Einen kühlen Kopf bewahren

Online-Shopping: Lasst euch von "künstlicher Verknappung" nicht stressen

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von Sandra Spönemann (@die_spoent_wohl)-

"Nur noch zwei verfügbar" oder "nur noch heute 30 Prozent Rabatt" - der Online-Handel setzt häufig auf die Illusion, dass ein Produkt oder eine Dienstleitung stark begrenzt ist, um User vom schnellen Kauf zu überzeugen. Fünf Tricks helfen dir dabei, den Anbietern nicht auf den Leim zu gehen.

63 Prozent der Internet-User reservieren ihre Reise mittlerweile online. Um sich langwierige Recherchen zu sparen, sind vor allem Vergleichsportale wie Booking.com oder HRS unglaublich beliebt. Obwohl Sparfüchse von Preisvergleichen magisch angezogen werden, gilt es, besonnen zu bleiben. Einer forsa-Umfrage zufolge, lassen sich Verbraucher generell von Verkaufsstrategien im Internet stressen, zu denen auch die künstliche Verknappung von Angeboten zählt. Besonders in der Hotellerie drängt man den Kunden zum Kauf. Birte Carstens, Lead Marketing Managerin bei der International Hotel Group, die die Umfrage in Auftrag gegeben hat, gibt fünf Tipps, wie man das beste Reiseangebot findet:

Tipp 1: Vergleichen

Auch wenn das Schnäppchen noch so günstig erscheint: Verbraucher sollten sich niemals auf nur ein Reiseportal im Netz verlassen und sich die Zeit zum Vergleichen nehmen. Birte Carstens: "Oft listet ein Portal nicht alle Angebote auf. Viele Hotels bieten beispielsweise auf ihren eigenen Webseiten Zimmer zu Tarifen an, die auf den Portalen nicht zu finden sind."

Tipp 2: Stornobedingungen checken

Ob Krankheit oder Urlaubssperre: Es gibt viele Gründe, seinen Urlaub kurzfristig abzusagen. Geld spart dann, wer vor der Hotelbuchung die Stornierungsbedingungen genau überprüft hat. Doch auf einigen Online-Reiseportalen sind diese gut versteckt. Trotzdem sollte man sich geduldig auf die Suche machen und sich Zeit für den Check nehmen, rät die IHG Expertin. "Auf Nummer sicher geht, wer sogar mehrmals kontrolliert. Zum Beispiel ab wann Stornogebühren anfallen oder wie hoch die Rücktrittspauschale ausfällt."

Tipp 3: Vorsicht bei Last-Minute-Angeboten

Viele Portale locken mit Frühbucherrabatten oder Last-Minute-Deals. Carstens: "Hier heißt es besonders aufpassen und Leistungen prüfen. Solche Angebote erscheinen auf den ersten Blick zwar günstiger. Wer genau hinschaut, stellt aber vielleicht fest, dass er viel weniger für sein Geld bekommt." Ihre Empfehlung: Zimmerpreise immer auch auf der Hotelwebseite checken und direkt beim Hotel den niedrigsten Preis erfragen.

Tipp 4: Einkauf im Netz planen

Einfach mal durchs Internet treiben lassen und schauen, welche Reiseangebote man findet? Wer keinen Plan hat, gibt mit seiner Kreditkarte schnell mehr aus als gewollt - vielleicht sogar für Extras, die im Urlaub am Ende gar nicht genutzt werden. Deshalb vorher genau überlegen, welche Must-haves der nächste Trip haben soll: Kann ich auf einen Hotelpool verzichten, weil ich einen Strandurlaub plane? Will ich im Hotel frühstücken oder lieber im Café?

Tipp 5: App herunterladen

Oft lohnt es sich zudem, die Hotel-App auf sein Smartphone oder Tablet zu laden. Birte Carstens: "Viele Unternehmen bieten hier spezielle Rabatte und Angebote an, die nicht oder erst später auf ihrer Hotelwebseite verfügbar sind." Ein weiteres Plus für App-Nutzer: Sie bleiben über Sonderaktionen und aktuelle Vergünstigungen auf dem Laufenden.

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