Update für mehr Qualität in den News

Clickbaiting: Facebook will fadenscheinigen Headlines einen Riegel vorschieben

Foto von Sebastian Hardt

von Sebastian Hardt (@hardtboiled)-

Gute Nachrichten: Facebook will nach eigenen Angaben stärker gegen Clickbaiting vorgehen. Artikel und Nachrichten mit irreführenden Headlines, die dem User absichtlich Informationen vorenthalten, um ihn zu einem Klick auf den Link zu verleiten, sollen im Newsfeed künftig weitaus seltener auftauchen.

Schlechte Platzierung: Klickfänger werden bestraft

"Unfassbar: Du wirst nicht glauben, was Facebook in Sachen Clickbaiting plant!" So oder ähnlich hätten wir in dieser Nachricht auch titeln können. Doch mit dieser Formulierung würden wir euch wichtige Informationen vorenthalten. Und euch zudem in die Irre führen. Denn so unglaublich ist es gar nicht, dass Facebook sogenanntes Clickbaiting in Zukunft sanktionieren will - sondern vielmehr längst überfällig.

In den kommenden Wochen soll ein Update aufgespielt werden, nach dem Artikel mit sensationsheischenden Überschriften im Newsfeed der User weitaus seltener angezeigt werden. Als Beispiel für eine typische Klickfänger-Überschrift nennt Facebook unter anderem: "Als sie unter ihre Sofa-Kissen schaute und DAS HIER fand...war ich SCHOCKIERT!" Vereinfacht gesagt, funktioniere das System ähnlich wie ein Spam-Filter bei E-Mails und lerne zudem mit der Zeit dazu.

"With this update, people will see fewer clickbait stories and more of the stories they want to see higher up in their feeds."

Facebook newsroom

Community forderte Facebook zum Handeln auf

Damit reagiert das Unternehmen laut eigenen Aussagen auf Hinweise aus der Community: Diese wünsche sich eindeutige Überschriften in Links, damit sie sofort entscheiden können, ob ein Klick interessant für sie oder schlicht Zeitverschwendung ist.

Für die meisten Seiten werde dieses Update keinen Einfluss auf die Verbreitung ihrer Artikel in den News-Feeds der Nutzer haben, sagen die Facebook-Offiziellen. Nur Pages, die vermehrt mit missverständlichen Headlines auf Klickfang gehen, würden die Auswirkungen deutlich spüren.

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