Valve baut Marktmacht aus

Steam mit neuem Rekord: Bisher 6.000 Titel in 2017

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von Benjamin Krämer -

Steam ist zu so etwas wie einem Synonym für PC Spiele geworden. Die Plattform dominiert den digitalen Spielemarkt massiv und unterstreicht seine Rolle als Branchenprimus mit mittlerweile über 19000 angebotenen Spielen insgesamt. Allein 6000 davon fallen auf Neuerscheinungen im Jahr 2017.

Der Zuwachs an angebotenen Spielen ist dramatisch: Während zwischen Steams erstem Jahr 2003 und 2013 noch teilweise deutlich unter 1000 Spiele pro Jahr herauskamen, sind die Sprünge seither enorm: 2014 waren es schon 2000, ein Jahr später 3000, dann 4000 im Jahr 2016 und stolze 6000 in diesem Jahr bisher. Damit kommt der gesamte Store auf über 19000 angebotene Spiele. Diese Flut an Neuerscheinungen liegt auch an den aggressiv auf den Markt gebrachten Fake-Titeln, gegen die Steam aktuell massiv vorgeht. Viele dieser Titel dürften simple Kopien größerer Spiele sein, die niemals das Licht der Frontseite erblicken. Trotzdem ist es bemerkenswert, dass circa ein Drittel aller Steamspiele allein in diesem Jahr veröffentlicht wurden.

Steams massive Marktmacht wird zementiert

Valves Online-Gaming-Plattform warf 2015 3,5 Mrd. Dollar Umsatz ab. Dieser steigt aber deutlich langsamer, als die Zahl der Neuerscheinungen. Viele neue Spiele bedeuten also nicht automatisch mehr Umsatz

Zur Verdeutlichung von Steams Position reichen folgende Zahlen: 2013 wurden bereits 92 Prozent aller Spiele digital vertrieben. Von diesen 92 Prozent hatte Valves Cashcow einen Marktanteil von bis zu 70 Prozent. Seither dürfte diese Zahl noch deutlich gestiegen sein, da mittlerweile die Konkurrenzplattformen wie Origin oder Uplay ihre Titel ebenfalls bei Steam anbieten. Außerdem konnte sicherlich von mehreren Skandalen bei EA profitiert werden, was zu massenhafter Abwanderung von Origin zu Steam geführt haben dürfte. Ob diese Monopolstellung dem Spielemarkt gut tut ist Mittelpunkt vieler Diskussionen. Eine zentrale Spielebibliothek zu besitzen macht das Gaming extrem einfach, während gleichzeitig Valves Support massiv in der Kritik steht und Spiele dort sehr teuer sind.

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