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Neue Maßnahme in Facebooks 'Journalism Project'

Der i-Button ist da: Facebook startet Kampagne gegen Fake-News

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von Benjamin Krämer -

Gegen Fake-News geht Facebook in einer großangelegten Testphase mit dem neuen i-Button vor. Mit ihm werden die Hintergründe, Quellen und Informationen zum Urheber publik gemacht. Damit reagiert Facebook auf immer neue Vorwürfe, durch die einfache Verbreitung von Fake-News über seine Plattform den US-Wahlkampf massiv beeinflusst zu haben.

Ausgewählte Facebook-Nutzer können den neuen i-Button, der als kleines "i" am Bildrand von geteilten News erscheint, ab jetzt in ihrem Feed sehen. Ein klickt auf das "i" auf weißem Kreis offenbart dann die Hintergründe des jeweiligen Artikels, Links zu Wikipedia-Einträgen, den Quellen der Story und wer die News verbreitet. Hinzu kommt eine Liste mit ähnlichen Artikeln und wie der Artikel selbst auf Facebook verbreitet wurde und wird. Es geht also um Transparenz. Zunächst wird das Feature getestet, allerdings ist noch unklar, ob es lediglich US-Nutzern bereitsteht oder schon weltweit. Es ist von ersterem auszugehen, da Fake-News in den USA ein deutlich größeres Problem waren und sind, als in anderen Ländern.

Fake-News als Streitpunkt der US-Politik

Facebook gibt in einem offiziellen Statement über Produktmanagerin Sara Su an, dass Nutzer sich scharenweise gemeldet hätten und um mehr Informationen darüber gebeten hätten, was sie da lesen. Wahrscheinlicher ist allerdings, dass der Konzern aus Kalifornien mit dem Schritt auf wachsenden Druck aus Politik und Gesellschaft reagiert.

Der i-Button ist Teil von Facebooks 'Journalism Project' gegen die Verbreitung von Fake-News

Erst kürzlich hatte sich Mark Zuckerberg dafür entschuldigt, dass Facebook möglicherweise doch Einfluss auf den Ausgang der US-Wahl hatte – durch Fake-News, die Trump genutzt hatten. Besonders mit der wachsenden Unzufriedenheit mit dem Präsidenten seitens der Bevölkerung hat sich das Thema als Schuldzuweisung lange Zeit in den Medien gehalten und tut das bis heute.

In diesem Video erklärt Facebook selbst, wie der Button funktioniert:

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