Vorerst in den USA

Amazon erhöht Jahresgebühren für Prime-Abos

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von Benjamin Krämer -

Amazon hat im Zuge seines ersten Quartalsberichts 2018 mitgeteilt, dass die Gebühren für das Prime-Jahresabo um 20 Prozent steigen werden. Diese Nachricht taucht inmitten neuer Höhenflüge in den USA und schlechten Zahlen im Rest der Welt auf. Die Preiserhöhung dürfte mit etwas Verzögerung auch uns treffen.

Amazon Prime erfreut sich großer Beliebtheit. Eigenproduktionen wie 'Bosch' oder 'The Man in the High Castle' haben ein großes Publikum und dem Online-Giganten Millionen neuer Abonnenten eingebracht. Aber auch damit assoziierte Dienste wie 'Prime Music' oder 'Prime Books' finden immer mehr Fans, denn das Prime-Modell steht nicht nur für den Streaming-Dienst. Auch kostenloser Premiumversand ist dabei und das ganze für bisher 69 Euro im Jahr - ein ziemlich guter Deal, möchte man meinen, den bereits über 100 Millionen Menschen weltweit eingegangen sind. In den USA will Amazon jetzt mit einer Preiserhöhung beginnen und von 99 Dollar auf 119 erhöhen. Das entspricht satten 20 Prozent, dürfte dem Konzern aber noch durchgehen, da das Preis-Leistungs-Verhältnis noch immer recht günstig ausfällt.

Prime Preiserhöhung: Daran liegts

Amazon CFO Brian Olsavsky begründet den Schritt mit der deutlich gestiegenen Qualität der angebotenen Produkte und höheren Kosten. Damit dürfte auch der Mega Deal mit den Tolkien-Erben gemeint sein, denn Amazon kaufte erst letztes Jahr die Lizenz für eine Serie im 'Herr der Ringe'-Universum und blätterte dafür satte 250 Millionen Dollar hin. Überhaupt hat nicht zuletzt die Übernahme von Twitch gezeigt, dass der Konzern aus Seattle seinen Kaufrausch weltweit fortsetzen will - und das ist teuer. Wann die Preiserhöhungen auch uns in Deutschland treffen, steht noch in den Sternen, bisher dauerten solche Anpassungen aber selten länger als ein halbes Jahr. Und selbst wenn dies für uns angekündigt wird, haben bestehende Kunden meist eine Art "Gnadenfrist" von zwei Monaten, bis sie von der Erhöhung erfasst werden.

Quelle: techcrunch.com

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