Kaspersky-Studie

Ausgefeilte Ransomware greift mobile Nutzer in Deutschland an

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von Sandra Spönemann (@die_spoent_wohl)-

Wenn Meldungen wie "Bezahlen Sie für die Entsperrung Ihres Geräts direkt per iTunes-Gutschein“ auf euren Smartphones erscheint, dann seid auch ihr Opfer eines Cyber-Erpressungsangriffs geworden. In der Studie 'Mobile Schadprogramme in Deutschland - Panikmache oder echte Gefahr' analysiert Kaspersky einen beunruhigenden Trend.

"Auch im mobilen Bereich gibt es Ransomware. Die Qualität der Schädlinge hat sich stark verbessert. Versionen wie Fusob und Svpeng holen mit großen Schritten zu ihren Verwandten im PC- und Mac-Bereich auf und grassieren auch in Deutschland“, warnt Christian Funk, Leiter des deutschen Forschungs- und Analyse-Teams bei Kaspersky Lab. Eine Datenauswertung von mobilen Kaspersky-Lösungen hat gezeigt: Von September 2014 bis August 2017 stiegen die Ransomware-Alarme pro User um 15,8 Prozent an – von 1,9 auf 2,2 mittlere Alarme pro User (vergleichende Zeiträume September 2014 bis August 2015 sowie September 2016 bis August 2017).

Fusob: Prototyp heutiger mobiler Ransomware

Die Malware 'Fusob‘ ist ein Beispiel für einen fortschrittlichen Erpresser, der es auf Smartphones und Co. abgesehen hat und in Deutschland im Untersuchungszeitraum sehr aktiv war. So tauchen Fusob-Versionen in den Top-20 der mobilen Malware-Charts für den Zeitraum September 2016 bis August 2017 auf; allein die Version 'Trojan-Ransom.AndroidOS.Fusob.h' wurde bei 11,61 Prozent der in Deutschland mobil attackierten Kaspersky-Nutzer registriert und abgewehrt.

Mobile Ransomware sperrt entweder das infizierte Gerät oder verschlüsselt dort gespeicherte Daten. 'Fusob‘ – wie übrigens die Mehrheit mobiler Ransomware – hat es auf das Blockieren eines Geräts abgesehen. Hat der Trojaner ein Gerät infiziert, blendet er auf dem Bildschirm des Opfers eine Zahlungsaufforderung ein: Der Trojaner fordert ein Lösegeld in Höhe von 100 bis 200 US-Dollar, die vom Nutzer in Form von Codes auf Prepaid-iTunes-Karten bezahlt werden können.

Steigerung von Ransomware-Attacken auf Mobilgeräte, Infografik von Kas

Ergebnisse aus der Kaspersky-Studie 'Mobile Schadprogramme in Deutschland - Panikmache oder echte Gefahr?'

Quelle: (Pressekit)  Kaspersky 

Steigerung von Ransomware-Attacken auf Mobilgeräte, Infografik von Kas

Ergebnisse aus der Kaspersky-Studie 'Mobile Schadprogramme in Deutschland - Panikmache oder echte Gefahr?'  

Quelle: (Pressekit)  Kaspersky 

Kaspersky-Umfrage: Nur wenige Deutsche führen Backups durch

Die von Kaspersky Lab im Rahmen der Studie beauftrage Umfrage unter 500 deutschen Smartphone- und/oder Tablet-Nutzern zeigt unter anderem die folgenden Ergebnisse:

  • Jeder dritte deutsche Befragte (33,4 Prozent) fürchtet mobile Ransomware beziehungsweise Cybererpressung.
  • Das Problem: Weit weniger als die Hälfte (40,6 Prozent) der deutschen Befragten führt Backups der auf dem Smartphone oder Tablet gespeicherten Daten durch. Heißt: Wenn das Gerät verloren geht, gestohlen wird oder nach einem Ransomware-Befall nicht mehr hergestellt werden kann, sind auch alle dort gespeicherten Daten weg.

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