Plattformübergreifende Action

Xbox One ermöglicht bald Cross-Network Play gegen PC- und PS4-Spieler

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von Dennie Beneke (@debeneke)-

Im Rahmen der diesjährigen Spieleentwickler-Konferenz GDC kündigte Microsoft an, zukünftig Multiplayer-Matches zwischen plattformübergreifenden Titeln und deren Konsolen zu ermöglichen. Den Entwicklern steht es demnach frei, die Cross-Network-Funktionalitäten in ihren Spielen zu berücksichtigen.

Cross-Network Play weicht die Grenzen zwischen den Konsolen auf

Dass sich weltweit zahllose Konsolen-Gamer tagtäglich online zu spannenden Multiplayer-Matches verabreden, ist grundlegend nichts neues, sondern eher ein wichtiger Dreh- und Angelpunkt für Mehrspieler-Titel und komplette Genres.

Die vor kurzem veröffentlichte Ankündigung von Chris Charla, dem leitenden Direktor des ID@Xbox Programms, wirkt jedoch wie ein kleines Beben, da sich Microsoft anschickt, die Grenzen zwischen der hauseigenen Xbox One und den Konsolen der Konkurrenten mithilfe von Cross-Network Play aufzuweichen. Damit das Ganze jedoch überhaupt funktionieren kann, müssen die Hersteller der anderen Systeme, wie der PlayStation 4 oder der nächsten Konsolengeneration von Nintendo, natürlich konsequent mitziehen.

This means players on Xbox One and Windows 10 using Xbox Live will be able to play with players on different online multiplayer networks – including other console and PC networks.

Chris Charla

Diese Informationen gehen aus einem Blog-Eintrag hervor, in dem sich Charla - Bezug nehmend auf die aktuell laufende Game Developers Conference (kurz GDC) in San Francisco - zu den anstehenden Themen des ID@Xbox-Vortrags äußert. Demnach soll es bereits in naher Zukunft möglich sein, plattformübergreifende Multiplayer-Sessions zwischen der Xbox One und einem PC auf Windows 10-Basis zu starten. Man stelle sich vor, Spieler 1 betritt das Spielfeld über die Xbox One Lobby, während sich Spieler 2 über den PC einloggt - immerhin der langgehegte Traum vieler Gamer.

Rocket League wird der erste Cross-Network Play Titel

Chris Charla stellte in diesem Zusammenhang heraus, dass es den Entwicklern auch weiterhin freigestellt sei, die geräteübergreifenden Funktionen in ihren Spielen zu berücksichtigen. Darüber hinaus könnten sich die Xbox Live Spieler natürlich auch gegen das Cross-Network Play entscheiden und weiterhin wie gewohnt auf die Netzwerke zugreifen, die den Xbox-Gamern vorbehalten sind.

Screenshot Rocket League Game

Microsoft hat offiziell angekündigt, dass das durchaus beliebte Sports-Action Game "Rocket League" der erste unterstützte Titel für die neuen Cross-Network-Features ist.  

Quelle:  rocketleaguegame.com 

Screenshot Rocket League Game

Microsoft hat offiziell angekündigt, dass das durchaus beliebte Sports-Action Game "Rocket League" der erste unterstützte Titel für die neuen Cross-Network-Features ist.  

Quelle:  rocketleaguegame.com 

Obwohl das Multiplayer-Feature grundsätzlich für die Vernetzung zwischen der Xbox One und PCs auf Windows 10-Basis angedacht ist, bezieht Microsoft auch "weitere Konsolen" in die Cross-Plattform-Überlegungen mit ein. Ob die anderen Konsolenhersteller - wie Sony oder Nintendo - auch auf den Zug aufspringen werden, bleibt vorerst nur abzuwarten.

Dafür ist allerdings schon jetzt bekannt, dass Rocket League als erstes Spiel die Cross-Play-Unterstützung nutzen wird. Das futuristische Action-Game soll jedoch nur den Startschuss abgeben für weitere Titel, die von Microsoft in naher Zukunft noch genannt werden.

Maus schlägt Controller - die Steuerungsmechanik steht auf dem Prüfstand

An sich ist der Wunsch nach einer gemeinschaftlichen Multiplayer-Plattform für Microsoft nicht neu. Allerdings scheiterte der erste Versuch, die damals noch mit der Xbox 360 agierenden Spieler und die PC-Gamer zusammenzubringen, vor allem an den gravierenden Unterschieden der Peripheriegeräte. Wie die Kollegen von Techspot bereits 2010 berichteten, konnten die Controller der Xbox nicht mit der Präzision und der Handlungsschnelligkeit von Maus und Tastatur mithalten - kein wirklich überraschender Fakt, der das damalige Ende des Projekts besiegelte.

Es bleibt abzuwarten, ob es den Game-Developern zukünftig gelingt, die Steuerungsunterschiede zwischen den unterschiedlichen Systemen anzugleichen, um den Frustfaktor auf Konsolenseite zu vermeiden. Ohne eine angeglichene und optimierte Steuerungsmechanik würden die Konsolen-Gamer wohl auch weiterhin den Kürzen ziehen - und das nicht nur bei den schnellen Ego-Shootern.

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