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Finanzielle Rettung

Chinesische Investoren übernehmen Opera

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von Sandra Spönemann (@die_spoent_wohl)-

Software-Hersteller Opera muss bereits seit einiger Zeit mit Umsatzeinbußen kämpfen. Eine Übernahme durch eine Gruppe chinesischer Investoren soll das Unternehmen nun finanziell auffangen – die Aktionäre unterstützen den Vorgang.

Für 1,2 Milliarden Euro geht die norwegische Softwarefirma Opera über den Tisch. Nach dem Deal, der am Dienstagnachmittag dieser Woche abgeschlossen worden sein soll, gehören 90,6 Prozent der Stammaktien nun chinesischen Investoren. Darunter auch der "Golden Bricks Silk Road Equity Investment Fund II LLP" mit Sitz in Shenzhen – einer südöstlich gelegenen Stadt in China, die als das asiatische Mekka der Technologie-Szene gilt.

Gegenüber TechCrunch zeigte sich Opera-CEO Lars Boilesen nicht übermäßig begeistert von diesen Vorgängen. "Wir wurden auf dem Stockholmer Wertpapiermarkt 2004 gelistet. Also ist es im Grunde eine Entscheidung der Shareholder gewesen – sie entschieden sich dafür den Prozess zu initiieren", so Biolesen. CTO Håkon Wium Lie ergänzt: "Wenn man im Wertpapiermarkt gelistet ist, muss man auf so etwas vorbereitet sein. Jeder kann dich kaufen." Allerdings können sie der Situation auch etwas Positives abgewinnen, denn mit der Übernahme könnte der asiatische Markt verstärkt erschlossen werden.

Neben dem großen Investmentfond ist auch der Mobile-Games-Entwickler "Kunlun" und die Sicherheitsfirma "Qihoo 360" mit eingestiegen. Die neuen Anteilseigner möchten Opera in den Ländern verbreiten, in denen der Popularitätsgrad bereits hoch ist, wie zum Beispiel Indien oder auch Brasilien.

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