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eSport auf dem Vormarsch

Was ist grün und spielt jetzt FIFA? Werder Bremen

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von Benjamin Krämer -

Beim SV Werder Bremen läuft es seit vielen Jahren nicht rund, weil das Runde nicht in das Eckige will. Das soll sich jetzt zumindest virtuell ändern, denn der Verein hat angekündigt, der virtuellen Liga beizutreten und ein eSport-Team für FIFA 19 zu gründen. Damit folgt der Traditionsverein der ebenfalls kürzlich elektronisch eingestiegenen TSG Hoffenheim.

Esport wird immer beliebter, was nicht zuletzt die stetig steigenden Nutzerzahlen der Streaming-Plattform 'Twitch.tv' zeigen. Der Hauptanbieter von eSport-Streams kann mittlerweile über 15 Millionen aktive Nutzer pro Tag aufweisen. Schaut man sich ab und zu mal die meistgesehenen Live-Übertragungen an, ist FIFA regelmäßig ganz oben mit dabei. Kein Wunder also, dass viele Fußballvereine ihr virtuelles Pendant aufbauen möchten, um ein Stück vom Kuchen abzubekommen. In der 'Virtuellen Bundesliga' tummeln sich bereits Wolfsburg, Schalke, Stuttgart, Leipzig, Leverkusen, Hertha und Nürnberg - plus, nun ganz neu, Hoffenheim und Bremen. Die Saison 2018/2019 wird auch wie bisher in Kooperation zwischen der Deutschen Fußball Liga (DFL) und Electronic Arts ausgetragen.

FIFA-eSport: Wer zieht noch mit?

Der Traum einer kompletten virtuellen Version der Bundesliga rückt näher - nur der FC Bayern sagt konsequent "Nein" zum eSport.

Einige Vereine gelten noch als mögliche Nachzügler der Virtuellen Bundesliga, darunter Dortmund, Frankfurt, Hannover und Mönchengladbach. Der Dauer-Spitzenreiter in der 'echten' Bundesliga, der FC Bayern (genauer: der Präsident des Vereins Präsident Uli Hoeneß), hat dem eSport allerdings eine klare Absage erteilt. Auch wenn München also nicht mitzieht, dürfte der elektronische Wettbewerb jetzt interessanter geworden sein und man darf gespannt bleiben, welchen Profi oder welche Profis sich die Grün-Weißen aus dem hohen Norden angeln werden. Frei geworden ist gerade Michael „MegaBit“ Bittner, der kürzlich Bochum verlassen hat.

Ulkig ist übrigens die Erklärung von Bremens Hauptsponsor, der Schlachterei-Gruppe 'PHW', warum man auch die eSport-Sparte unterstützen wolle: „Der SV Werder ist bisher in der digitalen Welt immer offensiv und innovativ vorangegangen. Wir mussten nicht lange überlegen, um auch diesen Schritt mitzugehen. Außerdem benötigen auch Gamer hochwertige Proteine, und davon haben wir einige Alternativen im Angebot." Na gut. Vielleicht klappt es mit den hochwertigen Proteinen ja virtuell, wenn es auf dem Rasen nicht so gut funktioniert.

Quelle: Gameswirtschaft.de

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