Projekte nutzen. Das ist zwar nicht unüblich in der Spielebranche, normalerweise werden die gekauften 'Assets' aber stark verändert und nicht einfach so belassen und zu einer dreisten Kopie zusammengeschustert. Dahinter verbirgt sich ein eigenes Geschäftsmodell: Spiele werden schnell und kosteneffizient programmiert und mit nur marginalen Änderungen versehen. Am Ende wird das qualitativ schlechte Endergebnis in Spielebundles oder Gratisangeboten auf den Markt geworfen.

Warum Fake-Spiele funktionieren

Steam-User haben den Markt für Fake-Spiele erst groß gemacht

Schlechte Spiele? Warum sollte man die kaufen? Diese Frage stellen sich viele Gamer zu Recht. Allerdings haben sie tatsächlich Konjunktur und das liegt an den virtuellen Sammelkarten von Steam. Durch den Kauf von Spielen kommen Steam-Kunden nämlich leichter an sie ran und handeln damit. Es ist sozusagen ein Markt im Markt entstanden, der immer unglaublichere Formen annimmt. Das dürfte auch der Hauptgrund dafür sein, dass 10 Prozent aller Neuerscheinungen im August von Zonitron stammen, dem oben genannten Entwickler von Fake-Spielen.

Valve hat angekündigt, weiter hart gegen entsprechende Studios vorzugehen und hat ein eigens dafür zuständiges Team eingesetzt. Uns freut's.

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