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Die besten Games von damals

Zerg-Scharmützel in Schlumpfhausen

Geschätzte Lesezeit: ca. 10 Minuten

Cliffguards an der zweiten Exe. Durch den Choke pushen du Chobo!

Lieblingsspiel aus der Kindheit – was für eine einfache Frage. Zumindest dann, wenn man Starcraft 1 und besonders 'Starcraft: Broodwar' so intensiv durchgesuchtet hat wie ich. Nach Läuten der Schulklingel hatte ich direkt mein erstes Workout, weil ich nach Hause rennen musste um den Computer anzuschmeißen. Starcraft: Broodwar rein und ab in die Multiplayerschlachten. Bald folgten Clanmitgliedschaften und Spiele gegen spätere Esportgrößen wie Templars of Twilight.

Benjamin von Netz.de

Switcht gegen Massmuta stets auf MMF: Benjamin.  

Quelle: (Sebastian Hardt) 

Benjamin von Netz.de

Switcht gegen Massmuta stets auf MMF: Benjamin.  

Quelle: (Sebastian Hardt) 

Extra Ansporn (und Beginn des Niedergangs) waren ernsthafte Profiambitionen, nachdem ich mich mit Spielern wie Mondragon gemessen hatte und mich halbwegs behaupten konnte. Es folgten Sponsorings und Meisterschaftsspiele in der 1. BWCL – so etwas wie der damaligen Starcraft Bundesliga. Die Komplexität, herausragende Balance bei drei unterschiedlichen Fraktionen und die ganz eigene Kultur der Szene hatten mich fest in ihren Bann gezogen. "Cliffguards an der zweiten Exe. Durch den Choke pushen du Chobo! Switch auf MMF gegen Massmuta" – das war kein Kauderwelsch, sondern normaler Teamspeak-Sprech und Musik in meinen Ohren.

Doch nicht nur der extrem kompetitive Multiplayer-Part dieser RTS-Legende war in meinen Augen wegweisend. Auch die Kampagne, die storygetriebene Handlung mit ihren verblüffenden Zwischensequenzen und dem abwechslungsreichen Missionsdesign haben das Genre der Echtzeitstrategie für immer geprägt, mehr noch als Warcraft 1. Umso glücklicher war ich, als Blizzard mit den drei Starcraft 2 Teilen einen würdigen Abschluss der Serie hinlegen konnte. Obwohl ich das selbst nicht mehr auf Profilevel spielen kann, sitze ich noch immer häufig vor Twitch TV und folge den Livestreams meiner Lieblingsspieler.

Wegen der Eichhörnchen bis zum Ende durchgeschlumpft

Im Vergleich zu meinen Kollegen fällt meine Videospiel-Karriere wesentlich kürzer aus, denn sie beschränkt sich im Wesentlichen auf Games, die auf dem Super Nintendo oder auf dem GameBoy liefen. Wobei anzumerken ist, dass ich mir immerhin auch diese klobige Kombination aus Lupe und Lampe besorgt habe, die man auf den GameBoy aufstecken konnte. Immerhin!

Sandra von Netz.de

Findet Papa Schlumpf viel besser als Links Strumpfhosen: Sandra.  

Quelle: (Netz.de / Sebastian Hardt) 

Sandra von Netz.de

Findet Papa Schlumpf viel besser als Links Strumpfhosen: Sandra.  

Quelle: (Netz.de / Sebastian Hardt) 

Der Super Nintendo war allein deswegen schon ein Knaller für mich, weil ich nie nie nie damit gerechnet hätte, ihn tatsächlich zum Geburtstag zu bekommen. Da die Beschlagnahmung des Stuben-Fernsehers nicht so gerne gesehen war, spielte ich in meinem Zimmer auf meinem Mini-TV. Besonders hoch im kurz standen bei mir 'Die Schlümpfe' Die fröhliche Hintergrundmusik und die niedlichen Figuren waren wohl ausschlaggebend für meine Wahl. Außerdem sind die Eichhörnchen in den Bäumen sooo süß – auch wenn sie den Spieler mit Eicheln bewerfen. Eins der wenigen Videospiele, die ich wirklich bis zum Ende durchgespielt habe.

Mir gefallen heute noch die Spiele am besten, bei denen man erkennen kann, was die Figuren darstellen sollen. Deswegen war Zelda auch nie eine Option, da erkannte man doch kaum was, wenn der Fraggle mit seiner grünen Strumpfhose da herumtingelt.

PewPewPew

Als Kind spielte ich viele Adventures und RPGs auf dem SNES. Dazu gehörten 'Lufia', 'Teranigma', selbstverständlich 'Secret of Mana' und viele andere. So richtig für ein Spiel gebrannt habe ich aber erst, als ich das erste Mal auf LAN-Party war und die Beta-Version von 'Counter Strike' die Rechner zum Glühen brachte. Meinen damaligen Rechner überforderte der Shooter heillos – aber das war mir damals egal.

Dennis von Netz.de

10.000 Stunden lang besser als die ganzen Kids: Dennis  

Quelle: (Netz.de / Sebastian Hardt) 

Dennis von Netz.de

10.000 Stunden lang besser als die ganzen Kids: Dennis  

Quelle: (Netz.de / Sebastian Hardt) 

Würde ich mir heute, 18 Jahre nach diesem einschneidenden Erlebnis, bei meinen ersten Gehversuchen mit 'cs_assault' zuschauen, dann würde ich mich für meine lausige Performance in Grund und Boden schämen. Trotzdem: Counter Strike ist und bleibt DAS Spiel meiner Jugend. Gut, dass Steam damals nicht schon die gespielte Zeit aufgezeichnet hat, denn da stünden heute sicher 10.000 Stunden. Wenn nicht sogar mehr.

Durch Counter Strike habe ich viele Freunde kennengelernt, mit denen ich heute noch befreundet bin. Und zusammen spielen wir es immer noch. Zwar keine 30 - 40 Stunden pro Woche und auch nicht mehr die Version 1.6, aber 'CS:GO' macht mir mindestens genau so viel Spaß - und ich glaube, ich kann auch heute noch ganz gut mit den ganzen Kids mithalten.

Mich reizt an dem Spiel, dass man sich immer weiter verbessern kann und keine Runde der anderen gleicht. Und das Beste: In Sachen Teamplay und Taktik macht dem Game kaum ein Konkurrent etwas vor. Wer mit seinem Team nicht kommuniziert, hat schon verloren. Ganz werde ich wohl nie von Counterstrike loskommen. Selbst wenn ich es nicht mehr aktiv spiele, werde ich wohl noch lange Zeit regelmäßig die Turniere auf Twitch verfolgen und mit meinen Lieblingsteams mitfiebern. Go Big or go home!

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