Oder doch eher Partner der Zukunft?

Drohne klaut neuseeländischen Hirtenhunden ihre Jobs

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von Dennie Beneke (@debeneke)-

Neuseeländische Viehzüchter setzen bei der Arbeit mit ihrem Zuchtvieh vermehrt auf den Einsatz von Drohnen. Diese würden die Arbeit von Hütehunden effektiv und zielsicher erledigen, Kosten und Zeit sparen. Das gefällt den Hütehunden natürlich nicht, aber sie wissen sich anzupassen.

Aktuell vergeht kaum einen Tag, an dem amerikanische Medien nicht wenigstens einmal ein düsteres Bild für die arbeitende Bevölkerung vom drohenden Job-Verlust durch Roboter und künstliche Intelligenz zeichnen. Die Diskussion ist nicht neu und der These lässt sich in gewisser Weise auch folgen, selbst wenn sich der eine oder andere etwas weniger Hype und etwas mehr Reflexion wünscht.

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Für neuseeländische Schäfer- oder Hirtenhunde wird die Luft hingegen langsam wirklich dünn - auch, wenn es kein smarter Algorithmus ist, der den Vierbeinern ihren Job streitig macht. Vielmehr ist es eine rund 3.500 Dollar teure Drohne mit dem Namen 'DJI Mavic Enterprise', mit der Landwirte ihr Vieh aus der Luft treiben und überwachen, berichtet Radio New Zealand.

Die Zukunft der Viehzucht - Hütehunde und Drohnen Hand in Hand

Die Drohne ist in der Lage die Geräusche ihrer vierbeinigen Arbeitskollegen aufzunehmen und über Lautsprecher abzuspielen. Im Detail sprechen wir hier über das markante Bellen von Hunden, mit dem sie eine Viehherde in die gewünschte Richtung befehligen.

Als überraschend effektiv bezeichnete der Schäfer Corey Lambeth diese Methode, mit der man Viehherden schneller und stressfreier über weite Landstriche dirigieren könne, als ohne die Unterstützung von Drohnen. "Das ist die eine Sache, die mir auffiel: Wenn man Kühe und Kälber bewegt, stellen sich die alten Kühe schon mal den Hunden entgegen, aber mit den Drohnen haben sie das noch nie getan."

Schlechte Nachrichten also für die Hütehunde, die ihren Jahrhunderte alten Berufsstand in Gefahr sehen. Zum Glück für die hochintelligenten Vierbeiner: Ganz ohne ihre Hilfe geht es dann doch nicht – wohl auch, weil der Hund immer noch der beste Freund des Menschen ist. Einige Bauern berichteten Radio New Zealand zudem, dass sich die Vierbeiner der Situation anpassen und bereits herausgefunden hätten, wie sie mit den Drohnen zusammenarbeiten müssten.

"Ein guter Hütehund! Er hat bereits herausgefunden, ob die Drohnen auf dieser Seite arbeiten, ich gehe hier rüber (zur anderen Seite) und arbeite hier", äußerte sich Landwirt Jason Rentoul.

Quelle: radionz.co.nz

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