Kurzanleitung

Snapchat für Einsteiger – Was soll das und wie geht das?

Foto von Sandra Eichhorn

von Sandra Eichhorn (@sandra_rockt)-

Snapchat löst seit einiger Zeit einen regelrechten Hype aus – der Social-Media-Trend fasziniert vor allem die jüngere Generation und stellt gleichzeitig viele Menschen, die dem Teenie-Alter entwachsen sind, vor ein Rätsel: Muss man Snapchat haben und was kann der Social-Messenger überhaupt? Wir versuchen, ein wenig Licht ins Dunkel zu bringen.

(Noch) begeistert Snapchat vor allem Teenager

Snapcode

Mit dem Snapcode kann man auch Freunde hinzufügen.  

Quelle: (Screenshot) Snapchat 

Snapcode

Mit dem Snapcode kann man auch Freunde hinzufügen.  

Quelle: (Screenshot) Snapchat 

Was hierzulande bei vielen noch gar nicht richtig angekommen ist, ist in den USA schon seit Längerem von den meisten Smartphones gar nicht mehr wegzudenken. Dort nutzen 30 Prozent der in den 2000er-Jahren Geborenen das soziale Netzwerk, das eigentlich mehr wie ein Messenger funktioniert. Auch in Deutschland sind es vor allem Teenies, die sich für die App begeistern – langsam scheint Snapchat aber auch in der breiten Masse anzukommen. Anfänger haben es beim Einstieg jedoch oft nicht leicht, denn die App ist alles andere als intuitiv.

Das Prinzip an sich ist einfach: Man nimmt ein Bild auf und schickt es einem Freund – hat dieser es gesehen, löscht sich das Foto nach einigen Sekunden wieder von selbst. Genauso funktioniert es bei Videos. Der Clou dahinter: durch den Selbstzerstörungs-Mechanismus werden viel mehr Nachrichten mit peinlichen oder prekären Inhalten verschickt, da sie lediglich für einige Sekunden sichtbar sind. Natürlich könnte der Empfänger die Bilder via Screenshot abspeichern und öfter ansehen – das widerspricht zum einen allerdings der Snapchat-Etikette und wird dem Sender zum anderen angezeigt. Somit weiß der Snapchatter über den "Regelverstoß" Bescheid und kann sich zukünftig zweimal überlegen, ob er seinem Kontakt weiterhin "Snaps" zusendet.

Um aus der App ein Netzwerk zu machen, muss man Kontakte hinzufügen. Das "Adden" von Freunden funktioniert auf unterschiedlichen Wegen: Es werden einem alle in den Kontakten gespeicherten Freunde angezeigt, die ebenfalls einen Snapchat-Account besitzen. Wer den Nutzernamen kennt, kann auch direkt nach diesem in Snapchat suchen. Eine weitere Möglichkeit ist das Hinzufügen über den Snapcode: Snapchat öffnen und die Kamera auf den Snapcode des Freundes halten. Das funktioniert auch, wenn man ein Foto des Codes hat.

Normale Fotos mit Snapchat in „Kunstwerke“ verwandeln

Um den Spaßfaktor zu steigern, kann man seine Fotos und Videos unter anderem mit verschiedenen Farb- und Spaßfiltern versehen, die interaktiv mit dem Gesicht vor der Kamera reagieren. Außerdem gibt es einige Bearbeitungs-Funktionen, mit denen sich die Snaps auch noch individuell verzieren lassen. Auf diese Art kann man ganz normale Bilder blitzschnell in wahre Snapchat-Kunstwerke verwandeln – wenn man herausgefunden hat, wie diese Funkionen eingesetzt werden.

Screenshot aus Snapchat

Mit dem Timer lässt sich einstellen, wie lange sich Freunde den Snap ansehen können, bevor er sich selbst zerstört.  

Quelle: (Screenshot) Snapchat 

Screenshot aus Snapchat

Mit dem Timer lässt sich einstellen, wie lange sich Freunde den Snap ansehen können, bevor er sich selbst zerstört.  

Quelle: (Screenshot) Snapchat 

Öffnet man die App, wird direkt der Foto-Modus aktiviert. Am oberen linken Rand des Displays kann man den Blitz ein- und ausstellen. Durch Tippen auf das Icon oben rechts kann zwischen Außen- und Innenkamera gewechselt werden. Das Geist-Symbol in der Mitte führt zum Profil, in dem der Snapcode aufgenommen oder geändert wird, wo man die Einstellungen aufruft und Freunde hinzugefügt werden können.

Das Quadrat unten links führt zur Inbox mit den privaten Chats. Die Inbox kann man zudem mit einem sogenann "Swipe" nach rechts - also einem Fingerwischer - ebenfalls öffnen. Tippt man auf die drei Linien unten rechts (oder swiped nach links), gelangt man zu den Geschichten.

Snapchat-Spaßfilter aktivieren

Da die Spaßfilter mit dem Gesicht interagieren, müssen sie aktiviert werden, bevor das Foto geschossen wird (im Gegensatz zu allen anderen Filtern – doch dazu später mehr). Um sich die Filter anzeigen zu lassen, muss man das Gesicht möglichst gerade in die Kamera halten, aufs Gesicht tippen – und etwas länger gedrückt halten.

Anschließend erscheinen am unteren Bildrand zahlreiche Filter - beispielsweise ein Polizist mit Sonnenbrille, die Mona Lisa oder der zurzeit sehr beliebte "Faceswap". Ist man mit dem ausgewählten Filter zufrieden, kann man auf den Auslöser tippen. Wer ein Video drehen möchte, muss den Auslöser so lange gedrückt halten, wie er filmen möchte - Videos können allerdings nicht länger als 10 Sekunden sein.

Nachdem das Foto aufgenommen wurde, werden die Bearbeitungsoptionen am rechten oberen Display-Rand eingeblendet. Bilder können mit Emojis (das geknickte Blatt), Texten (das große T) und Stiften in verschiedenen Farben (der Stift) aufgehübscht werden – der Fantasie sind dabei keine Grenzen gesetzt.

So setzt man die anderen Filter ein

Indem man auf dem aufgenommenen Foto nach rechts "swiped" (vor der Aufnahme funktioniert das nicht), kann man weitere Filter über sein Foto legen. Neben Farbfiltern wie Sepia und Schwarz-Weiß lässt sich unter anderem auch die aktuelle Ortstemperatur, die Zeit und die Geschwindigkeit als Overlay einfügen.

Kleiner Trick: will man mehr als einen Filter auswählen, muss man mit einem Finger das Bild gedrückt halten und mit dem anderen weiter wischen.

Discover-Funktion in Snapchat

Unter "Discover" kann man sich von zahlreichen Geschichten anderer Snapchatter inspirieren lassen.  

Quelle: (Screenshot) Snapchat 

Discover-Funktion in Snapchat

Unter "Discover" kann man sich von zahlreichen Geschichten anderer Snapchatter inspirieren lassen.  

Quelle: (Screenshot) Snapchat 

Wer mit seinem Ergebnis zufrieden ist, kann unten links den Timer einstellen. Er bestimmt, wie lange Freunde den Snap sehen können - das Maximum sind 10 Sekunden. Außerdem kann man das Foto oder das Video auf dem Smartphone speichern oder es in die eigene Geschichte posten. Rechts unten auf dem Bildschirm ist ein Pfeil, der - wenn man ihn antippt - die Freunde anzeigt, denen man seine Aufnahme privat schicken kann.

Und zu guter Letzt: Snapchat-Geschichten

Alle Fotos und Videos können in die eigene Geschichte gepostet werden. Dort können je nach Privatsphäre-Einstellungen entweder alle Freunde, ausgewählte Freunde oder alle Snapchat-User die dort veröffentlichten Snaps 24 Stunden lang beliebig oft ansehen.

Befindet man sich in der Geschichten-Übersicht, gelangt man über die Punkte am rechten oberen Bildrand zur Discover-Funktion. Dort werden öffentliche, empfohlene Geschichten, zum Beispiel von BuzzFeed oder CNN, angezeigt.

Wie Snapchat in Gänze funktioniert, lernt man vor allem durch das selber "Snappen". Es hilft, sich etwas Zeit zu nehmen, um alle Funktionen einmal in Ruhe auszutesten. Vor dem ersten Versuch können viele den Hype um die App nur sehr schwer nachvollziehen – hat man die Funktionen aber erst einmal verinnerlicht, ist der Suchtfaktor enorm.

Chattet ihr bereits mit eurem eigenen Snapchat-Account oder hat euch unser kleiner Ersteinsteiger-Guide auf den Geschmack gebracht? Schreibt uns eure Eindrücke oder Geschichten zum kostenlosen Instant-Messenger-Dienst in die Kommentare. Viel Spaß beim "Snappen"!

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