Neues Abo-Modell

Apple App Store: Was bedeutet die Änderung der Richtlinien für die User?

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von Sandra Spönemann (@die_spoent_wohl)-

Fans von Apple-Produkten sind gespannt, denn am Montag spricht der Konzern auf der Worldwide Developers Conference 2016 (WWDC) über Neuigkeiten. Doch News gibt es schon vorher: In puncto App Store-Richtlinien wurde verspätet Frühjahrsputz betrieben: Ein Abo-Modell soll die Monetarisierungsmöglichkeiten für App-Entwickler verbessern.

Was ändert sich?

Bisher kennen wir folgendes: Eine App ist kostenlos oder sie ist kostenpflichtig. Dazu gesellen sich gegebenenfalls noch In-App-Käufe. Hat man eine Anwendung gekauft, kann man sie theoretisch unendlich lange nutzen. Das stellt für die App-Entwickler nicht unbedingt einen hohen finanziellen Anreiz dar, wenn man bedenkt wie groß die Konkurrenz seit dem Start des App Stores in 2008 mittlerweile ist.

Nun wird eine zusätzliche Option angeboten: Der Vertrieb von Anwendungen im Abo-Modell. Dabei können von App zu App unterschiedliche Laufzeiten und differenzierte Preise auftauchen. Außerdem ist es den Entwicklern überlassen, zu entscheiden, ob in verschiedenen Ländern oder auf unterschiedlichen Kontinenten der Preis für eine Anwendung derselbe ist. Vorstellbar ist auch, dass gewisse Funktionen einer App einem Abo-Modell unterliegen, während andere wiederum kostenlos sind oder zum Festpreis erworben werden können.

Fallen plötzlich Kosten für bereits installierte Apps an?

Bekannt ist bis zu diesem Zeitpunkt, dass Entwickler die User auf jeden Fall warnen müssen, wenn das Ende der Laufzeit naht. Solange man selbst nichts verändert - also weder ein Upgrade, Downgrade oder sonstige Änderungen an der App durchführt - darf nicht "einfach so" der Preis verändert werden. Es ist allerdings unklar, was mit bisher kostenpflichtigen Anwendungen passiert, die sich auf dem eigenen Smartphone befinden und dann komplett auf ein Abo-Modell umgestellt werden.

Sollten es in irgendeiner Weise zu höheren Abbuchungen kommen, informiert Apple die User darüber, bevor es soweit ist. Außerdem dürfen die Entwickler kostenfreie Trial-Perioden anbieten, um den Nutzer das Angebot trotz Abo-Kosten schmackhaft zu machen.

Durch die neue Form der Software-Monetarisierung im App Store existieren nun zusätzliche Anreize, eine Anwendung kontinuierlich weiter zu verbessern. Dies war vorher durch die Tatsache eingeschränkt, dass Gewinne nur schwer prognostizierbar waren. Wenn sich die Apps dadurch tatsächlich verbessern, könnte es sich zukünftig um eine Win-Win-Situation handeln.

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