Die Geister, die ich rief...

Diese Avatar-App mogelt eure Freunde in das nächste Urlaubs-Selfie

Foto von Dennie Beneke

von Dennie Beneke (@debeneke)-

In einem BBC-Video stellen südkoreanische Entwickler eine App vor, die in Kombination mit einem 3D-Scanner und A.I. gestützter Technik Avatare erzeugt, um aktiv mit euch auf Selfies zu posieren. Ein möglicher Anwendungsfall: Verstorbene Verwandte per Animation auf neue Fotos schmuggeln.

Stellt euch vor, ihr verbringt gerade einen entspannten Tag im Park oder platziert euch in bester Pose vor einer Sehenswürdigkeit für ein kurzes Selfie. Wäre es da nicht schön, stets eine animierte Version eurer verstorbenen Großtante dabei zu haben, um Photobomb-mäßig den Schnappschuss zu füllen?

Spaß beiseite... der Aufhänger, mit dem die südkoreanische Firma 'ELROIS' seine Avatar-App in einem BBC-Video anpreist, lässt sowohl den Interviewer als auch uns eher fragend zurück - verfehlt aber nicht den Zweck, für Aufmerksamkeit zu sorgen.

Denn ob verstorben oder nicht: Animierte 3D-Versionen von Freunden oder Bekannten auf ein Selfie zu platzieren ist in Zeiten von 3D-Druckern, Sprachassistenten und Robotern mit künstlicher Intelligenz nichts, wofür man übermäßig viel Vorstellungskraft benötigt.

With Me: Das Prinzip hinter der Avatar-App

Smartphone mit Avatar und Person, die ein Selfie aufnimmt

Mit der App 'With Me' platziert ihr 3D-Animationen von Freunden oder Bekannten in das nächste Selfie.  

Quelle: (Screenshot)  BBC Technology 

Smartphone mit Avatar und Person, die ein Selfie aufnimmt

Mit der App 'With Me' platziert ihr 3D-Animationen von Freunden oder Bekannten in das nächste Selfie.  

Quelle: (Screenshot)  BBC Technology 

Die wesentlichen Grundzüge der App bestehen aus dem 3D-Modell einer Person und der künstlichen Intelligenz dahinter, um als Avatar auf Bewegungen zu reagieren und freundlich auf Komplimente zu antworten - wenn auch etwas zeitversetzt. Problematisch wird es erst, wenn man sich dazu entschlossen hat, sich als animierte Version für die Kamera-App ablichten zu lassen, denn der Scan-Vorgang muss bisher noch in einer Kammer vorgenommen werden. Zwar setze die Firma darauf, dass Smartphones zukünftig mit der dafür notwendigen Technologie ausgestattet werden, um einen 3D-Scan durchzuführen.

Bis es soweit ist, müssen Angehörige ihre Verstorbenen allerdings in Kammern ablichten lassen, oder so viel Weitsicht besitzen, bereits vorab einen Scan durchzuführen. Ihr merkt schon, ganz so ernst können es die befragen Personen im Video mit der dazugehörigen Story selbst nicht gemeint haben. Dennoch gibt die App einen spannenden Ausblick auf die Möglichkeiten von 3D-Scans in Verbindung mit mobilen Geräten.

Wenn ihr euch selbst ein Bild von der App machen wollt, schaut euch das Video auf der BBC-Website an!

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