Die besten Games von damals

Videospiele, die unsere Kindheit prägten: Netz.de im Nostalgie-Rausch

Foto von Sebastian Hardt

von Sebastian Hardt (@hardtboiled)-

Die besten Momente im Leben erlebt man ja bekanntlich in jungen Jahren im Zusammenhang mit Videospielen. Die Netz-de-Redaktion hat mal in der Mottenkiste gekramt und einige ziemlich skurrile Erinnerungen an ihre Lieblingsgames hervorgekramt. Also: Rosarote Brille aufgesetzt und Feuer frei!

Achterbahn fahren und Mama zieht den Stecker

Uff, Lieblingsspiel der Kindheit. Riesenthema – da kommen viele Anwärter in Frage. Es tut mir leid für die Verlierer, aber ich muss mich ja entscheiden. Ich sage: 'RollerCoaster Tycoon', der erste Teil. Einen Freizeitpark eröffnen, eigene Achterbahnen von Grund auf designen und alles so gestalten, wie es einem gefällt – geht's besser?!

Michael von Netz.de

Baut gerne Achterbahnen und wischt Kotze weg: Michael  

Quelle: (Netz.de / Sebastian Hardt) 

Michael von Netz.de

Baut gerne Achterbahnen und wischt Kotze weg: Michael  

Quelle: (Netz.de / Sebastian Hardt) 

In das Spiel habe ich Stunde um Stunde versenkt. So viele, dass es zum Showdown kam: Die Familie saß draußen beim Grillen, ich saß drinnen an der nächsten Runde 'Forest Frontiers', immer auf der Suche nach dem besten Freizeitpark der Welt. Irgendwann fand meine Mutter das gar nicht mehr witzig. Es fiel der Satz, der fallen musste. Viele von euch werden sich an ihn erinnern: "Du machst jetzt aus oder ich zieh' den Stecker." Ich weiß nicht, ob sich Mütter weltweit insgeheim auf diese Drohung verständigt haben – auf jeden Fall hat sie funktioniert. Ich lenkte ein: "Nur noch kurz speichern."

'RollerCoaster Tycoon' stellt dem Spieler verschiedene Aufgaben: Bis zum Ende des zweiten Jahres muss der Park mindestens eine Wertung von 600 erreichen, mehr als 750 Besucher sollen vor Ort sein. Als Kind war mir das egal – ich wollte einfach nur meinen Park bauen. Und wenn der Feinschliff einer Achterbahn zwei Stunden beanspruchte, dann war das eben so. Mein Finanzmanagement orientierte sich oft am Prinzip Hoffnung: Den größtmöglichen Kredit aufnehmen und die Hälfte davon direkt in die nächste Achterbahn pumpen. Wird schon funktionieren. Dass die Zinsen bald für böse rote Zahlen sorgten, wird niemanden überraschen.

Epochenkriege auf dem Beifahrersessel

Dennie von Netz.de

Lässt Imperien lieber von Verwandten leiten: Dennie.  

Quelle: (Netz.de / Sebastian Hardt) 

Dennie von Netz.de

Lässt Imperien lieber von Verwandten leiten: Dennie.  

Quelle: (Netz.de / Sebastian Hardt) 

Wo soll ich anfangen… 'Dungeon Keeper', 'Sonic the Hedgehog', 'Abe's Odyssey' oder doch 'Dino Crisis'? Jeder dieser Titel löst eine ganze Reihe emotionaler Flashbacks aus - Achterbahnfahrten aus tollen Momenten, in denen sich Frust und Erfolgserlebnis abwechselnd die Klinke in die Hand drücken. Mit diesen und dutzenden weiteren Games verbinde ich unzählige Stunden an Spielspaß. Doch letztendlich entscheide ich mich für 'Age of Empires' und das aus einem ganz simplen Grund: Das Echtzeit-Strategiespiel hat nicht nur mich gepackt, sondern auch meinen Vater.

Alleine konnte ich stundenlang PS1-Spiele zocken. Oder ich habe mich mit Kumpels eingeschlossen und rote Panzer auf die gegnerischen Karts von Mario, Toad und Bowser abgefeuert. Doch bei Age of Empires habe ich nicht nur selbst glorreiche Schlachten geschlagen, sondern komplette Wochenenden damit verbracht, meinem Dad über die Schultern zu schauen – die Geburtsstunde der 'Let's Plays'?!

Obwohl mich mein Dad erst mit dem Gaming-Fieber "ansteckte", war er selbst nie wirklich Teil des Hypes - nach Age of Empires blieb plötzlich die Zeit stehen. Doch wenn er die Zeit findet, zockt er heute noch. Das ist einfach bei mir hängen geblieben.

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