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Bestmarke geknackt

Audio-Streaming boomt: So viele Einzelaufrufe wie noch nie zuvor

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von Dennie Beneke (@debeneke)-

Während Audio-CD-Verkäufe Jahr für Jahr rückläufig sind, verkündet ein aktueller Nielsen-Report den nicht ganz unerwarteten Höhenflug von Audio-Streaming-Diensten wie Spotify oder Apple Music.

Das Überschreiten von Meilensteinen in einem Marktforschungsbericht zeigt in der Regel, dass Branchen oder Unternehmen einiges richtig machen. So auch im Fall der Streaming-Industrie, deren Platzhirsche sowohl auf dem Audio- als auch auf dem Video-on-Demand-Markt sehr aktiv am Nutzungsverhalten von Medien drehen.

A significant streaming milestone was also reached in March, when weekly on-demand audio streaming surpassed seven billion.

Nielsen

Stimmen Rahmenbedingungen wie Netzempfang und Hardware, können beispielsweise normale Musiksammlungen - vor allem bezüglich des Umfangs - nicht mit Audio-Streaming-Diensten mithalten. Man müsste Unsummen an Geld in den Kauf von CDs investieren, um ansatzweise an die digitalen Bibliotheken heranzureichen.

Ein im März veranlasster Report der Nielsen Company, der jetzt veröffentlicht wurde, gibt nun Einblick in die Erfolge von Streaming-Portalen. Zwar sind die Zahlen auf den amerikanischen Markt bezogen, jedoch genügen die erhobenen Werte, um das generelle Ausmaß der Abrufe zu verdeutlichen.

So viele Aufrufe im vergangenen halben Jahr wie noch nie!

Insgesamt 7,5 Milliarden Songs werden unter anderem über die unterschiedlichen Streaming-Portale abgespielt - pro Woche! Dies sei seit der letzten Erhebung, die sich auf 7 Milliarden beziffert, ein neuer Höchstwert.

Für den Zeitraum der letzten sechs Monate erreichte das Streaming von Audio-Titeln einen bislang unerreichten Höchstwert von 184,3 Milliarden Aufrufen - ein Anstieg von rund 62 Prozent zur vorherigen Periode. Dabei legt Nielsen in dem Bericht Wert darauf, dass sich die Aufrufe nicht ausschließlich auf Songs beziehen, sondern auch eingesprochene Inhalte wie Podcasts und Hörbücher berücksichtigen.

Nicht erst seit diesem erneuten Allzeithoch kann man Streaming-Anbietern von Musik- oder Video-Titeln eine blühende Zukunft prognostizieren, ohne sich damit zu weit aus dem Fenster zu lehnen. Es gibt sicherlich einige Vorteile beim Kauf von physischen Datenträgern, allerdings entwickelt sich dieser Markt so rückläufig, dass die Vorteile von Streaming-Anbietern für den Großteil der Masse einfach überwiegen. Vorausgesetzt, der Markt zerlegt sich nicht selbst, indem er sich beispielsweise durch Rechtsstreite mit Inhaltsanbietern oder eine zu große Zerstückelung des bestehenden Angebots auf zu viele Anbieter aufreibt.

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