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China Number One?

Steam zieht jetzt auch nach China!

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von Benjamin Krämer -

Valve zieht mit seiner beliebten Spieleplattform Steam nach China! Das sind große Neuigkeiten, fristete der Marktführer im Reich der Mitte doch bisher ein Schattendasein und wurde vor kurzem gar vom Regime in Peking in einigen Bereichen zensiert. Jetzt soll es aber offiziell angegangen werden - mit einem Joint Venture.

Spiele und China sind ein schwieriges Thema. Generell sind westliche Unternehmen in China ein schwieriges Thema. Das musste bisher auch Valve einsehen und hielt sich aus dem Reich der Mitte bisher vornehm heraus. Die Folge war, dass Steam dort kaum benutzt wurde und nur durch Umwege und mit Performance-Einbußen genutzt werden konnte. Nun aber hat man sich offenbar mit der chinesischen Firma 'Perfect World' zusammengetan, die bereits die chinesischen Portierungen der Spiele Dota 2 und Counter-Strike: Global Offensive für Valve vornahm.

Gemeinsam soll der Steam Client für die aufstrebende Weltmacht angepasst werden und den rasant wachsenden Markt im Fernen Osten bedienen, der zwar besonders im Mobile-Markt massiv aufholt, aber auch an allen anderen Fronten höhere Wachstumszahlen aufweist als andere Regionen. Immerhin leben dort über 1,2 Milliarden Menschen, die immer reicher werden im Vergleich zu früheren Tagen.

Gaming in China: Ein schwieriges Pflaster

Ausländische Firmen wie Valve werden in China von der Politik gegängelt. Gleichzeitig ist China der größte einzelne Spielemarkt der Welt.

Spielehersteller haben es in China nicht leicht. Generell ist es für ausländische Unternehmen schwierig dort Fuß zu fassen, weil das Regime in Peking vorschreibt, dass sie sich mit chinesischen Tochter- oder Partnerfirmen zusammentun müssen, um ihre Produkte dort anbieten zu können. Damit sichert sich das kommunistische Regime Wirtschaftsvorteile über reine Steuereinnahmen hinaus und saugt gleichzeitig wertvolles Fachwissen ab, was Politiker aus aller Welt bereits seit langer Zeit kritisieren. Letztendlich wird bei Valve aber wie bei anderen Firmen auch der Wunsch gesiegt haben, noch mehr Kunden zu erreichen.

Einfach wird es aber trotzdem nicht, da China eine Leitlinie hat, die besagt, dass Spielinhalte 'gut' sein müssen im Sinne von 'glücklich machend'. Das führte in der Vergangenheit bereits zu kuriosen Fällen, in denen beispielsweise in World of Warcraft sämtliche Untote kurzerhand mit normalen, frischen Körpern ausgestattet wurden. Zombies adé, die machen eben nicht glücklich. Was Steam sich da eingebrockt hat, wird die Zukunft zeigen. Die chinesischen Spieler dürfte es aber freuen.

Quelle: The Verge

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