DIY-Variante

Virtual Reality - für Nintendos Switch ab April im Bausatz

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von Julius Zunker -

Nintendo wagt den nächsten Schritt - irgendwie. Denn die Japaner steuern Virtual Reality an, aber sicherlich nicht so, wie es von ihnen erwartet werden würde. Es kommt nicht etwa als fertige VR-Brille, sondern ist Teil der Labo-Reihe: DIY für die Switch!

VR mag gefühlt ins Stocken geraten sein und wurde in vielen Belangen des Alltags längst von AR überholt. Im Konsolen-Bereich aber ist Virtual Reality zumindest als Bonus für die derzeitigen Next-Gen-Konsolen irgendwie unverzichtbar: Sonys Brille ist auf dem Markt, Microsoft behauptet seit Herbst, alles sei so gut wie fertig. Und Nintendo liefert jetzt ab, allerdings etwas anders als vielleicht gedacht. Denn mit der Eigenbau-VR aus der beliebten Nintendo Labo-Serie dürften die Japaner für eine Menge Erstaunen sorgen.

Virtual Reality für die Switch: Marke Eigenbau

Zur Erklärung für die Uneingeweihten: Nintendo Labo sind Bausätze aus Pappe, die sich mit den Sensoren und Kontrollen der Switch verbinden lassen und so "neue" Spielzeuge ergeben. Ein so fertiggestelltes Konstrukt wird 'Toy-Con' genannt. Gebastelt wird ohne Schere und Kleber, jeder Bausatz kann beliebig oft zusammengesteckt und wieder auseinandergenommen werden.

Nintendo Switch VR Toy-Con

Nintendo Switch VR: Die speziellen 'Toy-Cons' erlauben eigene Experimenten und geben der Konsole immer neue Perspektiven.  

Quelle:  Nintendo 

Nintendo Switch VR Toy-Con

Nintendo Switch VR: Die speziellen 'Toy-Cons' erlauben eigene Experimenten und geben der Konsole immer neue Perspektiven.  

Quelle:  Nintendo 

Der nun kommende Bausatz wird ein VR-Kit der besonderen Art sein. Wie gehabt soll sich der Preis auf 79,99 US-Dollar belaufen und sechs unterschiedliche Bausets beinhalten, darunter eine Retro-VR-Brille, ein Blaster-Gewehr, eine Kamera und ein Elefant. Neben dem Standard-Kit soll noch ein Einsteiger-Set für 39,99 US-Dollar erhältlich sein, in dem nur die Brille und der Blaster enthalten sein werden. Wer dann doch noch nachrüsten möchte, muss etwas tiefer in die Tasche greifen: Jedes zusätzliche Kit kostet einzeln 20 US-Dollar. In allen Kits ist eine Software-Karte mit den beigelegten Games enthalten, Bauanleitungen und eine Einweisung in den "Garage Mode", in dem sich komplett eigene Sets erstellen lassen.

"Wir wollten eine Erfahrung anbieten, die sowohl virtuelle als auch reale Interaktion zwischen den Spielern ermöglicht durch die Weitergabe der Toy-Con," so Doug Bowser, kommender Nintendo-US-Chef in einem Statement 'The Verge' gegenüber. Die ersten Labo-Kits erschienen im April 2018. Seitdem hat Nintendo unterschiedliche Sets veröffentlicht, Labo einigen Schulen zur Verfügung gestellt, allerdings auch angemerkt, dass mit der Reihe noch weitaus mehr erreicht werden könnte.

"Unser Ziel sind demographische Gruppen, die traditionell gar nicht mit Spielen zu erreichen sind," sagt Shinya Takahashi. "Über Nintendo Labo wissen jetzt ein paar Leute Bescheid, aber es sind noch so viele da draußen, so viel Potential, das wir noch erschließen können."

Erhältlich sein werden die Nintendo Labo VR-Kits ab dem 12. April.

Quelle: The Verge

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