Nie wieder Konsolen kaufen?

Yeti: Mehr Details über Googles ominöse Spielekonsole aufgetaucht

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von Sebastian Hardt (@hardtboiled)-

Der Yeti existiert und er lebt in Mointain View. Neuesten Berichten zufolge nimmt Googles mysteriöses Gaming-Projekt immer konkretere Formen an, zahlreiche Größen aus der Spiele-Industrie seien bereits an dem nach dem Fabelwesen benannten Vorhaben involviert. Das Besondere an Yeti: Sämtliche Spiele werden gestreamt, der Kauf teurer Hardware könnte dann der Vergangenheit angehören.

Streaming wird mit ziemlicher Sicherheit das nächste ganz große Ding in der Games-Industrie. Die Idee: Fordernde Spiele werden auf entfernten Hochleistungsrechnern abgespielt und über das Internet nach Hause gestreamt. Teure Hardware-Anschaffungen - also Konsolen, Grafikkarten und dergleichen - entfallen für den Endverbraucher, lediglich ein Gerät zum Empfangen und Senden der entsprechenden Daten ist nötig.

Ein verlockender Gedanke, nicht nur, weil die verfügbaren Bandbreiten (außer vielleicht bei uns) immer größer werden. Mit GeForce Now hat Nvidia zum Beispiel gerade ein derartiges Projekt in der Pipeline. Und auch Google hat den Trend erkannt und arbeitet Medienberichten zufolge schon länger an einer derartigen Technologie. In einem aktuellen Bericht von Kotaku sind jetzt mehr Details über das geheimnisvoll betitelte Projekt 'Yeti' bekannt geworden.

Google im Gespräch mit zahlreichen Entwicklern

Demnach hat Google dem Vorhaben offenbar schon länger eine höhere Priorität eingeräumt, als viele vielleicht dachten. Seit einiger Zeit schon rekrutiere Google Top-Spiele-Entwickler und Marketing-Strategen, unter anderem aus renommierten Studios wie 'Electronic Arts'. Erst im Januar ist Phil Harrison, ehemaliger Playstation-Verantwortlicher bei Sony, zu Google gewechselt. Zudem befinde man sich schon seit Längerem in Gesprächen mit der Videospiel-Industrie, um das Interesse der Verbraucher am Game-Streaming abzuklopfen. Ungenannte Quellen hätten sogar bestätigt, dass der Konzern momentan damit liebäugle, ganze Studios zu kaufen - die finanziellen Mittel hätte Google ja.

Stellen Sie sich vor, Sie spielen 'The Witcher 3' in einem Chrome-Tab.

Die Details zu den Fähigkeiten der Konsole sind bis dato allerdings noch verschwommen. Immerhin eine Quelle bringt es folgendermaßen auf den Punkt: "Stellen Sie sich vor, Sie spielen 'The Witcher 3' in einem Tab in Google Chrome."

Yeti: YouTube-Videos auf Knopfdruck

Interessant ist auch das Gerücht, dass YouTube eng mit dem Service verbunden werden soll. Kotaku spricht diesbezüglich von der Einblendung eines 'Walkthroughs' von YouTube per Knopfdruck, wenn man an einer schwierigen Stelle nicht weiterkommt. In Sachen Hardware gäbe es zudem mehrere denkbare Szenarien, so der Bericht weiter. Einer davon sei das Nutzen bereits vorhandener Technologien, allen voran das Google Chromecast.

Fest steht: Für den Verbraucher wäre ein solcher Dienst weitaus günstiger, als sich alle paar Jahre eine neue Konsole kaufen oder den PC aufrüsten zu müssen. Es dürfte also spannend werden zu beobachten, was Google in puncto Yeti in nächster Zeit aus dem Hut zaubert. Ein offizielles Statement zu dem Streaming-Service wäre jedenfalls schon mal ein guter Anfang.

Quelle: Kotaku

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